Upside Down
Boy you turn me inside out and 'round and round: Salome tanzt und vollzieht dabei eine Kehre oder Drehung um 180 Grad, ihre Füße kippen von oben nach unten, ihr Kopf kippt von unten nach oben, sie stellt sich vom Kopf auf die Füße. Johannes der Täufer ist die Figur einer Überschreitung, derjenigen zwischen dem alten und dem neuen Testament. Er ist, wie die Nymphen, eine Flußgestalt, einige Darstellung zeigen ihn schillernd, daß er auch etwas Wildes an sich hatte, zeigen alle: er trug Pelz.
Man erkennt die Heiligen vor allem daran, wann und wo sie gefeiert werden. Er wird Mittsommernacht gefeiert, im Nordosten Brasiliens, vielleicht in ganz Brasilien, ist seine Feier eine der wichtigsten Feiern. Dieses Bild zeigt, dass Salome dem Herodes Johannes' Kopf wie zum Verzehr/ Verschlingen serviert. Das Bild assoziiert das Opfer mit anthropofagen Szenen, aber auch mit theofagen Szenen, Szenen vom letzten Abendmahl. Dazu ist dieses Bild mit Polarforschung in Warburgschem Sinne assoziiert, weil es die Bewegung einer Kehre/ Kippe zeigt. Das Fresko ist auf älteren, noch karolingischen Bildern aus der Zeit vor der Jahrtausendwende aufgebracht, es ist eine Schichtung.









