Wöchentlich verhandeln Performances, Konzerte und Vorträge bei freiem Eintritt, was in der Regel ausgeschlossen, unbeliebt oder unsichtbar bleibt ‑ künstlerisch wie gesellschaftlich.
“Das ist keine Kunst, das ist Dreck!”, soll eine Wiener Bürgerin geschrien haben und Christoph Schlingensief ihres Landes verweisen wollen, der “Ausländer raus!” auf einen Container geschrieben und dort eine Casting Show für Asylanten inszeniert hatte. Wenn Kultur der Ort ist, an dem festgelegt wird, was als wertvoll gilt, das Feld, in dem Traditionen gebildet werden, dann ist Dreck ein wichtiges Thema für die Kunst.
DRECK: EIN APPARAT versammelt ein Kollektiv aus menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren auf Zeit in einer Rauminstallation von Thorsten Eibeler im Heizhaus der Uferstudios.
Immer Donnerstags kommt bei den Leftovers-Dinners auf den Tisch, was für den Abfall bestimmt war. Wir steigen in staubige Archive, verfolgen hygienische Blasen und reden über Sex.
Musiker verstärken für die Konzertreihe der Musical Thursdays den Sound von Materie, wöchentliche Lectures informieren uns über Neuen Materialismus und die Vorstellung, dass Materie nicht passiv und durch Einschreibungen aktiviert wird, sondern per se aktiv ist, Prozess, immer in Bewegung.
Jeden Freitag ist Open House und die KünstlerInnen laden zu Performances, Gesprächen und Studiobesuch.
Uferstudios Berlin, bis 11.07.2015
http://www.dreck-apparatus.de/