2 Uhr nachts- neuer Blog
Tja, wie beginnt man wohl seinen ersten Eintrag am besten? Keine Ahnung. Auf die Idee kam ich sowieso nur wegen Awkward, der Serie, aber das nur am Rande. Heute...oder vielmehr gestern, war wirklich ein scheiß Tag. Alles hat ja schon damit angefangen, dass ich fast zu spät aufgestanden wäre, aber das ging dann doch noch gut. Beim Frühstück gab es allerdings direkt wieder Zoff mit meiner Muttter. Warum? Weil ich nicht mit meinem Bruder am Vortag Mathe gelernt hab. Aber wer kommt denn bitte auf die Idee, beim spazieren gehen Mathe zu lernen?! ja okay, ich WOLLTE mit ihm lernen, aber doch nicht so. Außerdem ist das auch immer nur eine spontan Idee und am nächsten Tag bereu’ ich es, den Mund aufgemacht zu haben. Aber egal. Nach dem kleinen Streit bin ich also los, unmotiviert, mit Angst und naja. Das übliche vor einer Mathearbeit. Da hilft der Spruch: Konzentrier dich und hab mal den Wille etwas zu können, von meiner Mutter auch nicht. Ist im Übrigen ein wirklich guter Motivator- nicht. Die Arbeit war dann auch noch beschissener als gedacht. Ich hoffe ja noch auf 1 Punkt. Aus Mitleid oder wegen den Ansätzen bei den Aufgaben die ich angefangen hab...Naja, is halt scheiße gelaufen. Nach der Arbeit gings Heim und dann entschied ich, nicht in Sport zu gehen- wegen Bauchschmerzen. Ich hasse diese Schmerzen, schließlich wollte ich wirklich gehen. Aber gut, stattdessen gabs wieder eine Schuldzuweisung meiner Mutter, dass ich ihren ganzen Tagesrhytmus zerstört hätte, weil sie mich zu Sport gefahren hätte. Wie auch immer,bin dann schlafen gegangen weil auch noch Kopfschmerzen hinzukamen. Sehr viel mehr hab ich dann auch nichtmehr mit jemanden geredet... Hab Awkward weiter geschaut - Jake ist echt verdammt süß- und bin dann abends noch zu dem Vorbereitungstreffen für die KiBiTa gegangen. Da heut Dienstag ist, wollte ich eigentlich mit meiner Mutter einen Film schauen, aber tja, da hat mein Bruder dazwischengefunkt. Er wollte unbedingt den Brennpunkt schauen und ich sollte später nach ‘nem Film schauen... Ich hasse es. Er ist keine 5 Minuten zuhause und schon geht alles nach seiner Nase und jeder gibt ihm recht. Aber natürlich wollte meine Mutter dann auch plötzlich den Brennpunkt schauen und gab ihm recht- ich hätte das natürlich wissen müssen das sie sowas immer schaut. Aber wozu? Die Menschen in Brüssel haben mein vollstes Mitgefühl und der Terror ist grausam, aber das erfahr ich auch aus den normalen Nachrichten, da brauch ich nicht noch ‘nen Brennpunkt. Wie auch immer, ab da hieß es wieder, die Schwester/Tochter ist unerwünscht und was sie will...interessiert eh keinen. Wie immer. Was meine Freunde angeht... Naja. Eine hat ein ziemlich nerviges Problem namens Freund...Und ich weiß einfach nichtmehr, was ich ihr raten soll, weil eh alles ignoriert wird. Aber gut, dann hör ich eben nur zu. Das machen schließlich Freunde. Aber sie muss sich um ihn kümmern und ihm mal sagen, was Sache ist...Es tut ihr nicht gut, ihm hinterherzulaufen un dich mach mir Sorgen um sie. Er macht sie fertig. Meine andere Freundin...Naja, was soll ich sagen? Ich versteh nicht, wieso wir uns nichtmehr sogut verstehen. Bzw warum sie mich einfach nichtmehr kennt. Warum sie nicht für mich da ist... Ich hab ihr heute geschrieben, dass ich einfach nichtmehr will. Sie hat gefragt was und ich hab geantwortet Schule,Familie, Zuhause,..alles. Aber statt nachzufragen Warum, was denn los ist..kam nichts, außer: Komm zu mir ich hab Weintrauben. Na, das hilft mir. Danke für den Rat. Sie fragt nie nach... Ich will doch einfach nur einmal, dass sie fragt was eigentlich mit mir los ist. Aber sie fragt nicht. Nie. Und ich kann es nicht einfach so sagen und in den Raum werfen. Aber sie kennt mich...dachte ich. Vielleicht lieg ich falsch...Inzwischen kennt mich wohl keiner mehr, nichtmal ich mich selbst. Ich weiß nur, dass ich nichtmehr will- weil alles so unglaublich anstrengend ist, ich die Schmerzen nichtmehr ertragen will und mich meine Ängste und Panikattacken an mein Zimmer ketten. Jeder Einkauf ist schwierig, jedes Treffen mit Freunden ist anstrengend, von der Schule garnicht zu reden. Ich will eigentlich soviel erleben, aber ich kann verdammt nochmal nicht. Ich will hier raus, ich will hier weg- aber ich kann nicht. Ich will mich wieder schneiden. Ich will wieder das Blut über meine Arme und Beine laufen sehen und neue Narben haben- aber ich will es nicht erklären müssen. Ich bin fertig, und mir fehlt ein Grund, weiterzuleben.












