Arda Matsyendrasana - Drehsitz - Vakrasana
9. Ardha Matsyendrasana, Drehsitz oder Vakrasana
ist eine sitzende Asana mit vielen Variationen. Diese Asana ist nach dem großen Yogi Matsyendranath benannt.
Der Name kommt aus den Sanskrit Wörtern ardha, was "halb" bedeutet, matsya bedeutet "Fisch", eendra bedeutet "König" und Asana bedeutet "Haltung" oder "Sitz". Der Name Vakrasana stammt aus dem Sanskrit "Vakra" (verdreht oder umgekehrt).
Dies ist eine der wenigen Posen, die die Wirbelsäule dreht. Die meisten verbiegen die Wirbelsäule entweder nach hinten oder nach vorne, aber um wirklich flexibel zu werden, muss sie auch seitlich gedreht werden.
Halte die Wirbelsäule aufrecht, die Schultern unten und atme stetig, verdreht ein wenig mehr jedes Mal, wenn Du ausatmest. Twist zuerst nach links, dann wiederhole es nach rechts.
Drehpositionen geben dem Körper die Chance, Spannungen auszuwringen und richten die Wirbelsäule auf. Noch dazu unterstützen die Verdauung und helfen aufgebaute Abfälle sowie negative Gedanken und Emotionen, die in den Bauch leben zu beseitigen.
Vorteile von Vakrasana:
erhöht die Elastizität der Wirbelsäule
streckt die Muskulatur
wirkt der Steifheit der Wirbel entgegen
lindert Rückenschmerzen und Steifheit zwischen den Wirbeln
massiert die Bauchorgane
verringert Bauchfett auch an den Seiten
lockert die Hüftgelenke
reguliert die Ausschüttung von Galle und Adrenalin
entlastet den Rücken von Spannungen, die Vor- und Rückwärtsbeugen aufgebaut haben könnten
öffnet die Brust und erhöht die Sauerstoffversorgung der Lunge
bringt Frieden
hilft, Nervenstörungen zu heilen
Vorteile für Frauen:
erhöht die Durchblutung an der Beckenregion und schafft somit frisches Blut, Nährstoffe und Sauerstoff, wodurch die Gesundheit der Fortpflanzungsorgane und des Harnsystems verbessert wird
nützlich für die Prävention von Harnwegserkrankungen
hilft bei Menstruationsstörungen
Kontraindikationen:
Rücken- oder Wirbelsäulenverletzung
nicht geeignet bei Schwangerschaft, Ischiasproblemen oder Bandscheibenvorfall, Magengeschwür, Bruch oder Überfunktion der Schilddrüse
Warum wir mit Verdauung kämpfen?
Fast 30% der Weltbevölkerung kämpft mit einer Art von Verdauungsstörung und die Tendenz bei Frauen ist zweieinhalbmal höher als bei Männern. Wie bei vielen gesundheitlichen Problemen, ist das Problem hier nicht so sehr ein Mangel an Verdauung, sondern ist der Stress, der uns dazu bringt, Dinge zu „halten“. Dies ist, wo Yoga, und speziell die Drehhaltungen helfen können.
Es gibt eine Reihe von Gründen, warum wir unsere Nahrung nicht erfolgreich verdauen. Die erste wäre eine unausgewogene Ernährung ohne ausreichende Nährstoffe, nämlich Ballaststoffe. Ein weiterer Grund, und vielleicht noch relevanter ist der schon erwähnte Stress.
Wenn wir gestresst sind, neigen wir dazu den Bauch zu ballen, und dies verlangsamt die Verdauung, was zur Verstopfung führt. Wir kennen vielleicht Fälle von extremer Angst, die zu Durchfall führen. Dazu kommt, dass wir Frauen giftige Beziehung zu unseren Bäuchen entwickelt haben. Wir wünschten, dass sie dünn und getont sind, und hassen sie wenn sie aufgedunsen sind. Das Ergebnis, ist eine unausgewogene, erschöpfte und ungeliebte Verdauungstrakt, die Pflege und Aufmerksamkeit braucht.
Die Wichtigkeit eines gesunden Bauches
Im Ayurveda nennt man unverdaute Nahrung sowie unverdaute Worte, Erfahrungen, Gedanken und Emotionen in unserem Bauch als Ama. Sie sagen, dass Ama die Wurzel aller Krankheiten ist, die Überreste von allem, was in uns noch lebt, und es blockiert unsere Arterien, Geister und Herzen. Dies bedeutet aber auch, dass eine schlechte Verdauung zu vielen anderen medizinischen Problemen (sowohl körperliche als auch geistige) führen kann.
Frauen, die einen Hass auf ihren Bauchbereich entwickelt haben, ignorieren die große Macht, die wir hier halten. Es ist, wo unsere Kreativität, Kraft und Intuition leben, ganz zu schweigen von der Region, die in der Lage ist, Leben zu schaffen.
Diesen Bereich unseres Körpers in erstklassiger Funktionalität zu halten ist wesentlich für uns selbst und auch für unsere zukünftigen Kinder.
Körperlich:
Drehhaltungen ringen buchstäblich die Verdauungsorgane an. Sie beschränken und erfrischen dann den Blutfluss zu unseren wesentlichen Organen, die die wichtigste Rollen in Ausscheidung von Abfällen spielen und zur Steigerung der Immunität beitragen.
Spirituell:
Die Sacral Charka, oder Energie-Zentrum, liegt knapp unter des Bauchnabels, die gleiche Stelle, wo die Wendungen her stammen. Dies ist die Heimat von Emotionen, Kreativität und der Fähigkeit, mit dem Fluss zu gehen.
Das Anzünden des Sakral Chakra heilt diesen Teil des Körpers und ermöglicht uns, die alte, statische Energie, die uns nicht mehr dient freizusetzen und uns stolz, zuversichtlich und mächtig zu fühlen.
Wenn Du seit Jahren mit schlechten Verdauung zu kämpfen hast, kann es an der Zeit sein Dich ernst zu fragen „Warum“?
Drehhaltungen in der Yoga Praxis zu integrieren ist der Weg, um eine gesunde Verdauung zu haben, aber dies muss mit einer Verpflichtung ergänzt werden, LOSLASSEN was auch immer Dich zurückhält.
Hast Du Fragen, Anmerkungen? Schreibe mir, ich freue mich von Dir zu hören, lernen und Dir zu helfen!
Sein. Bewusst sein. Glücklich sein :)
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