Manche Nächte sind besser als andere.
Junior war nur einmal wach und ist wieder eingeschlafen.
Leise. Sanft. Fast wie ein kleines Versprechen.
Und trotzdem lag ich da.
Mit verschlossener Nase, flachem Atem und diesem Gefühl, nicht ganz zur Ruhe zu kommen.
Der Morgen kam zu schnell. Wie immer.
Zu wenig Zeit. Zu viele kleine Dinge.
Und doch haben wir es geschafft.
Kinder weggebracht. Angekommen. Funktioniert.
Auf der Arbeit dann etwas, das sich neu anfühlte.
Kein Druck. Kein inneres Hetzen.
Nur ich und meine Aufgaben.
Und plötzlich war da dieses Gefühl:
Ich darf in meinem Tempo gehen.
Ich arbeite schon länger daran.
Mich vom Leistungsdruck zu lösen.
Und heute habe ich gemerkt, dass es wirklich passiert.
Leise. Schritt für Schritt.
Am Nachmittag dann Kinderturnen. Karneval.
Bunte Kostüme. Lachen. Bewegung. Leben.
Und wir mittendrin.
Abends TK-Pizza. Nicht perfekt. Aber genau richtig.
Jetzt ist es ruhig. Die Kinder schlafen.
Ich sitze hier zwischen kleinen Kleidungsstücken für die Kleiderbörse, müde, verschnupft, erschöpft.
Und gleichzeitig so ruhig.
So leicht.
So dankbar.
Für meinen Mann.
Für meine Kinder.
Für dieses Leben, das wir uns gemeinsam aufgebaut haben.
Unperfekt. Echt. Unser.
Mama. Herz. Nacht. 🌙








