Vielleicht ist das gerade eine Zeit, in der sich alles ein bisschen zu viel anfĂźhlt. Vielleicht versuchst du, stark zu sein, obwohl du es längst satt hast, immer der zu sein, der alles allein aushält. Vielleicht wĂźnschst du dir einfach nur, dass irgendjemand sieht, wie sehr du kämpfst, wie oft du dich selbst zusammensetzt, wenn keiner hinsieht. Und auch wenn es sich manchmal so anfĂźhlt, als wĂźrdest du durchsichtig werden â du bist da. Du bist nicht verloren. Auch wenn andere dich Ăźbersehen, du bist nicht wertlos. Du bist nicht falsch, nur weil du intensiver fĂźhlst, weil du aufrichtiger liebst, weil du nicht so tun kannst, als wäre dir alles egal. Du darfst mĂźde sein. Du darfst leise werden. Du darfst dich nach Nähe sehnen, ohne dich dafĂźr zu schämen. Es ist okay, wenn du dich gerade nicht leicht fĂźhlst. Es ist okay, wenn du nicht stark bist. Denn vielleicht besteht wahre Stärke manchmal genau darin, weiterzumachen, auch wenn alles in dir schreit, stehen zu bleiben. Und wenn du das gerade liest: Ich hoffe, du gibst dich selbst nicht auf. Denn du trägst so viel in dir, was andere vielleicht nie ganz verstehen â aber was trotzdem schĂśn ist. Wertvoll ist. Wahr ist.