Bazna, Transylvania ©yama-bato
Fortified saxon church of Bazna ,Romania

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Bazna, Transylvania ©yama-bato
Fortified saxon church of Bazna ,Romania

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Bazna, Transylvania ©yama-bato
Sorento villa in Bazna, Romania
Romanian vintage postcard
Jetzt ist ja schon reichlich viel Zeit seit meiner kleinen RumĂ€nien-Reise vergangen, noch immer aber ist mein Bericht von meiner Pauschal-Rundfahrt nach SiebenbĂŒrgen und den Moldau-Klöstern nicht abgeschlossen Vergessen habe ich das Weiterschreiben nicht, nur leider droht solch mĂŒĂige TĂ€tigkeiten, wie eben das Bloggen,  im leider allzu hektischen AlltagsgeschĂ€ft unterzugehen. Traurig, dass dies selbst in der Vorweihnachtszeit, die eigentlich ruhig sein sollte, nicht anders ist.
Wie dem auch sei: Ich nehme mir die Zeit und setzte meinen Bericht fort. Â Hier findest du die vorangegangenen Teile:Â Teil 1, Teil 2, Teil 3
Der Weg fĂŒhrte mich von Biertan aus, noch am gleichen Tag, weiter nach SchĂ€Ăburg (Sighisoara). Die mittelalterliche Altstadt hat sich hier fast vollstĂ€ndig erhalten und wenn man durch die Gassen mit ihren bunten HĂ€usern schlendert, hat man das GefĂŒhl, dass die Zeit stehen geblieben ist.
In der 2. Hilft des 12. Jahrhundert wurde SchĂ€Ăburg  als sechste der sieben Burgen der SiebenbĂŒrger Sachsen gegrĂŒndet.
Kleiner Exkurs zu  den SiebenbĂŒrger âSachsenâ:
Die Ungarn (Magyaren) lieĂen sich schon ab 896 im Karpatenbecken nieder. Schon um 1000 wurden Festungen und BistĂŒmer in SiebenbĂŒrgen gegrĂŒndet. Im 12. und 13. Jahrhundert wurde erst der Deutsche Ritterorden  und dann die SiebenbĂŒrger Sachsen ins Land geholt.
Die Bezeichnung âSachsenâ meint deutsche Siedler im Allgemeinen. Diese waren nĂ€mlich auch schon damals fĂŒr ihren FleiĂ und ihre Arbeitsmoral bekannt, sodass sich die Ungarn wohl dachten, dass solche Siedler prĂ€destiniert dafĂŒr wĂ€ren, dass Land nach diversen ĂberfĂ€llen durch die TĂŒrken wieder aufzubauen und es auf Dauer zu schĂŒtzen.
Diese  âSachsenâ kamen  u.a. aus Luxemburg, Bayern, Franken und dem Mittelrheingebiet. Sie erhielten klassische Adelsrechte in  Wirtschaft, Weinbau, Schweine- und Viehzucht, Abgabenfreiheit sowie Befreiung von der Kriegsumlage.
SpĂ€ter wurde SiebenbĂŒrgen zum weitgehend autonomen Teil des ungarischen Reiches.  âNach der Niederschlagung eines Bauernaufstands 1437 schlossen sich der ungarische Adel, die Sachsen und die Szekler (also die Ungarn, meine Anm.)  zur sog. NationsuniversitĂ€t (fett) zusammen. Die anderen âNationenâ, darunter auch die RumĂ€nen, wurden nur toleriert. Der daraus resultierende Konflikt dauert bis heute an. (Baedeker: RumĂ€nien, 6. Aufl. 2017, S. 48)
Die meisten der SiebenbĂŒrger Sachsen sind mittlerweile nach Deutschland und Ăsterreich aus.
Im SchĂ€Ăburger Stundturm zeigt alle 24 Stunden eine neue Figur den Wochentag an. Hier ist der Göttervater Zeus mit seinem Blitz zu sehen.
FrĂŒher war im Turm auch das Rathaus untergebracht.
Ein Raum im Turm erinnert an Hermann Oberth, einen Pionier der Raumfahrttechnik, der im Jahre 1894 in Sibiu geboren und auch das dortige Gymnasium besucht hatte.
So sieht der Turm von auĂen aus.
In SchĂ€Ăburg soll sogar Dracula geboren worden sein. Historisch gesichert ist das jedoch nicht.
Das vermeintliche Geburtshaus lĂ€sst sich besichtigen. Dort ist nicht nur eine Kneipe untergebracht, sondern auch ein kleines Dracula-Museum. Ein lebendiger Dracula-Darsteller erschrickt dort regelmĂ€Ăig  die Besucher.
NatĂŒrlich gibt es dort auch eine  Reihe von Dracula-Devotionalien zu kaufen.
Die Stadt selbst gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und bietet ein malerisches mittelalterliches Ambiente. Die Zeit scheint hier stehengeblieben zu sein.
Die ĂŒberdachte SchĂŒlertreppe fĂŒhrt erst hinauf zum Gymnasium und dann hinauf zur Bergkirche.
Um diesen Schulweg, bestehend aus 175 Stufen, beneide ich die Kinder jedenfalls nicht.
Das ist der Blick von oben nach unten.
Das Bild zeigt die Bergkirche. Der leicht verwilderte Friedhof zeigt alte Grabsteine mit Inschriften in deutscher Sprache.
Nachdem wir durch SchĂ€Ăburg geschlendert sind, ging es zurĂŒck zur zweiten Ăbernachtung in unserer rustikalen Pension in Bazna (Casa Bazna).  Am Abend wurde uns noch ein weiterer  Programmpunkt, den wohl  alle Reisegruppen, die hier stranden genieĂen dĂŒrfen, geboten,  nĂ€mlich eine Planwagenfahrt zur Kirchenburg ins angrenzende Bonnesdorf (Bolan). Mir hat die gemĂ€chliche Fahrt, die immer von einem kleinen Hund, der die ganze Zeit der Kutsche folgte, begleitet wurde, gut gefallen.
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Die Kirchenburg selbst befand sich in einem unrenovierten Zustand und war ein klassischer âLost Placeâ, der zu allerlei morbid-melancholischen GedankengĂ€nge inspirierte. Dass man dann dort noch ein GlĂ€schen Wein kredenzt bekam, machte diesen Ausflug zu einem perfekten Erlebnis fĂŒr mich.
Fortsetzung folgt!
 In Draculas Reich. Teil 4 Jetzt ist ja schon reichlich viel Zeit seit meiner kleinen RumĂ€nien-Reise vergangen, noch immer aber ist mein Bericht von meiner Pauschal-Rundfahrt nach SiebenbĂŒrgen und den Moldau-Klöstern nicht abgeschlossen Vergessen habe ich das Weiterschreiben nicht, nur leider droht solch mĂŒĂige TĂ€tigkeiten, wie eben das Bloggen,  im leider allzu hektischen AlltagsgeschĂ€ft unterzugehen.
 Wir verlassen Bukarest.
Walachei bei Bukarest
In Richtung SiebenbĂŒrgen wird es hĂŒgeliger!
Aus dem Auto fotografiert.
Nachdem wir Bukarest hinter uns gelassen hatten, was aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nicht so einfach war, ging es durch eintönigste Landschaft zur Grenze zwischen der Walachei und SiebenbĂŒrgen.
Im Olt-Tal, bei einem der Ă€ltesten Klöster RumĂ€niens, machten wir eine kurze Pause. Das Kloster Cozia wurde 1386 vom FĂŒrst Mircea d. Ălteren gegrĂŒndet. Mit seinen Befestigungen diente es nicht nur religiösen Zwecken, sondern vor allem der Sicherung des SĂŒdkarpatenĂŒbergangs.
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Auch heute wird es noch religiös bespielt und ich war von der orthodoxen Pracht mit seiner Bilderflut schier erschlagen.
Die orthodoxen Kirchen sind immer in drei RĂ€ume unterteilt: Vorraum, Gemeinderaum und Altarraum. Letzterer ist durch eine sogenannte Ikonostase verborgen und nur fĂŒr den Priester zugĂ€nglich. ĂuĂerlich sind es Kreuzkuppelbauten, die ihren orientalisch-byzantinischen Architektur-Ursprung deutlich zeigen.
Nach der Besichtigung fuhren  wir weiter in Richtung Hermannstadt, doch nur wenige Kilometer weiter stoppte der Autofahrer vor uns aus unerklĂ€rlichen GrĂŒnden, was unserem Fahrer zu einer Spontanbremsung nötigte, die wiederum dazu fĂŒhrte, dass der Autofahrer hinter uns einen kleinen Auffahrunfall produzierte.
Bei diesem Unfall waren glĂŒcklicherweise mit einem Schreck davon gekommen und auch der Schaden war gering: Er belief sich auf defekte Bremslichter und ein verbogenes Nummernschild.
Ăberhaupt ist der Zustand der rumĂ€nischen StraĂen meist abenteuerlich und  hat mich zeitweise an afrikanische ZustĂ€nde erinnert. Die Fahrt im Kleintransporter war aufgrund von Schlaglöchern und anderen Unwegsamkeiten insgesamt recht beschwerlich.
WĂ€hrend unser Fahrer nun mit der organisatorischen Abwicklung beschĂ€ftigt waren, nutzten wir die Zeit, um uns ein weiteres Kloster anzuschauen,  schlieĂlich war der Unfall direkt vor dessen Einfahrt  passiert. Dies war dann, im Gegensatz zu Cozia, ein Frauenkloster, das die Besonderheit aufwies, dass unterhalb der Klostereinfahrt  Bahnschienen verlegt worden waren. Ein kleines Schild klĂ€rte uns darĂŒber auf, dass es sich dabei um ein historisches Monument handelt.
Am Nachmittag erreichten wir, ohne weitere ZwischenfĂ€lle,  Hermannstadt (Sibiu). Diese Stadt wurde im Zuge der deutschen Ostsiedlung im Jahre 1150 von den âSachsenâ besiedelt. Die Bezeichnung âSachsenâ ist keine ethnische, sondern eine Standes-Aussage, hatten diese nĂ€mlich Adelsrechte inne, waren also weitgehend von steuerlichen Verpflichtungen befreit. Dies erklĂ€rt auch, warum die Zuwanderer, die beispielsweise aus Köln, Trier und LĂŒttich stammten, trotz massiver feindlicher Angriffe, das Gebiet nicht verlassen haben. Die Vorteile ĂŒberwogen gegenĂŒber den Nachteilen.
Das von den SiebenbĂŒrger Sachsen  besiedelte Gebiet wird auch als âsieben StĂŒhleâ bezeichnet. Sieben befestigte StĂ€dte sollten ein Bollwerk gegen die Osmanen bilden.
Hermannstadt ist die Ă€lteste und hat sich ein mittelalterliches Stadtbild bewahrt. 2007 war die Stadt Kulturhauptstadt. Es macht SpaĂ durch die StraĂen zu schlendern, die â anders als in Polen â gleichwohl mit rumĂ€nischen wie auch mit deutschen Beschriftungen ausgestattet sind.
Heim fĂŒr Wandergesellen
 Dies ist die Evangelische Stadtpfarrkirche.
Hier hat mich vor allem diese lustige Grabplatte mit der lateinischen Aufschrift  âHeute ich, morgen du!â beeindruckt.
AuĂerhalb der Altstadt  gibt es  noch  eine orthodoxe Kathedrale zu  ehen. Danach fuhren wir in Richtung Bazna weite, wo wir zwei NĂ€chte logierten.
  Fortsetzung folgt!
In Draculas Reich. Teil 2 Nachdem wir Bukarest hinter uns gelassen hatten, was aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nicht so einfach war, ging es durch eintönigste Landschaft zur Grenze zwischen der Walachei und SiebenbĂŒrgen.

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