Und wenn man es mal von der anderen Seite betrachtet, ergibt sich daraus auch ganz schnell ein anderes Problem: wir interessieren uns gar nicht dafĂĽr wie es dem anderen geht.
Ist es nicht sehr häufig so, dass wir von den Problemen des anderen nichts wissen wollen, weil wir sonst in der Verantwortung stehen, dem anderen zu helfen? Sind die Probleme des anderen nicht automatisch sowieso viel kleiner als unsere Probleme und machen wir uns nicht manchmal sogar ĂĽber die Probleme der anderen lustig, weil sie in unseren Augen nicht erwähnenswert sind?Â
Ich glaube, dass dieses Verhalten nicht gemeint ist, wenn die Bibel davon spricht, dass wir den anderen so lieben sollen wie uns selbst. Ich glaube auch nicht, dass dieses Verhalten gesund ist - fĂĽr beide Seiten.
Vielmehr sollte es doch so sein, dass man den anderen ermutigt und nicht verurteil. Aufbaut und nicht zerstört. Unterstützt und nicht verspottet. Hier kann man die Liebe ganz praktisch ausleben.
Ich will einfach dazu ermutigen, mehr darauf zu achten, wie es den anderen geht und wie man ihnen praktisch helfen kann. Damit wir auch offener über unsere Probleme reden können, wir einander helfen können und zusammen näher zu dem Verhalten kommen, welches wir haben sollten, wenn wir wirklich nach der Bibel leben wollen.