Polizisten nutzten Ermittlungsdaten zum Stalken
Polizisten schnüffelten privat in Datenbanken
Mit dem Datenschutz war es bei der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern nicht weit her. Polizisten nutzten nach einem Bericht von Golem die Daten aus Ermittlungen um Minderjährigen "sexuelle Avancen" zu machen.
Besonders perfide sind die Fälle durch die Tatsache, dass in einem Fall die 15-Jährige selbst in dem Polizeirevier Strafanzeige wegen der ungewollten Veröffentlichung von Bildern im Internet gestellt hatte, die sie beim Sex zeigen. Danach wurde sie per SMS angeschrieben und zu einem Fotoshooting eingeladen.
Im zweiten Fall wurde eine 13-Jährige als Zeugin in einem Verfahren wegen Kindesmissbrauchs verhört. Ihr wurden danach "sexuelle Avancen" auf ihrem Handy gemacht. Hätte der Datenschutzbeauftragte nicht Bußgelder gegen die Polizisten verhängt, wären die Fälle kaum bekannt geworden, denn laut dem Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern wurden die strafrechtlichen Ermittlungen eingestellt.
Erst vor 2 Monaten hatte die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk den laxen Umgang mit dem Datenschutz bei der Berliner Polizei kritisiert. Sie hatte festgestellt, dass auch die Berliner Polizisten gern privat auf die Datenbank der Polizei zugreifen, "um Informationen über Nachbarn zu bekommen oder den Schwager zu ärgern". Ihre Behörde müsse sich "sehr häufig" mit dem Missbrauch von Datenbanken durch Berliner Polizisten beschäftigen.
So viel zur IT-Sicherheit im Öffentlichen Dienst und wie mit Fehlverhalten umgegangen wird ...
Mehr dazu bei https://www.golem.de/news/polizei-mecklenburg-vorpommern-ermittlungsdaten-fuer-kontakt-zu-minderjaehrigen-genutzt-1906-141742.html
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6908-20190607-polizisten-nutzten-ermittlungsdaten-zum-stalken.htm












