Gelassen vor die Klasse #4
Hat der alte Meister sich doch einmal wegbegeben…
Ähnlich schwierig wie ein Lied vorsingen ist auch das Gedichtaufsagen. Die Angst vor einem Blackout ist oft groß. Wir haben fünf Tipps, wie man Gedichte am besten lernt, um nicht sprachlos vor der Klasse zu stehen.
Die Lückenmethode
Bei der Lückenmethode wird das Gedicht auf einen oder verteilt auf mehrere große Zettel kopiert und an einer gut sichtbaren Stelle in der Wohnung aufgehangen, z.B. an der Badezimmertür oder den Kühlschrank. Jeden Tag wird das Gedicht vorgelesen und danach ein Wort mit einem anderen Zettel überklebt. Im Gedicht entstehen so Lücken, die man beim Aufsagen füllen muss. So lässt sich das Gedächtnis trainieren und das Gedicht lernt sich fast von allein.
In Bewegung setzen
Statt still zu sitzen und die Wörter in gebückter Haltung zu lernen, kann es sich auch lohnen einmal aufzustehen. Nehmt den Zettel mit dem Gedicht in die Hände, sagt es laut auf und lauft dabei durch den Raum. Das kann auch im Rhythmus des Gedichtes erfolgen. Wer sich sportlicher betätigen will, der bewegt beim Laufen die Hände mit dem Zettel in Form einer liegenden Acht vor dem Körper. Das hilft, beide Gehirnhälften beim Lernen zu aktivieren.
Visualisieren
Beim Lesen eines Gedichtes entstehen unwillkürlich Bilder vor dem inneren Auge. Warum das nicht fürs Lernen nutzen? Zu jeder Strophe oder Zeile kann man sich ein Bild aufmalen und beim Aufsagen vor sich hinlegen. Die Verbindung der Bilder zum Inhalt des Gedichtes lässt einen die Reihenfolge der Zeilen sicher nicht vergessen.
Singen
Ja, auch das geht. Gedichte folgen immer einem bestimmten Versmaß und haben damit auch einen Rhythmus. Wenn man den einmal erkannt hat, klingt das Gedicht gleich ganz anders und vor allem: harmonisch. Wird es beim Sprechen/Singen unharmonisch weiss man, dass man nicht ganz richtig liegt. Wer sich traut, kann den Text des Gedichtes auch rappen.
Aufschreiben!
Mündliche Wiederholung ist nicht für jeden was – viele lernen besser durch Aufschreiben. Und das geht auch bei Gedichten. Dabei muss nicht jede Abschrift immer gleich aussehen. Hier kann man der Kreativität freien Lauf lassen und das Gedicht beispielsweise in Schönschrift oder mit bunten Stiften zu Papier bringen.
















