niesel
"und aus diesem grund steige ich aus."
"dankeschön."
dankeschön?
du hast gerade versucht, dein eigenes produkt, dein herzblut, womöglich tausende von euros und stunden, die du in die produktion in den prototypen gesteckt hast, auf den großen markt zubringen, und dir wurde das versagt. und du sagst dankeschön? stark.
aber geht es nicht vielen so? du bedankst dich für dinge, für die du nicht wirklich dankbar bist. du möchtest den dienst tauschen, weil deine beste frreundin geburtstag hast, du aber abreiten musst. deine tauschpartnerin sagt aber nein. und du bedankst dich? wofür? dafür, dass du jetzt doch die spätschicht bis mitternacht schieben musst und zu spät zur party kommst, wenn schonalles vorbei ist und deine freundin alleine auf dem tisch istzt und ihren coktail alleine zu leise spielender musik schlürftß nein. dafür bin ich sicher nicht dankbar und dafür werde ich mich auch nicht bedanken.
aber gehört es sich nicht? dass ich mich bedanke, dass jemand zumindest in ihren kalender geschaut hat, bevor mir abgesagt wurde? naja schwierig finde ich. es gibt vieles, wofür ich dankbar bin. aber nicht für diesen traurigen anblick.
aber das ist tatsächlich gar nicht das, was ichheute sagen wollte. recht habe ich aber- finde ich.
nein ich wollte mich heute eigetnlich mit früheren und derzeitigen träumen auseinandersetzen. dafür war die einleitung eigentlich gedacht. also ich fange nochmal an. "und aus diesem grund steige ich aus." als kind habe ich es geliebt, die höhle der löwen zu schauen. Die vielen menschen mit noch mehr ideen diese kreativen köpfe, die ihren traum tatsächlich verfolgen. ich war schon immer ein fan davon, leite einfach machen zu lassen. denn am ende kommt ja häufig was ganz cooles dabei raus. ich selbst habe mich das nie getraut.
ich wollte nie einen job haben, bei dem ich irgendwelche regeln beachten muss. wenn es nicht ums geld ginge hätte ich auch keinen job. aber leider geht es nicht anders. ich bin also noch immer verzweifelt auf der suche nach genau dem traumjob, der mich noch sechzig jahre glücklich machen kann. wenn ich könnte, würde ich den ganzen tag etwas herstellen. egal ob es etwas zu nähen, basteln, schreiben, singen oder tanzen wäre ich würde dinge erfinden, ich würde die kreativität in meinem geist vollends ausnutzen. stattdessen sitze ich bloß und finde nicht die richtigen worte, jum eine bewerbung zu schereiben. denn das ist es nicht, was ich möchte. wenn ich die dinge tue, die ich mag, bin ich wirklich gut darin. wenn nicht, nicht schade nur, dass das den recrutier aus den unternehem so stinke egal ist. sie lesen und hassen meine bewerbungen. so habe ich zumindes das gefühl.
aber solange ich noch nicht den job gefundenhabe, der mir spaß macht werde ich wohl genau damit weitermachen müssen und nicht aufhören, bewerbungen zu schreiben. und wer weiß, vielleicht werde ich bald berufsberaterin und helfe anderen, ebenso verzweifelten menschen beim verfassen einer bewerbung.











