Platz 7: Nyss - Dépayser (Progressive Black Metal)
Ich weiĂ nicht genau, was an Nyssâ zweitem Album es ist, das es fĂŒr mich so sehr von anderen Releases aus diesem Genre abhebt. Vielleicht ist es einfach die Tatsache, dass auf âDĂ©payserâ all die Kleinigkeiten, die bei anderen Alben dafĂŒr sorgen, dass sie mich nicht restlos begeistern, eben nicht vorkommen. Unpassende Produktion? Nein, das Album ist unheimlich druckvoll und klar produziert, springt dir mit voller Kraft entgegen und ist doch beinahe zĂ€rtlich zu seinen eigenen Details. 08/15-Black-Metal-Passagen mit schon tausendfach gehörten Gitarrenfiguren? Fehlanzeige, âDĂ©payserâ erfindet zwar das Rad nicht neu, aber gibt sich auch niemals irgendwelchen Klischees oder Genrestandards hin. ĂbermĂ€Ăige KomplexitĂ€t, die zum reinen Selbstzweck verkommt? Auch nicht. Zwar sind die vier Songs zwischen 8 und 14 Minuten alles andere als eingĂ€ngig und entfesseln hin und wieder völliges Chaos, aber immer zu dramaturgisch sinnvollen Punkten und in der richtigen Dosierung. Und so wirkt die Musik auf diesem Album gleichermaĂen perfekt durchgeplant und natĂŒrlich gewachsen, was auch durch die verwirrende Mischung aus Natur und verarbeitetem Metall auf dem Cover reprĂ€sentiert wird. Wenn euch die angesprochenen Punkte auch oft davon abhalten, euch wirklich fĂŒr ein Album zu erwĂ€rmen, könntet ihr mit âDĂ©payserâ sehr glĂŒcklich werden.
Highlights:
Let the Devil In
Bitter Tears and Grave Dirt










