Über die letzten Wochen
Ab heute habe ich nur noch drei Wochen und vier Tage in Ghana. Schon in den letzten Wochen neigte sich alles immer mehr dem Ende zu.
Am Donnerstag, dem 25. Juli flog mein Mitbewohner Sam zurück in die USA. Am nächsten Tag fuhren Flo und ich ins End Camp des ICYE Ghana in Kumasi. Das Programm des Camps war nichts Besonderes, aber es war schön, alle anderen Freiwilligen wiederzusehen und noch einige neue Freiwillige kennenzulernen, die im Januar oder Februar nach Ghana gekommen waren.
In der Woche nach dem End Camp (vom 29.7. bis zum 2.8.) gab es in Echoing Hills ein Camp für die Kinder, dass von Missionaren aus Pennsylvania organisiert worden war. Meist war ich in diesem Jahr etwas skeptisch gegenüber amerikanischen Missionarsbesuchen in unserem Projekt, da die Missionare – hatte ich das Gefühl – die Wirklichkeit in Ghana vor allem durch ein projektiertes Bild wahrnahmen und nicht als Reaktion auf die Realität handelten, sondern eher als Reaktion auf ihre Projektion der Realität.
Dieses Team war aber echt gut, sie waren schon mehrmals in unserem Projekt gewesen und versuchten, individuell auf die Bewohner einzugehen und persönliche Beziehungen zu ihnen aufzubauen. Auch nach dieser Woche redeten die Bewohner noch häufig über ihre amerikanischen Freunde.
Das Team organisierte Bastelaktionen, Spiele, Wasserbombenschlachten und einen Tag am Strand mit jedem einzelnen Bewohner von Echoing Hills. Das freute mich besonders, da Sam und ich über das Jahr hinweg einige Male gefragt hatten, ob wir einige der stärker behinderten Kinder mit an den Strand nehmen könnten, was uns aber nicht erlaubt wurde. Anscheinend brauchte es dazu erst amerikanische Missionare, damit das erlaubt wurde, aber ich werde mich nicht darüber beschweren, weil der Tag einfach zu schön dafür war.
Gestern und heute sind dann die Bewohner, die noch Familie haben, für einen knappen Monat nach Hause gefahren, sodass ich die wahrscheinlich gar nicht mehr wiedersehen werde, weil ich ja auch schon in weniger als einem Monat fliege.
Außerdem musste ich jetzt meinen Abschlussbericht über meinen Freiwilligendienst beim ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V. abgeben, den ich separat auf Tumblr hochladen werde, damit ihr ihn lesen könnt.
In den letzten Wochen werde ich wahrscheinlich nicht mehr zu groß verreisen, wahrscheinlich noch ein paar Tage an den Strand. Wenn die Zeit weiter so rast, bin ich gefühlt übermorgen in Deutschland. Am 10. September fliegen Flo und ich zusammen zurück nach Istanbul und von da aus jeweils nach Hause.











