Die SPD beendet die umstrittene „Senats-Jagd“
Kein „Halali“ mehr im Namen der Stadt! Die Senats-Jagd am 11. November, bei der „Großkopferte“ auf Rehe und Wildschweine ballerten, wird vorerst die letzte gewesen sein. Die SPD beantragt, dass der Senat seine Schirmherrschaft abgibt.
Hamburgs Wirtschaftssenatoren pflegten die zweifelhafte Tradition seit Jahren: Bosse aus Politik, Wirtschaft und Diplomatie wurden zur Jagd in den Hamburger Staatsforst Alt-Erfrade (Kreis Segeberg) geladen. Aus Gründen der „Kontaktpflege“ wurde dort auf Damhirsche, Rehe oder Wildschweine geschossen. Termin und Gästeliste? Geheim. Zu groß die Angst vor Tierschützern.
Die MOPO aber deckte das Treiben auf, war vor Ort, als Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) oder Kaffeekönig Albert Darboven fette Beute machten. Der Artikel sorgte für große Empörung.
Die Grünen beantragten für die Bürgerschaftssitzung am Donnerstag ein Ende des „Halali“.Die Senatsjagd solle abgeschafft werden. Und die Chancen stehen gut: Denn die SPD schließt sich mit einem Zusatzantrag der Forderung an – verweist dabei kritisch darauf, dass es die Jagd auch unter Schwarz-Grün bereits gegeben habe. „Gleichwohl sollten künftig erforderliche Jagdtätigkeiten der Revierförsterei Alt-Erfrade als allein fachliche Aufgabe und nicht als sogenannte ,Senats-Jagd‘ stattfinden.“
Quelle: Die SPD beendet die umstrittene „Senats-Jagd“.
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