Die letzte Woche fühlte ich mir mich gefesselt, eingesperrt, verloren. Ich musste immer wieder an sie denken. Das war abzusehen. Ich hab mich so in Arbeit und den Kontakt mit anderen Menschen gestürzt, dass ich meine Gefühle nicht spürte. Nichts zu spüren tat echt gut. Jetzt, habe ich Zeit mich damit auseinander zu setzen. Mit dieser Angst, der Ungewissheit, der Wut, die sich gegen alles richtet und schlussendlich immer wieder auf mich fällt. Vermutlich komme ich deshalb morgens nicht aus dem Bett. Ich war es mir nicht Wert, morgens aufzustehen. Ich hasste mich. Schuldgefühle sind bei mir immer so eine Sache. Sie sind mir bewusst und im gleichen Moment finde ich dann Rechtfertigungen, damit ich, vor mir selbst nicht als Monster da stehe, das ich nun mal in der Beziehung war. Ich will mit ihr nicht mehr zusammen sein. Oh nein. Ich war gewisserweise froh darüber, dass sie sich getrennt hat und von ihr der Impuls kam die Beziehung zu beenden. Auch wenn der Auslöser für mich immer noch sehr ungerechtfertigt ist. Ich hätte sie niemals betrogen. Obwohl ich daran dachte. Aber ich kann nicht als Arschloch dastehen. Ich werde ab morgen anfangen früh aufzustehen. Wenn ich nämlich bis mittags schlafe, sehe ich keine Sinn darin, in irgendeiner Form produktiv zu sein. Es ist aber gut sich so zu fühlen, das erkennt meist nur später. Meinen eigenen Weg zu gehen wird sich gut anfühlen. Ich liebe mein Leben, beziehungsweise das Potenzial, das ich habe. Ich muss nur immer am Ball bleiben und mich nicht von so trivialen Sachen wie Geld oder Ängsten leiten lassen. Ich hoffe, dass ich mir vergeben kann und es bei der nächsten Freundin besser machen, anstatt eine Beziehung zu führen in der man nur ist, um sich selbst nicht aushalten zu müssen. Das war ein großer Fehler. Zum Ende der Beziehung hab ich sie nicht mehr geliebt, ich weis nicht ob da jemals so etwas wie Liebe existiert hat. Oder ob es nur der Versuch war, die Leere in meiner Gefühlswelt zu füllen. Sich selbst aufzuwerten, weil man es selbst nicht geschafft hat, sich die Liebe zu geben die man braucht. Der Weg schien gestern noch ausweglos, aber egal wie tief man liegt, es gibt immer einen Weg hinaus, aus dem dunklen kleinen Gefängnis, das man sich gebaut hat. Die Tür deiner Zelle geht nur von innen auf. Kein Anderer macht das für dich.