Ein Digitalministerium, Podcasts und das menschliche Genom - Das #bcbn18 am 23. und 24.2. im RĂŒckblick
Das Barcamp Bonn war wieder eine Pflichtveranstaltung mit hohem Unterhaltungswert. Diesmal fand die offene Tagung mit offenen Workshops unter dem Oberthema âBonn bildetâ in den RĂ€umlichkeiten der Hochschule Bonn Rhein-Sieg statt (Fotos 1-4 von der Ausschilderung, der Vorstellung, den RĂ€umlichkeiten und der Sessionplanung). Ich twitterte auch diesmal live von der Konferenz, u.a. fĂŒr meinen Arbeitgeber, die EA European Academy.
Podcasting war ein Schwerpunkt, mit dem sich verschiedene Sessions beschĂ€ftigten. Benjamin OâDaniel fĂŒhrte in das Thema Podcasts ein und stellte sein Content Performance Podcast vor. Gunnar Sohn geht davon aus, dass wissenschaftiche Vorlesungen kĂŒnftig durch Live-Streamings ersetzt werden könnten. Er unterrichtet an der Hochschule Fresenius Wirtschaftsethik und stellte Podcasts seiner Studierenden vor. AuĂerdem erstellte er live vor Ort einen Utopie-Podcast fĂŒr seine Reihe âDer König von Deutschlandâ u.a. mit Christian M. Bartels (Foto 5) und zuletzt mit Timo Stoppacher. In einem Videopodcast unterhielt ich mich dann spĂ€ter selbst mit Hakan Cengiz, der mit mir fĂŒr sein Live-Format Popcorn Lounge ein Interview vor Ort fĂŒhrte.
Karin Krubeck (Foto 6) gab in ihrer kreativen Vorstellung âIch bin nicht Shakiraâ einen persönlichen Einblick in die Entwicklung ihrer Social Media-Strategie in den letzten Jahren. Ihr Gastro-Portal Bonn geht Essen erfreut sich mittlerweile lokal groĂer Beliebtheit. Sie berichtete, dass sich der Redaktionsplan fĂŒr ihre Social Media-KanĂ€le ĂŒber die Jahre deutlich gewandelt habe. Aktuell erhĂ€lt sie mehr Reichweiten ĂŒber ihre AktivitĂ€ten auf Instagram als fĂŒr inhaltlich anspruchsvollere Blogpostings.
Weitere Sessions hatten einen eher wissenschaftlichen Fokus, wie etwa eine von Professorin Antje Krause (TH Bingen), die Einblick in das menschliche Genom und neue Sequenziertechniken gab (Foto 7-8). Neue Methoden und Sequenzierautomaten, die eine DNA-Sequenz zusammensetzen, fĂŒhren zu ethischen Fragen, wie was eigentlich ein Krankheitsgen ist und ob es ein Recht auf Nicht-Wissen gibt? Ein anderer Vortrag beschĂ€ftigte sich mit aktuellen Forschungsarbeiten beim Tracking von FledermĂ€usen.
Mit anderen Teilnehmenden diskutierte ich ĂŒber den Stand der Internetnutzung und der digitalen Wirtschaft in Deutschland im Vergleich zu anderen LĂ€ndern Europas, insbesondere mit Blick auf den D21-Digital-Index oder die Convention in Bonn am 25. und 26. Juni 2018. Dabei wurde auch der verstĂ€ndliche Ruf nach einem eigenen Digitalministerium laut, der auch schon in Fachpublikationen vielfach akzentuiert wird. Besonders gut gefallen hat mir in der Location auch die Bibliothek (Foto 10), die neuerdings auch ein eigenes âLiteratur Kabinettâ beherbergt, das von der deutschen Lyrikerin Karin Hempel-Soos gestiftet wurde. Vielen Dank an die Veranstalter Sascha Foerster und Johannes Mirus von Bonn digital & alle Sponsoren des Barcamps.














