Die Einsamkeit wird erträglich
Für einen Moment war ich still. Ich lag in meinem Bett, ohne großartig nachzudenken, ohne Monologe zu führen, ohne die Stille unterdrücken zu wollen.
Ich hörte das immer lauter werdende piepen in meinen Ohren, welches von dem geraschle meiner Kaninchen unterbrochen wurde.
Ich horchte in mich, doch diesmal war dort kein verlangen. Ich war zufrieden damit, einfach nichts zutun.
Ich war gedanklich weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft. Ich spürte, dass hier ist gerade die Zukunft. Die Zukunft ist das hier und jetzt.
Ich spürte auch ein Bedürfnis nach menschlicher Nähe, doch ich konnte es, anders als sonst, einfach akzeptieren, alleine zu sein.
Es ist okay für mich. Ich weiß, dass da ein paar Personen draußen sind, die mich verstehen. Das ist alles, was es gerade braucht.
Und da dachte ich, wie gut, dass ich vor wenigen Tagen einen Hilferuf startete. Nun weiß ich, auf wen ich zählen kann.