Ein Mensch, von BĂŒchern hart bedrĂ€ngt,
an die er lang sein Herz gehÀngt,
beschlieĂt voll Tatkraft, sich zu wehren,
eh sie kaninchenhaft sich mehren.
Sogleich, aufs Ă€uĂerste ergrimmt,
er ganze Reihn von Schmökern nimmt
und wirft sie wĂŒst auf einen Haufen,
sie unbarmherzig zu verkaufen.
Der Haufen liegt, so wie er lag,
am ersten, zweiten, dritten Tag.
Der Mensch beĂ€ugt ihn ungerĂŒhrt
Und ist dann plötzlich doch verfĂŒhrt,
noch einmal hinzusehn genauer -
Sieh da, der schöne Schopenhauer . . .
Und schlÀgt ihn auf und liest und liest,
und merkt nicht, wie die Zeit verflieĂt. . .
BeschÀmt hat er nach Mitternacht
ihn auf den alten Platz gebracht.
Dorthin stellt er auch eigenhÀndig
den Herder, achtundzwanzigbÀndig.
E. T. A. Hoffmanns Neu-Entdeckung
schĂŒtzt diesen auch vor Zwangs- Vollstreckung.
Kurzum, ein Schmöker nach dem andern
darf wieder auf die Bretter wandern.
Der Mensch, der so mit halben Taten
beinah schon hÀtt den Geist verraten,
Ist nun getröstet und erheitert,
dass die EntrĂŒmpelung gescheitert.