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Homecoming
https://www.youtube.com/watch?v=NJIjvOdhx9o
I know my kingdom awaits, and theyâre forgiving my mistakes. Iâm coming home, Iâm coming home. Tell the world that Iâm coming home.
Hallo meine Lieben! Ich dachte, ich lasse euch mal wieder ein wenig an meinen GedankengĂ€ngen teilhaben und konserviere, wie ich mich fĂŒhle, jetzt, wo ich mich morgen auf den Heimweg mache. Ich weiĂ im Moment noch nicht mal genau, was ich in diesen Post reinschreiben möchte, aber das ergibt sich fĂŒr mich oft sowieso erst wĂ€hrend des Tippens.
Viele von euch haben gefragt, wie es mir im Moment geht. Hm. Schwer zu sagen, um ehrlich zu sein. Freue ich mich auf Deutschland oder will ich gar nicht mehr weg? Die Antwort ist wirklich nicht einfach, nicht nur schwierig fĂŒr euch zu verstehen, sondern auch fĂŒr mich zu formulieren. Auf der einen Seite freue ich mich tierisch, euch alle wiederzusehen; meine Familie und Freunde. Obwohl ich hier in Uruguay eine zweite Familie und selbstverstĂ€ndlich auch Freunde gefunden habe, gibt es niemanden und wird es auch niemanden geben, der euch ersetzen kann. Auch Uruguay ist fĂŒr mich auf jeden Fall eine zweite Heimat geworden, aber nichts wird fĂŒr mich je so âZu Hauseâ sein, wie Deutschland. Ich will hier nicht den letzten Post wiederholen, aber ich denke, dass wir durch unser heutiges Leben â in einer Welt, die ĂŒber das Internet verbunden ist, deren MĂ€rkte international sind, in der Religion und Familie in den Hintergrund rĂŒckt â uns manchmal nicht klar ist, wie kulturell geprĂ€gt wir trotz alledem sind. Ja, mir geht es gut hier, ich habe hier Freunde, die Schule gefĂ€llt mir, mein Spanisch ist gut... Aber es ist nie Deutschland und wird es auch nie sein â die Stadt, in der ich aufgewachsen bin, meiner Kindergartenfreunde, meine kunterbunte Familie, meine MutterspracheâŠ
Auf der anderen Seite möchte ich aber nicht, dass mein Austauschjahr endet, aus dem Grund, dass das etwas ist, in das ich nie zurĂŒckkehren kann â natĂŒrlich werde ich frĂŒher oder spĂ€ter zurĂŒck fliegen und meine Gastfamilie und die Leute hier besuchen, das wird dann aber Urlaub sein, und eben kein Leben.
Ich kann wirklich von mir sagen, dass dieses Jahr eines der wichtigsten in meinem bisherigen Leben war. Ich weiĂ nicht, ob jemand von euch schon mal in dieser Situation war, aber man denkt immer, man weiĂ selbst ganz gut, wer man ist, wo sein Platz in der Welt ist, hat sich ĂŒber Jahre ein Umfeld, einen Ruf und ein Zuhause aufgebaut, und von einem Tag auf den anderen wird einem das alles weggenommen â in gewisser Weise ist es, wie neugeboren zu werden: Du kommst an einem Ort an, sehr weit weg von allem was du kennst, du kannst dich nicht ausdrĂŒcken, verstehst keinen und keiner versteht dich, du bist nicht vertraut mit der Kultur, den Traditionen, deinem âZuhauseâ, hast keine Freunde und kennst die Leute, die fĂŒr dich eine Familie sein sollen, nicht.
Und was dann passiert, ist, dass man sich fragt, wer man ist. Ich denke, wir definieren uns sehr bis komplett â und unbewusst - durch unser Umfeld: Durch das, was unsere Freunde ĂŒber uns sagen, durch die Beziehung zu unserer Familie, unsere Kultur, unsere Vergangenheit, unsere Sprache,  die Sicht anderer, durch unseren Ruf, unsere Noten, durch Komplimente, Feedback, Errungenschaften, Erfolge, Siege, Talente⊠Die Mischung all dieser Dinge wird zu unserer Persönlichkeit: die Dinge, durch und an denen wir uns orientieren und definieren.
Wenn dir all dieses jedoch schlagartig genommen wird, wenn wir uns an einem Ort wiederfinden, an dem niemand diese Dinge ĂŒber uns weiĂ und an dem sie auch niemanden interessieren, dann stellt sich die Frage, was von uns ĂŒbrig bleibt. Und das ist weniger als erwartet.
Wenn man sich mal ein Jahr âPauseâ nimmt, weg von allem und jedem, was man kennt, und in gewisser Weise auch von seiner Selbst, weg von Alltagsstress, Zukunftsangst und Verantwortungen, dann verbringt man sehr viel Zeit mit Nachdenken. In diesem Jahr habe ich wahrscheinlich mehr nachgedacht als in meinem bisherigen Leben, und zumindest fĂŒr mich war dieser Prozess in drei Phasen unterteilt.
Die erste Phase dieses Nachdenkens ist wahrscheinlich, sich zu ĂŒberlegen, wer man ĂŒberhaupt ist. Man reflektiert sein Verhalten, seine Gedanken und seine Taten und zieht daraus RĂŒckschlĂŒsse. Ich fand es unglaublich, wie objektiv man sich selbst reflektieren kann, sobald man ânicht mehr drin stecktâ, weil man lange von Dingen abgeschottet ist, die einem zu dem gemacht haben. Wir stecken in der Mitte und das verzerrt unsere Sicht; Reflektion geht nur von auĂen. Diese âPhaseâ hat ca. 4 Monate gebraucht und war ziemlich anstrengend und verwirrend.
Nach dieser Zeit der Reflektion begann eine Zeit der Selbstkritik. Nachdem ich halbwegs aussortiert hatte, wer ich bin, habe ich darĂŒber nachgedacht, wer ich gerne sein wĂŒrde. Ich habe mein Verhalten auf kritischste Weise reflektiert, darĂŒber nachgedacht, wie viel und was ich falsch mache und  was mich an meinen CharakterzĂŒgen stört. Die âerste Phase der Reflektionâ war vielleicht verwirrend, aber die Phase der Selbstkritik ist hart. Weil ich mich zum ersten Mal in meinem Leben selbst gesehen habe und Zeit hatte, gewisse Verhaltensweisen und Eigenschaften zu analysieren, darĂŒber nachzudenken, was sie fĂŒr mich bedeuten und vor allem darĂŒber nachzudenken, ob ich dieser Mensch sein will. Kritik, die ich nie verstanden habe oder zumindest nie eingesehen habe oder auch nicht einsehen wollte, hat plötzlich Sinn ergeben. Ich habe gemerkt, dass ich in vielerlei Hinsicht nicht unbedingt der Mensch bin und mich nicht so verhalte, wie ich es fĂŒr richtig halte und welcher Mensch ich gerne sein wĂŒrde, es aber nicht bin. Das hat ungefĂ€hr zwei bis drei Monate gedauert und das wĂŒrde ich als Tief meines Jahres bezeichnen.
Danach begann ich, mir ein paar Gedanken ĂŒber VerĂ€nderung, Wege und Ziele zu machen. Ab diesem Zeitpunkt ging es fĂŒr mich bergauf, da mir das Perspektive gab. Ich habe darĂŒber nachgedacht, ob und wie VerĂ€nderung möglich ist, Ziele gesetzt, Wege gesucht, VorsĂ€tze aufgestellt⊠Das war ca. die Zeit, in der ich nach Artigas gezogen bin, es war einfach ein dringend benötigter, frischer Start. Seitdem ging es fĂŒr mich bergauf, aus mehreren GrĂŒnden. Ich verstehe mich wirklich gut mit meiner Familie hier und habe mich hier gut eingelebt, habe mich immer mehr an die sĂŒdamerikanische Kultur angepasst und Dinge aus ganz neuen Blickwinkeln sehen gelernt.
Morgen geht es fĂŒr mich schon auf zum Flughafen und das war es dann wohl mit meinem Austauschjahr â damit beginnt fĂŒr mich mein neues altes Leben. Ich freue mich schon wirklich darauf, euch wiederzusehen, Zeit mit euch zu verbringen und euch wieder kennenzulernen; ich bin sicherlich nicht die einzige, die sich wĂ€hrend dieses Jahres verĂ€ndert hat.
Das hier wird mein letzter Blogpost aus SĂŒdamerika sein, ich habe aber darĂŒber nachgedacht, dass ich diesen Blog gerne weiterfĂŒhren möchte â mit Fotos, Geschichten, Gedanken, Reiseberichten.. es wĂŒrde mich also wirklich freuen, wenn ihr ab und zu noch hier vorbei schauen möchtet!
Ich mache mich jetzt wieder ans Packen und ans Verabschieden, werde die letzte âruhigeâ Zeit hier noch genieĂen, bis es dann auf in die Heimat geht.
Ich möchte mich ganz ganz herzlich bei euch allen Bedanken â FĂŒrâs Lesen, fĂŒr Feedback, fĂŒr euer Interesse, eure netten Worte, eure UnterstĂŒtzung und eure Zuneigung. Ihr alle wart und seid ein Teil meines Austauschjahres und damit auch fĂŒr immer ein Teil von mir.
Jetzt geht also das Jahr zu Ende und damit geht es sozusagen in âPhase vierâ: Das Umsetzen. Ich blicke meiner RĂŒckkehr mit groĂer Freude und einer Menge PositivitĂ€t entgegen, aber auch mit etwas Angst und Unsicherheit, wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt. Denn jetzt geht es um den wirklich schwierigen Teil; all die Dinge, ĂŒber die ich mir Gedanken gemacht habe und die ich mir vorgenommen habe, umzusetzen.
Insofern ist dieser Post ein bisschen Vorbereitung fĂŒr euch und gleichzeitig auch eine Bitte um VerstĂ€ndnis â ich bin nicht mehr zu hundert Prozent die Person, die ich mal war, und ihr seid das auch nicht. Es wird sicher nicht einfach werden fĂŒr mich, im alten Umfeld nicht sofort wieder in alte Gewohnheiten zu verfallen und es wird bestimmt eine Weile dauern, uns (neu) kennenzulernen.
Ich habe Lust darauf, euch neu kennenzulernen und in manchen Punkten neu zu beginnen. Ihr auch?
Bis bald â Kuss und Schluss! Eure Merit x
Dies ist nicht das Ende. Es ist nicht einmal der Anfang vom Ende. Aber es ist, vielleicht, das Ende des Anfangs.
- W. Churchill
Von Kultur, Privileg und dem Vermissen
Hey ihr! Na, alles gut? Den Sommer am genieĂen? Das will ich zumindest hoffen, denn hier ist es super kalt, wir sitzen praktisch den ganzen Tag vorm Kamin, Temperaturen erreichen null Grad. Brrrrrr. Dieser Post wird etwas lĂ€nger und ist auch mehr Gedankensalat als spannender Bericht oder wichtiges Update - falls ihr darauf keine Lust habt, könnt ihr den getrost ĂŒberspringen.
Hier bei mir ist alles soweit gut, es ist nur einfach unglaublich wie schnell 11 Monate rumgehen können - Samstag in 3 Wochen geht mein Flug. Ich kann das ganze eigentlich noch ĂŒberhaupt nicht glauben oder realisiere wirklich, was es heiĂen wird, wieder zusammen zu packen und hier alles zurĂŒckzulassen. Im Moment passiert aber etwas komisches - ich freue mich zumindest im Moment wirklich auf die RĂŒckkehr. Ich meine, wer weiĂ wie es aussieht, wenn ich ins Flugzeug steige oder wenn ich dann ein paar Wochen wieder in Deutschland bin, und ich liebe Uruguay auch wirklich sehr und mir geht es hier total gut, aber 11 Monate sind schon eine lange Zeit. Es ist schon ironisch, denn so gut wie das ganze Jahr ĂŒber habe ich nicht wirklich schlimmes Heimweh gehabt oder darĂŒber nachgedacht, was ich hier in Uruguay vermisse, worauf ich mich in Deutschland freue und so weiter - einfach aus dem Grund, dass ich mir gedacht habe, dass es mich hier nicht weiterbringt, dass es nur Heimweh bringt und auch einfach nirgendwo zu fĂŒhrt; aber jetzt, wo die RĂŒckkehr schon so nah ist, denke ich mehr darĂŒber nach und freue mich wirklich wieder auf Deuschland - und teilweise auf die kuriosesten Dinge, von denen ich nie gedacht hatte, diese mal zu vermissen. Um das mal festzuhalten und euch zu zeigen, was in einem vorgeht, wenn man mal ein Jahr lang nicht in Deutschland war, habe ich beschlossen, hier mal eine Liste anzufertigen, mit Dingen, die ich vermisse. (An erster Stelle steht natĂŒrlich meine Familie, Freunde, meine Katze, Nutella etc., aber das wisst ihr ja hoffentlich sowieso und der Post hier soll mehr Witz als Kitsch sein, weiste Bescheid.) 1: Mein Bettchen. Auch wenn mein Bett hier auch gemĂŒtlich ist, geht nichts ĂŒber ein groĂes Bett mit tausend Kissen und Decken. 2: Zum Zahnarzt gehen. Wahrscheinlich das skurrilste und unnachvollziehbarste auf dieser Liste, aber so 'ne richtig geile Prophylaxe wĂ€re schon mal wieder was. 3: GEWĂRZE und Essen, das nach etwas schmeckt! Uruguay kennt genau 3 GewĂŒrze: Salz, Ăl und Mayonnaise (Ja, ich zĂ€hle Mayonnaise mittlerweile als GewĂŒrz - wĂ€rt ihr hier, wĂŒrdet ihr das verstehen.) 4: Gutes deutsches Brot (wann habe ich zuletzt Brot gegessen, dass kein weiĂes Weizenbrot war...?), KĂ€se mit Geschmack (der hier schmeckt nach Plastik. Und ist schneeweiĂ???), echte FruchtsĂ€fte (nicht aus Pulver...), vegetarische Alternativprodukte (ich habe hier mal "Sojaschnitzel" gekauft - staubtrocken, steinhart, geschmackslos.), Weingummis, Bier (das nicht nach Pisse schmeckt - sorry Uruguay :D), ... 5: Bahn fahren. Und das, obwohl die KVB wahrscheinlich einen Affen die StraĂenbahnen timen lassen könnte und die ZĂŒge wahrscheinlich sogar pĂŒnktlicher kommen wĂŒrden. StraĂenbahn fahren hat einfach was. 6: DrogeriemĂ€rkte. Die gibt's hier einfach nicht, hier bekommt man Kosmetika und Hygieneartikel nur in der Apotheke, was irgendwie einfach nicht cool ist. Hurra, DM! 7: Deutsche BĂŒcher lesen. Obwohl mein Spanisch gut ist und ich hier auch auf Spanisch lese, kann man sich meiner Meinung nach nicht so gut in ein Buch reinversetzen. Richtige BĂŒcher zum Abschalten sind schon schön. 8: Guter Kaffee. Kein Nestle KrĂŒmelkaffee. Richtiger Filterkaffee. God bless. 9: Deutsche Unfreundlichkeit. Auch wenn ich die offene, fröhliche Art hier wirklich schĂ€tze - jeden einzelnen Menschen im Supermarkt (inklusive dem Weg dahin) grĂŒĂen zu mĂŒssen und nach seinem Befinden zu fragen, ist einfach unnötig, die Antwort ist nie ehrlich gemeint und interessiert auch niemanden. Zumindest mich nicht, sorry. 10: BademĂ€ntel. Hier kennt man die Dinger irgendwie nicht, obwohl sie das Weltbeste sind :( 11: Parties und Clubs, die nicht erst um halb vier morgens beginnen. Wieso? Wieso kann man nicht einfach um 11 anfangen zu feiern??? 12: Deutsche PĂŒnktlichkeit. Ich weiĂ, dass ich nicht immer die pĂŒnktlichste Person bin und ich habe auch VerstĂ€ndnis dafĂŒr, wenn jemand sich mal verspĂ€tet, aber wenn du mich um 9 Uhr zu deinem Geburtstag einlĂ€dst, dann bin ich auch um 9 da, dann rechne ich nicht damit, dass du um 10 bei deinem Frisörtermin bist und kein Gast vor 11:30 erwĂŒnscht ist. PĂŒnktlichkeit bedeutet hier in Uruguay, anhand der Art der Veranstaltung, dem Gastgeber und den GĂ€sten abzuschĂ€tzen, wie viel zu spĂ€t man erscheinen soll. 13: Gute Musik. Ob Jazz, Rock, Rap, auf Englisch, Deutsch, Französisch... ist mir wirklich wurscht. Einfach bitte nur kein Cumbia mehr. Es hört sich alles gleich an, jedes einzelne Lied! (Vieles davon ist nicht 100% ernst oder als Angriff gemeint - es gibt bestimmt mindestens genauso viel, was ich an Uruguay vermissen werde, und wenn ich Zeit und Lust dazu habe, werde ich dazu vielleicht auch einen Post machen.)
Was ich hiermit sagen will: Wir haben mehr Kultur als wir denken, was mir nicht in solchem MaĂ klar war. Manchmal muss man weit weg gehen, um sowas zu begreifen. Kultur ist nicht nur deutsche Hausmannskost, religiöse Feiertage und das Oktoberfest. Auch sind gewisse Dinge, angefangen bei Vollkornbrot, ĂŒber BademĂ€ntel bis zu StraĂenbahnen, nicht selbstverstĂ€ndlich und wir sollten solche Dinge mehr wertschĂ€tzen. Jetzt werden sich bestimmt viele denken: âAch wirklich, Merit? Wasâte nich sagst. Sehr geistreicher Beitrag, wer hĂ€ttâ gedacht dass ein winziges Land in Lateinamerika, das nach mancher Definition noch zur Dritten Welt gehört, nicht so hochmodern und westlich-kulturiert wie Deutschland sein wĂŒrde? Du willst uns jetzt erzĂ€hlen, dass wir als weiĂe WesteuropĂ€er in einem der mĂ€chtigsten LĂ€nder der Welt priviligiert sind? Wow.â - und natĂŒrlich habe ich mir dasselbe gedacht, so einfach ist das aber nicht. Ich hatte mich in vielerlei Hinsicht auf andere VerhĂ€ltnisse und ZustĂ€nde eingestellt und mir Uruguay deutlich unterentwickelter vorgestellt, als es ist - ich hatte am Anfang ĂŒberhaupt keinen Kulturschock, eher im Gegenteil. Ich war verwundert, wie Ă€hnlich es Deutschland ist und in vielen Punkten in nichts zurĂŒcksteht, manchmal sogar fortschrittlicher ist. Ich glaube, ich habe erst nach ca. zwei Monaten gemerkt, was Privileg heiĂt und inwiefern das nicht unbedingt offensichtlich ist.
Und gerade deswegen denke ich, dass das Austauschjahr so wichtig ist, und NICHT durch Reisen, Urlaub oder Work-and-Travel ersetzt werden kann. Beim Reisen hat so vieles an fĂŒr uns alltĂ€glichen Produkten dabei - ob Technik, Hygieneartikel, Medikamente... - das einem nicht auffĂ€llt, wie schwierig es ist, solche Dinge hier zu besorgen und wie unĂŒblich hier vieles ist, was einem den Alltag erleichtert, beziehungsweise wie viel hier die einfachsten Dinge kosten. Auch bekommt man beim Reisen keinen so intesiven Einblick in Dinge wie das Gesundheits- und Bildungssystem, wie hier die Banken und öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren, wie viel die Menschen arbeiten und verdienen, wie es hier mit Produktvielfalt und Variation im ökonomischen Bereich, der Alltag, wie die Leute in Dörfern im Durchschnitt leben, welche Rolle Religion, Politik und der Staat spielen...
Ich bin dankbar, diese Erfahrung machen zu können und in einer Position zu sein - familiÀr sowie finanziell - die mir so etwas ermöglicht.
So, ich denke jetzt reicht es mal fĂŒr diesen Post. Morgen kommt ein anderer deutscher AustauschschĂŒler nach Artigas, mit dem ich tagsĂŒber wohl etwas unternehmen werde und am Freitags geht es frĂŒhmorgens los nach Gramado, Rio Grande do Sul, Brasilien - dort werden wir anlĂ€sslich des 17ten Geburtstag meiner Gastschwester InĂ©s das Wochenende mit Familie und Freunden verbringen, Fotos werden natĂŒrlich gemacht! Oh, und morgen soll der kĂ€lteste Tag des Jahres kommen - minus zwei Grad. Geil. Nicht. Also bis denne - genieĂt die sommerlichen Temperaturen, eure Erste Welt Privilegien und Graubrot mit Gauda oder Nutella im Gedenken an mich - Wir sehen uns in drei Wochen! Alles Liebe, Merit x
Buenos Aires
Hey! Jetzt hier die Fotos aus Buenos Aires. Ich habe ca. 300 Fotos gemacht und liebe jedes einzelne- auszusuchen, welche ich euch zeige, war nicht einfach.
Deswegen habe ich die ein oder andere Collage gebastelt, was zwar nicht einfach war, aber es wert war. Buenos Aires war meiner Meinung nach die schönste Reise und ich habe mich wirklich in die Stadt verliebt. Buenos Aires ist unglaublich vielseitig, was ihr gleich auf den Bildern sehen werdet - eine bunte, historische, grĂŒne GroĂstadt.
Fangen wir hier an: So sieht Buenos Aires aus, wenn man durch die Stadt fĂ€hrt. GrĂŒne StraĂenschilder, ab und zu ein paar Statuen, Palmen, GrĂŒnstreifen, sehr breite StraĂen, hohe Altbauten und alles in hellen Tönen, fast wie aus Sandstein:
Auf der anderen Seite sieht das Zentrum - insbesondere das Gebiet Porto Madero - am Hafen sehr modern, silbern und nach typischer GroĂstadt aus. Man erkennt deutlich die Wichtigkeit Buenos Aires fĂŒr die argentinische Ăkonomie:
Neben HochhĂ€usern hat Buenos Aires aber auch eine groĂe Wichtigkeit, was Lateinamerikanische Kultur und Kunst angeht: Wir haben das Museum fĂŒr Lateinamerikanische Kunst - MALBA - besucht und neben modernen UntergrundkĂŒnstlern, Neonfarben und Drucken auch ein orginales Portrait von Frida Kahlo gesehen:
Kunst und Kultur findet man in Buenos Aires aber nicht nur in Museen, sondern auch zum Beispiel in Camitito, im Barrio La Boca: Caminito ist eine Art StraĂenmuseum und alles ist SO BUNT! Bunte HĂ€user, bunte Figuren, bunte Menschen, bunte Kunst bunte StraĂen, bunte Schilder, bunte Balkone, bunte PlĂ€tze... Mich hat Caminito wirklich beeindruckt, es ist wunderschön, die Leute sind super drauf, es ist ein ehemaliges Migrantenviertel und hat den wohl berĂŒhmtesten Tango - âCaminitoâ (1926) von Juan de Dios Filiberto - inspiriert. In Caminito kann man sich wirklich nicht satt sehen und nicht genug fotografieren! Und die Leute tanzen auf der StraĂe einfach Tango. La vida boa!
Was in Argentinien natĂŒrlich auch nicht zu kurz kommt, ist der FuĂball: Wir haben das Viertel La Boca besucht: Alles Blau-Gelb! Denn Blau und Gelb sind die Farben des FuĂballvereins Boca Juniors. Boca Juniors ist seit Jahrzehnten einer der erfolgreichsten FuĂballvereine SĂŒdamerikas, gegrĂŒndet von Immigranten, hauptsĂ€chlich aus Italien.
Was beim Sight-Seeing nicht ausgelassen werden darf, ist der Plaza 25 de Mayo. Der Plaza ist nach der Mai Revolution Argentiniens benannt, die 1810 stattfand. Zu sehen ist ein riesiges Monument, das die Freiheit darstellen soll. An der Ostseite findet man La Casa Rosada - Das rosane Haus, den argentinischen PrĂ€sidentenpalast, der offizielle Sitz der amtierenden PrĂ€sidentin Christina FernĂĄndez de Kirchner. Um den Plaza sieht man diverse Kirchen, BĂŒros, Museen ...
Als wir am letzten Tag in einem ziemlich groĂen Shopping-Outlet-Center waren, haben wir neben super leckeren grĂŒnen Smoothies einen deutschen Brotstand gefunden, was die Deutschen vor Freunde fast heulen hat lassen. Wir durften endlich mal wieder deutsches Graubrot essen, Vollkornmuffins und Möhrenbrot. Ich hĂ€tte nie gedacht, dass ich das mal sagen werde, aber: Ich vermisse deutsches Brot wirklich und ihr verwöhnten zu Hause solltet das mehr schĂ€tzen!! Hier gibt es nur weiĂes Weizenbrot, Vollkorn ist hier undenkbar.
Auch super beeindruckend und schön an Buenos Aires ist, dass diese Stadt super grĂŒn ist, was fĂŒr eine Metropole SĂŒdamerikas eigentlich unĂŒblich ist, Montevideo, Porto Alegre oder Sao Paulo sind total graue Asphalt Dschungel. Wir haben einen Vormittag in einem Park entspannend gegenĂŒber des Zoos verbracht - ein riesiges, grĂŒnes Areal im Zentrum. Buenos Aires im Herbst ist wunderschön.
Zu guter Letzt haben wir den Friedhof La Recoleta besucht. Wikipedia sagt dazu: Der Friedhof La Recoleta (Cementerio de la Recoleta) liegt im gleichnamigen Stadtteil Recoleta der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, einem der teuersten Wohn- und GeschĂ€ftsviertel der Hauptstadt. Er wurde RuhestĂ€tte zahlreicher wohlhabender und prominenter Einwohner. Hier wurden argentinische PrĂ€sidenten bestattet, Profisportler, Wissenschaftler und Schauspieler; zu den bekanntesten zĂ€hlt die zweite Ehefrau von Juan PerĂłn, Eva PerĂłn. Ich sage dazu: Unheimlich groĂ, unheimlich beeindruckend, unheimlich schön, unheimlich edel, unheimlich unheimlich.Â
Dieser Post ist total langgeworden, hat mich eine Menge Zeit gekostet, aber war es mir auf jeden Fall wert. Buenos Aires ist eine unglaubliche Stadt mit vielen Facetten, eine schöner als die andere - man sieht sich auf jeden Fall wieder!
Alles Liebe und vergesst nicht den anderen Post zu Colonia de Sacramento, den ich vorher gepostet habe, anzugucken! KĂŒsse, Merit x
Hallo meine Lieben! Da ist er, der neue Blogpost. Wie ich ja im letzten Eintrag schon erwĂ€hnt habe, habe ich mit YFU eine Reise nach Colonia de Sacramento - eine historische Stadt in SĂŒduruguay - gemacht. Im Anschluss sind wir dann nach Buenos Aires gefahren. Die oberen Fotos sind allerdings nur aus der Altstadt Colonias, da Tumblr es leider nicht erlaubt, mehr als 10 Fotos pro Post hochzuladen. Die Fotos aus Buenos Aires folgen dann im nĂ€chsten Post.
Colonia de Sacramento ist eher eine kleine Stadt, mit einem groĂen Leuchtturm und der berĂŒhmten Altstadt. Colonia gilt als die Ă€lteste Stadt Uruguays und ist wirklich super schön, zum Fotografieren ein Traum! Besonders im Herbst sieht die Stadt durch das Laub gerade zu golden aus, der Sonnenuntergang am groĂen Steg war wunderschön. Die Farben waren wirklich so, ich habe nichts am PC nachbearbeitet. Ich hoffe euch gefallen die Fotos, Buenos Aires folgt sofort! Alles alles Liebe, Merit x

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Wie das Leben so spielt ÂĄHola gente! Ich hoffe, euch geht es gut, ihr genieĂt das FrĂŒhlingswetter und habt, fĂŒr die unter euch, die das Abi hinter sich gebracht haben - GlĂŒckwunsch! Mir geht es soweit gut, ich habe auch nicht wirklich viel zu erzĂ€hlen, so viel passiert hier auch nicht, ich dachte mir aber, dass ich ja trotzdem mal ein bisschen erzĂ€hlen kann. Letztes Wochenende (dass lange Wochenende des ersten Mais) sind Tante und Onkel mit drei Töchtern (zwei davon mit Freund) angekommen. Sie sind Verwandte vĂ€terlicherseits die in Porto Alegre, Brasilien leben, also so 6 Stunden entfernt. Sie sind Donnerstag/Freitag angekommen und wir haben es geschafft, alle im Haus unterzubringen, insofern war es das Wochenende mit 12 Leuten im Haus ziemlich voll, aber sehr nett. Wir haben uns super verstanden und ich habe mich viel mit den Töchtern unterhalten, mein Portugiesisch ist wohl besser als gedacht :D Das Wochenende davor bin ich mit Camila, meiner Ă€lteren Gastschwester, und ihrem Freund, in unser Landhaus bzw. unsere Farm gefahren. Ihr Freund hatte Geburtstag und so haben wir uns alle ein schönes Wochenende "en campaña" gemacht, wir waren 18 Personen in unserem Landhaus, war also dort auch wieder ziemlich voll, aber trotzdem ein sehr gelungenes Wochenende :) Ich war auch mit meiner jĂŒngeren Gastschwester Ines und weiteren Freunden in einem Club in Brasilien, wo eine mehr oder weniger berĂŒhmte Band aufgetreten ist. Hier sind am Montag Wahlen, weswegen wir schulfrei haben, und seit einem Monat 24/7 mit nervtötender Wahlmusik vollgeschallt werden. Ansonsten gehe ich eben zur Schule, was mir im Moment auch SpaĂ macht, da ich jetzt dem Unterricht folgen kann und ein paar wirklich nette Menschen in meiner Klasse habe. Hier ist es inzwischen total abgekĂŒhlt, gerade sitze ich zum Beispiel am Kamin (13:48 Uhr...). Morgens sind es zwischen 1 und 4 Grad, es gibt also durchaus Winter hier, und das nicht zu knapp (siehe ersten beiden Fotos). Am Donnerstag werde ich nach Montevideo fahren fĂŒr die Abschlussorientation von YFU, dort werde ich eine Spanisch AbschlussprĂŒfung machen, fĂŒr die ich vielleicht mal lernen sollte :D Danach geht es fĂŒr mich am 18. weiter nach Buenos Aires - die letzte YFU-Reise! Wenn ich aus Argentinien zurĂŒck bin, werde ich bei Gimena wohnen, weil meine Gastfamilie eine Europa-Reise macht. Anfang Juni sind sie aber wieder hier und wir können noch den letzten Monat genieĂen, fĂŒr den auch schon einiges geplant ist. UND DANN IST DAS JAHR AUCH SCHON VORBEI UND IHR HABT MICH WIEDER AN DER BACKE :-) Schon unglaublich, wie schnell 11 Monate vorbei gehen. Egal, im Moment leben und alles zu seiner Zeit, nicht wahr? Alles alles Liebe von mir zu euch - Merit x
Ostern 2015 Bombinhas, Santa Catarina, Brasilien
Hey! Nach etwas Funkstille von mir kommen hier ein paar Bilder aus der Woche in Bombinhas, Brasilien. Wie man unschwer erkennen konnte, haben wir die ganze Woche im Grunde nur am Strand verbracht. Bombinhas ist ein Badeort mit sehr langem Strand im SĂŒden von Brasilien, wir sind dort 12 Stunden mit dem Auto hingefahren, Brasilien ist wirklich gröĂer als man denken wĂŒrde.
Die ersten 2 Tage hatten wir leider Pech mit dem Wetter (Regen und kaaaalt!), danach wurde es aber wirklich warm und es war perfekt fĂŒr den Strand und um den Tag im Meer zu verbringen.
Auf dem ersten Foto ist unsere Reisetruppe zu sehen, auf dem zweiten bin ich mit meinen Gasteltern Sabrina und Roberto.
Ostern haben wir nicht wirklich gefeiert, was aber relativ normal in SĂŒdamerika, zumindest in Uruguay, ist. Die Tradition der bunten Ostereier zum Beispiel existiert nicht, hier bekommen die Kinder an Ostern ein Schokoei geschenkt und dann war es das auch schon so ziemlich. Am Ostersonntag hatten wir eine Art Familienbrunch, was wir aber hier jeden Sonntag mit den GroĂeltern, allen Tanten, Onkeln, Cousins und Cousinen machen, insofern weiĂ ich nicht genau, ob das Ostern gewitmet war ;) Ansonsten ist es hier auch nicht wahnsinnig spannend, weswegen es mir auch manchmal schwer fĂ€llt, mich zum Bloggen aufzuraffen. Hier fĂ€ngt der Winter an, es wird langsam âkaltâ - heute morgen waren es 22 Grad und alle haben sich in der Schule darĂŒber beschwert, wie kalt es doch ist und das man bald mit Mantel und Stiefeln in die Schule kommen muss :D
Ich gehe zu Schule und mache das Abschlussjahr mit dem Schwerpunkt Medizin, und auch wenn je 6 Stunden Mathe, Chemie, Psysik und Biologie die Woche schon hart sind, macht es mir wirklich SpaĂ. Wie geht es euch so? Wie der gut in den Alltag nach den Ferien gekommen? Ich hoffe, ihr genieĂt den Sommeranfang und dass es auch allen gut geht, an die, die im Abi stecken - durchhalten, ist fast geschafft! Alles Liebe, Merit x
Hey :) Heute Nacht geht es los, nach nur 3 Wochen Schule (nach 4 Monaten Sommerferien...) beginnen heute die Osterferien. Ich fahre mit meinen Gasteltern Sabrina und Roberto nach Bombinhas, Santa Catarina, Brasilien. Dort haben wir dann ein Appartement und genieĂen Strand und Sonne đŽ Meine beiden Gastschwestern kommen leider nicht mit, aber die Woche wird bestimmt trotzdem sehr schön :) Ich wĂŒnsche euch allen erholsame Osterferien, denen, die feiern, frohe Ostern und einen schönen und frischen FrĂŒhlingsbeginn! ÂĄFelices Pascuas! đŁ Merit x
ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG, OMA! Die Entfernung macht das gemeinsame Feiern heute leider unmöglich und dich zu erreichen ist leider auch nicht immer ganz so einfach, aber ich hoffe, dass du meine Postkarte bekommen hast und dich heute von der ganzen Familie ganz schön feiern lĂ€sst! Hab einen schönen 80sten Geburtstag, fĂŒr deinen 81. und meinen 18. sehen wir uns ja wieder! Alles Gute und Liebe zum Geburtstag, Merit x
4 months to go & first day of school
Hey ihr Lieben, zu dem Carnaval Post bin ich bis jetzt noch nicht gekommen, habe aber die Bilder schon begutachtet, leider sind die auf Grund der schlechten nĂ€chtlichen LichtverhĂ€ltnisse und den schnellen Bewegungen eher bescheiden ausgefallen, aber ich sehe, was ich da heraus holen kann. Der Post hier ist eigentlich nur ein kleiner LĂŒckenfĂŒller bzw. wollte ich einfach mal wieder etwas von mir hören lassen. Heute war mein erster Schultag, ich mache hier dieses mal die "Morgenschicht", was bedeutet, dass ich tĂ€glich um 7:30 dort sein muss und um 1:20 schon frei habe, was mir besser gefĂ€llt, als erst so spĂ€t wie im vergangenen Jahr abzufangen, man hat einfach mehr vom Tag. Ich mache thematisch gesehen die Abschlussklasse mit der Orientation auf Medizin, was bedeutet, dass ich zwar auch FĂ€cher wie Englisch und Literatur habe, aber stark verkĂŒrzt, dafĂŒr aber zum Beispiel je 6 Stunden Mathematik, Physik, Chemie und Biologie, von den Naturwissenschaften jeweils 2 Stunden praktisch, also im Labor. Obwohl das ganze sicherlich anstrengend wird, bin ich doch ziemlich motiviert, nach 4 Monaten Sommerferien entwickelt man schon mal einen gewissen Tatendrang. Und die nĂ€chsten Ferien stehen sowieso schon Ende MĂ€rz an, ich werde diese voraussichtlich in Brasilien verbringen :-) AuĂerdem sind es heute noch genau 4 Monate bis zum Heimflug und ich bin schon mehr als einen Monat in meiner jetzigen Gastfamilie. Ich weiĂ nicht, ob euch das auch so geht, aber zumindest mir kommt es so vor, als wĂ€re die Zeit wirklich geflogen. Und die Zeit wurde hier schon umgestellt, jetzt sind wir wieder 4 Stunden auseinander. Ich wĂŒnsche euch eine angenehme Restwoche und einen schönen FrĂŒhlingsbeginn! KĂŒsse und GrĂŒĂe, Merit x

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Cataratas de IguazĂș 2015 So meine Lieben,Â
endlich folgen die Fotos der WasserfĂ€lle von IguazĂș. (Zum VergröĂern bitte einfach auf die Fotos klicken!) Nach 22 Stunden Busfahrt, dem AusfĂŒllen zweier VisaantrĂ€ge, mehreren Personen- und GepĂ€ckkontrollen und wenig Schlaf war unser erster Halt Mesiones, Argentinien (siehe erste Fotocollage). In Mesiones haben Jahrhunderte GuaranĂ, also Ureinwohner, gelebt, bis dort im 17ten Jahrhundert Jesuiten angekommen sind, die dort rekrutiert haben und San Ignacio MinĂ errichtet haben, das auf dem Foto zu sehen ist. Nach dem wir zu Mittag gegessen haben, sind wir weiter zu unserem Hotel nach Brasilien gefallen und dort nur noch in unsere Betten gefallen, denn Dienstag ging es los mit der ersten Besichtigung der Cataratas auf argentinischer Seite, wo wir auch eine Bootstour durch die WasserfĂ€lle durch gemacht haben (das Boot sieht man auch auf den Fotos, vielleicht bringt einem das auch nochmal nĂ€her, wie unglaublich gewaltig diese WasserfĂ€lle und der Dschungel waren), anschlieĂend sind wir mit einem Jeep durch den Dschungel gefahren, dort gab es dann riesige Spinnennetze, Tukans, Affen etc. zu sehen. . Die folgenden Tage waren ziemlich anstrengend aber es definitv wert: Wir haben die brasilianische Seite besichtigt, sind mit einer Seilrutsche 800 Meter durch die Baumkronen des Urwalds gerutscht, haben uns durch einen Wasserfall von ca. 20 Metern abgeseilt/sind durchgeklettert, hatten ein "Show Abendessen" (Foto unten) mit super gutem Essen, waren in einem riesigen Duty-Free-Einkaufszentrum, haben im Hotelpool eine Party gefeiert, haben einen riesigen "Vogelpark" besucht, in dem wir neben Vögeln, wie z.B. Tukans, auch Riesenschmetterlinge, Riesenspinnen und eine Menge Pagageien gesehen haben und zum Schluss die Gelegenheit hatten, eine Boa Constrictor anzufassen (Ich hab's gemacht, wusste jemand von euch, dass wir warm und weich sind? Ich dachte irgendwie die wĂ€ren hĂ€rter und kalt.) Auf der RĂŒckreise haben wir auĂerdem noch die "Minas de Wanda", eine Edelsteinmine in Argentinien, besucht und konnten dort die Förderung und Verarbeitung von z.B. Amythisten sehen. Die Woche war super anstrengend, denn wir waren nur 3 NĂ€chte im Hotel, insofern könnt ihr euch bestimmt vorstellen, wie viel wir an einem Tag unternommen haben, aber es war unbeschreiblich schön, aufregend und vorallem sehr, sehr nass. Die Cataratas sind gröĂer als die NiagarafĂ€lle und um alles davon zu sehen, mĂŒsste man vermutlich Wochen dort verbringen, nebenbei wurde der Film "The Mission" mit Robert di Niro wurde dort gedreht. Die Cataratas haben es definitiv verdient, eins der sieben Weltnaturwunder zu sein, und wer irgendwann mal in Brasilien/Argentinien/Paraguay/Uruguay sein sollte, sollte das auf gar keinen Fall verpassen, ein Mal im Leben Dschungel muss wohl sein. Schon wieder ziemlich lang geworden, der Post, mehr Infos, ErzĂ€hlungen und Fotos gibt es im Juli bei meiner Wiederkehr dann! Wir genieĂen hier noch die letzten Tage am Pool, denn nĂ€chsten Dienstag geht fĂŒr mich und meine Gastschwester das neue Schuljahr los. Der Post zu Carnaval kommt auch demnĂ€chst. Alles Liebe, ich hoffe, euch geht es allen gut und wĂŒnsche euch noch eine angenehme Woche! Merit x
Der Wechsel kam ja genau richtig, Jens hatte schon die Koffer gepackt, weil ZoĂ© ihn gebeten hat, nach dem rechten zu sehen. Das wĂ€re Dir also erspart geblieben. UFZ. Karneval: Sonne Sonne Sonne. ZoĂ© und Katinka sind beim ersten Königsdorfer Karnevalszug nach 60 Jahren mitgegangen. Zeugen sind: Liv, Frauke, Frank, Gigi, Jens und die tausend anderen Besucher. In diesem Sinne: StrĂŒssje und BĂŒtzje vo Königsdorfer Dreigestirn: Jungfrau Jens, Bauer Kati, Prinz ZoĂ©
Och ihr SĂŒĂen, vielen Dank fĂŒr den lieben GruĂ!Ja, ich fand auch, dass der Wechsel ziemlich passend kam, wobei die Vorstellung von Jens bei dem Versuch, Spanisch zu sprechen, wirklich auch sehr amĂŒsant ist.Uschi hat mir schon von dem ersten Karnevalszug seit 60 Jahren erzĂ€hlt, da war bestimmt was los in Kö-Dorf.Hier war auch ordentlich was los, ich habe auch das ein oder andere Foto geschossen, werde ich demnĂ€chst mal hier hin packen.Gutes Wetter und viele Liebe GrĂŒĂe in die Domstadt, esst ein bisschen Kamelle fĂŒr mich mit! x
Neuanfang
Ich raste aus. Ich habe diesen Blogeintrag jetzt schon 2 mal komplett geschrieben und Tumblr meint ihn löschen zu mĂŒssen. Argh. So meine Lieben,Â
wie einige von euch vielleicht schon gehört haben, habe ich nun endlich eine neue Familie gefunden, bei der ich schon seit letztem Montag wohne, also seit vier Tagen. Ich habe diese Neuigkeiten knapp von meiner Reise zu den Cataratas schon geschrieben, allerdings hatte ich kein Internet um es hochzuladen, deswegen wurde das irgendwo im Tumblr-Universum hinverlagert, wo ich es nicht mehr finde. Der zweite Versuch wurde leider von meinem Computer eliminiert, da er auf einmal abgestĂŒrzt ist. Also ein drittes Mal.
Zu der Reise in den Cataratas in Brasilien/Argentinien kommt noch ein Post, ich muss nur die ganzen Fotos noch ĂŒbertragen, aussortieren und hochladen. So viel vorweg: Es war super schön, sehr vollgepackt und unglaublich warm. Nachdem ich von der Reise wieder gekommen bin, hatte ich weniger als zwei Tage Zeit, meine Koffer zu packen und mich von allen zu verabschieden, insofern war Erholung leider nicht wirklich möglich, ich hatte aber auf jeden Fall noch zwei schöne Tage, habe die meisten Freunde noch einmal gesehen und werde zu dem Geburtstag meiner besten Freundin aus Bella Union am 21.02. schon wieder fĂŒr das Wochenende hinfahren, die Distanz ist ja zu bewĂ€ltigen.
Jetzt lebe ich nĂ€mlich in Artigas, der Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos. Die Stadt ist ca. 3 mal so groĂ wie Bella Union und hat eine noch direktere Anbindung an Brasilien, diese Grenzstadt heiĂt QuaraĂ und ist definitiv auch gröĂer und belebter.Â
Zuerst wollte ich um jeden Preis in Bella Union bleiben, das hatte sich aber bei mir in den letzten Monaten doch ziemlich geĂ€ndert, da ich auf Grund von ziemlich groĂen Differenzen nichts mehr mit meiner ersten Gastfamilie zu tun habe und damit auch mit vielen derer Freunde nicht mehr so viel. Ein MĂ€dchen, mit dem ich mich sehr gut verstanden habe, wird jetzt zum Studieren auch nach Artigas ziehen. Die andere deutsche AustauschschĂŒlerin musste auch die Familie wechseln und wurde von einer Freundin meiner jetzigen Gastschwester aufgenommen, bedeutet, dass ich sie jetzt sogar regelmĂ€Ăiger als vorher sehe. NatĂŒrlich ist es irgendwie traurig, Bella Union zurĂŒck zu lassen, da ich dort Freunde gefunden hatte und die Stadt kannte, aber im Endeffekt war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung, ich fĂŒhle mich hier in Artigas wirklich super wohl, auch mit meiner neuen Gastfamilie.
Meine Gastfamilie besteht aus InĂ©s (16), Camila (25), Mutter Sabrina und Vater Roberto (und zwei kleine Hunde). Wir haben uns von Anfang an total gut verstanden, ich bin stĂ€ndig mit meinen Gastschwestern unterwegs und ich habe mich hier gleich viel willkommender gefĂŒhlt als in meiner ersten Gastfamilie.Â
Hier sieht man uns mit Oma und Ines Freund am Pool der GroĂeltern. InĂ©s, die jĂŒngere, ist die, die das Foto macht.
Die ganze Familie ist super aktiv, wir machen tĂ€glich was zusammen, meistens gehen wir die GroĂeltern besuchen und sonnen uns bei denen am Pool, machen Sport zusammen, gehen feiern... Ich bin wirklich zum richtigen Zeitpunkt angekommen, da heute der Carneval los geht. Uruguay hat den lĂ€ngsten Carneval der Welt und da wir direkt mit Brasilien verbunden sind, mischt sich das sehr. Hier in Uruguay sagt man, dass Artigas, als tropischte und gröĂte Stadt mit Verbindung nach Brasilien, den besten Carneval feiert und die Stadt bereitet sich schon seit Wochen vor, es werden Samba gelernt, KostĂŒme genĂ€ht, Wagen zusammengezimmert und die ganze Stadt wird gestrichen und gesĂ€ubert. Meine Ă€ltere Gastschwester, Camila, tanzt auch mit! Ich werde auf jeden Fall ohne Ende Fotos machen, hier kann man aber schon mal ein bisschen etwas aus Artigas sehen:
https://www.google.com.uy/search?q=carnaval+artigas&espv=2&biw=1366&bih=667&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=XSPeVKWXJoKlNr_tgaAK&ved=0CAYQ_AUoAQ
Ich mache jetzt mal Schluss und sage bis bald und frohen Karneval! Merit x
Hallo Merit, ich hoffe es geht meiner Nichte gut und das Partyleben in Uruguay ist nicht soo anstrengend? :-) Ich hoffe wir lesen bald wider etwas von dir, wÀre schön! Fetten lieben Gruà aus Karneval Kölle. Uncle Maddin
Hey!Hier geht heute der Karneval los, und da wir an der Grenze zu Brasilien sind, wird das wohl ziemlich fett :D insofern habe ich auch ein bisschen Karneval, auch wenn ich doch schon neidisch werde, wenn ich die Fotos der Kölner sehe. Aber das gibt es ja nĂ€chstes Jahr wieder, was?Ich bin gerade einen Post am schreiben, kommt alles! War ja in letzter Zeit wirklich sehr viel los hier. Liebe GrĂŒĂe zurĂŒck xo
OlĂĄ Schnuckiputzi!!! Jetzt muss ich noch mal ganz, ganz schnell Hallo sagen und dich grĂŒĂen, bevor du in der kommenden Woche unterwegs bist. Da habt ihr ja was "Feines" vor. Die WasserfĂ€lle sind der Kracher und der DurchschnittswesteuropĂ€er bekommt sie im Leben nicht zu sehen! Es sei denn auf seiner Hochzeitsreise! Neidfaktor: 10 points!!! GenieĂ es dort, lass dich verzaubern, das wird ein Erlebniss! - Mach bloĂ ordentliche Digifotos! SpĂ€ter mehr unter uns im Darkroom ;-) Bussi Frauke
Hallo!Deine Nachricht habe ich leider erst jetzt gelesen, haha!Viele Fotos habe ich tatsĂ€chlich gemacht, irgendwie ehr zu viele, werde die die Tage mal sortieren und posten!Â
Es war wirklich super schön, viele fiese Tiere und ein paar kleinere Verletzungen, alles in allem aber wirklich ĂŒberwĂ€ltigend!Man hört von einander, KĂŒsse x

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Liebe Merit, ich habe gerade deinen ganzen Blog von Anfang bis Ende gelesen. Du hast schön geschrieben. Besonders die Bilder fand ich auch toll. Du hast ja schon viel erlebt in den letzten Monaten. Ich denke oft an dich und wie es dir wohl so geht. Gibt es schon Neuigkeiten hinsichtlich deiner nĂ€chsten Gastfamilie? Hilke hat mich ja in all der Zeit auch immer auf dem Laufenden gehalten. In deinem Blog steht nur nix mehr Aktuelles. Mach es gut! Ich halte dir die Daumen! Liebe GrĂŒĂe, Manuela
Hey Manuela :)Vielen Dank, ich sollte mal mehr posten, aber oft gibt es auch nicht so viel zu erzĂ€hlen, obwohl ich tatsĂ€chlich viel erlebe, ja!Mir geht es seit dem Gastfamilienwechsel wirklich gut, auch wenn ab und zu wenig los ist.In Punto Gastfamilenwechsel gibt es leider nichts Neues - aktueller Stand ist, dass YFU am suchen ist und ich bis Ende Februar bei der Familie meiner Betreuerin bleibe. Das halte ich auch fĂŒr das Beste, denn in den Ferien in eine neue Stadt zu ziehen ist doof, wenn man niemanden kennt. Insofern denke ich, dass es Sinn macht, mit dem neuen Schuljahr Anfang MĂ€rz auch in einer neuen Stadt mit neuer Familie durchzustarten.Sobald es Neuigkeiten bezĂŒglich Gastfamilie, Stadt oder Datum gibt, schreibe ich die hier hin!Liebe GrĂŒĂe zurĂŒck an die ganze Bande :)
HöhenflĂŒge
Hey meine Lieben,
endlich gibt es auch mal wieder was von mir zu hören, sogar mit vielen schönen Fotos. Hier befinden wir uns immernoch in de Sommerferien und seit meinem letzten Blogeintrag ist auch eigentlich nicht so viel passiert. Einen Tag lang bin ich mit meiner Gastfamilie und der Schwester meiner Gastmutter in die Thermen von Salto gefahren, habe dieses mal sogar meine richtige Kamera mitgenommen, sodass die Fotos auch was geworden sind.
Als nĂ€chstes sehr ihr Bilder aus einem Flugzeug; Ellen, eine belgische AusstauschschĂŒlerin aus dem Nachbardorf, und ich wurde von ihrem groĂen Gastbruder und einem Freund eingeladen, nachmittags fliegen zu gehen. Der Freund von ihrem Gastbruder hat einen Flugschein und sprĂŒht mit kleinen Maschinen hauptberuflich Pestizide ĂŒber die Zuckerrohrfelder. Abgesehen davon gibt es aber auch noch kleine Flugzeuge zum Fliegen lernen, die, sowie Fahrschulautos, zwei LenkrĂ€der haben und nur zum Ăben gedacht sind, nicht zum SprĂŒhen. Der besagte Freund hat und dann mitgenommen, ich durfte vorne sitzen und hatte auch ein Lenkrad in der Hand, durfte auch mal ein bisschen Kurven und links-rechts fliegen, das war echt lustig. So haben wir ca. 20 Minuten lang unsere Runden ĂŒber Uruguay und Brasilien gedreht, sogar Parabeln mit einer Schwerelosigkeit von 3 Sekunden haben wir hinbekommen! Diese Fotos habe ich leider nur mit meinem Handy gemacht, insofern ist die QualitĂ€t nicht berauschend.
Unten seht ihr noch ein Foto, dass ich aus meinem Zimmerfenster bei Sonnenuntergang gemacht habe, ist auch nicht bearbeitet. Ansonsten sind die Tage hier sehr heiĂ und deswegen ĂŒberwiegend ruhig, man geht seinen tĂ€glichen Erledigungen nach. Abgesehen von diesen Dingen ist nicht so viel los, ich war noch auf einer Schaumparty, was sehr lustig und nass war, war ein paar mal im Kino, hatte Spanischunterricht und gehe ins Fitnessstudio. Am 30.01. geht es fĂŒr mich nach Montevideo, Uruguays Hauptstadt. Dort werde ich alle AustauschschĂŒler treffen und wir werden unser Halbjahresseminar haben und wahrscheinlich auch eine SpanischspĂŒfung schreiben. Am 01.02. bis zum 08.02. geht es dann ab nach Brasilien/Argentinien, zu den Cataratas von Iguazu. Die Reise ist von YFU organisiert, es werden also auch noch viele andere AustauschschĂŒler mitkommen. Cataratas sind RiesenwasserfĂ€lle, die sich ĂŒber Agentinien und Brasilien erstrecken. Ich verlinke euch hier mal ein paar Fotos: https://www.google.de/search?q=cataratas&espv=2&biw=1366&bih=667&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=YXvCVK_fBK3HsQSyw4HYAw&ved=0CAcQ_AUoAg&dpr=1#tbm=isch&q=cataratas+del+iguaz%C3%BA&revid=1265263459 Ich nehme natĂŒrlich meine Kamera mit und werde fleiĂig fotografieren, Post kommt dann! Ich hoffe, euch geht es allen gut, die Hitze hier erreicht die 40°C, wĂ€hrend ihr zu Hause friert, schon verrĂŒckt. Alles Liebe, Merit x