Predicitive Policing - Die Zukunft der Strafverfolgung
Können Menschen ohne ein Verbrechen begangen zu haben, verurteilt werden? Einige Gedanken von unserer Werksstudentin Sabina Khan.Â
Vorrausschauende Polizeiarbeit, die man aus dem Film âMinority Reportâ vielleicht schon kennt, scheint in der heutigen Zeit angekommen zu sein.Â
Im Jahr 2006 baute die IBM, die erste Software namens Blue Crush, diese basierte auf dem wissenschaftlichen Statistikprogramm SPSS. Daraufhin entstand aus den Algorithmen die international genutzte Software Predpol, welche bereits bei der Polizei in Santa Cruz mit dem höchsten Einsatz genutzt und erstmals seit 2013, vereinzelt im europÀischen Raum, eingesetzt wird.
Am 7. Februar 2015 wurde in einem Vorort von NĂŒrnberg, namens Gebersdorf in eines der EinfamilienhĂ€user eingebrochen. Einer von ungefĂ€hr 650 EinbrĂŒchen im Jahr, allein in NĂŒrnberg. Dieser Einbruch jedoch war anders, denn "Precobs" wurde darauf aufmerksam. Nachdem Eintrag ins interne Datensystem, erkannte Precobs darin ein Muster.Â
Precobs ist eine Software der bayerischen Polizei, welche EinbrĂŒche untersucht und sie mit frĂŒheren Taten vergleicht, somit hat die Polizei die Chance an Ort und Stelle zu sein bevor etwas passiert. Precops ist eine AbkĂŒrzung fĂŒr âPre Crime Observation Systemâ. Â
In Deutschland ist Data Analytics jedoch noch nicht annĂ€hrend so weit verbreitet wie in den USA. Hierzulande wird die meiste Polizeiarbeit immer noch manuell verarbeitet. Seit Jahren sammelt die Polizei nun Daten, heute können diese schnellstmöglich ausgewertet und zu Recherche Zwecken genutzt werden.Â
Mit der Methode des Predictive Policing ist es dem System möglich, vorherzusagen wann hat wo welches Verbrechen stattgefunden, sodass die Polizei mit dieser Information die Möglichkeit hat das Muster der TĂ€ter oder die TĂ€ter selbst zu identifizieren und rechtzeitig am Tatort zu sein, sowie neue Taten zu verhindern.Â
Dies ist bereits bei der Kantonspolizei in ZĂŒrich zu sehen, welche mit dem System von IBM âWatsonâ arbeitet. Mitunter eine der GrĂŒnde warum man im deutschsprachigen Raum bis heute etwas zurĂŒckhaltender dieser Technik gegenĂŒber war, liegt vor allem am Datenschutz.Â
Hierzulande greift das Verarbeiten von persönlichen Daten in die Rechte des Menschen ein. Daher versucht man eigene Projekte zu starte, um nicht auf die der Amerikaner zurĂŒck zu greifen und so unabhĂ€ngiger zu bleiben.
Dies scheint jedoch nicht das Einzige Problem zu sein, welches diese Technologien mit sich bringen. Eine weitere Frage die sich aufwirft, ist die der Diskriminierung. Die Sorge, dass die Daten, in Bezug auf die Herkunft der Menschen, nicht neutral vom System betrachtet werden könnten. Ăltere Kriminalakten, die in das neue System aufgenommen werden, könnten zu Folge haben, dass der Algorithmus durch voreingenommene FĂ€lle von TĂ€tern mit Migrationshintergrund, beeinflusst wird.  Â
Letztendlich lĂ€sst sich sagen, dass Predictive Policing der Polizei die Arbeit erleichtern und den Arbeitsaufwand minimieren wĂŒrde. Genauso aber ist die Bundesrepublik aus gutem Grund vorsichtig mit der Technologie und testet sie bisher nur vereinzelt, da es noch viel Verbesserungsbedarf gibt und wir fĂŒr uns noch nicht die optimale Lösung gefunden haben.
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Dr. Nicolai Erbs ist nicht nur GrĂŒnder von Privalino, Senior-Consultant bei INFOMOTION und Data Scientist - der Master in Physik (TU-Darmstadt) und promovierte Informatiker ist ebenso im Social-Web u.a. auf Twitter @nicoerbs unterwegs - weiterhin betreibt er auch eine eigene WebprĂ€senz mit weiteren Infos zu seiner Person unter http://www.erbs.eu/.Â
Nicolai ist im September auf dem Barcamp in Stuttgart und möchte eine Session im INFOMOTION Digital Innovation Lab - https://www.infomotion-lab.io zum Thema Kaffee, Hollywood und AI halten. Sehen Sie hierzu sein Teaservideo mit weiteren Infos zur Session.
Patrick Schneider möchte auf dem Barcamp in Stuttgart eine Session halten und stellt euch diese hier in einem kurzen Video vor. Patrick Schneider ist GrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Kitext GmbH, Dozent an der Business Academy Ruhr und Autor des Buches âDie Wahrheit ĂŒber Startupsâ. Mit seinem Startup entwickelt er Privalino, einen sicheren Instant Messenger fĂŒr Kinder zwischen 6 und 10 Jahren. Daneben ist er Senior-Consultant bei INFOMOTION - www.infomotion.de.
Seit den 1970er Jahren existiert die Informationstechnologie. Die ersten Desktop PCs, der Einsatz von Office-IT und neue computergestĂŒtzte Automatisierungen revolutionierten die Industrie bis heute.Â
In der Industrie 4.0 steht das Internet im Vordergrund, denn dort entsteht eine weltweite Vernetzung ĂŒber Unternehmens- und LĂ€ndergrenzen hinweg. Es werden Maschinen und AblĂ€ufe der Industrie, mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien, verĂ€ndert und miteinander vernetzt.
Das Internet der Dinge, Maschine-zu-Maschine-Kommunikation und ProduktionsstÀtten, die immer intelligenter werden, lassen die Industrie 4.0 entstehen.
Diese neuartigen Vernetzungen und Aufgaben, ermöglichen Unternehmen neue Optimierungsmöglichkeiten. Durch eine flexible Produktion, können bei der Herstellung eines Produktes, die Schritte im Produktionsablauf bestimmt und terminiert, sowie die optimale Auslastung der Maschinen geplant werden. Durch eine wandelbare Fabrik, in Form von einzelnen Modulen, lassen sich fĂŒr bestimmte Aufgaben, schnell ProduktionsstraĂen zusammen fĂŒgen.
In der Fabrik der Industrie 4.0 koordinieren intelligente Maschinen, selbststĂ€ndig Fertigungsprozesse; Service-Roboter unterstĂŒtzen Menschen in der Montage bei schweren Arbeiten, fahrerlose Transportfahrzeuge kĂŒmmern sich zum Beispiel eigenstĂ€ndig, um Logistik und den Materialfluss. Â
Die ProduktivitĂ€t und Wirtschaftlichkeit, wird dadurch deutlich verbessert und individualisierte Produkte können in kleiner StĂŒckzahl hergestellt werden. Durch die engere Zusammenarbeit von Konsument und Produzent, entstehen kundenorientierte Lösungen und Produkte. Kunden haben so die Möglichkeit, Produkte nach Ihren WĂŒnschen mitzugestalten â beispielsweise können Elemente an Turnschuhen selbst designt und auf die individuelle FuĂform angepasst werden.
AuĂerdem können smarte Produkte, die schon aufgeliefert und im Einsatz sind, Daten an den Produzenten senden. Mit den Nutzungsdaten kann der Produzent seine Produkte verbessern und dem Kunden neuartige Services anbieten. Dank Algorithmen können optimale Logistikwege berechnet werden. Maschinen melden selbststĂ€ndig, wenn sie neues Material benötigen â diese smarte Vernetzung ermöglicht einen optimalen und effizienten Warenfluss.
Durch den Einsatz von Daten kann der Ablauf der Produktion und der Zustand der Produkte zusammengefĂŒhrt und ausgewertet werden. Diese Datenanalyse gibt Hinweise, wie ein Produkt effizienter hergestellt werden kann. Noch wichtiger sind diese Erkenntnisse fĂŒr die Entwicklung neuer GeschĂ€ftsmodelle. Beispielsweise können Fahrstuhlhersteller ihren Kunden âvorausschauende Wartungâ anbieten: FahrstĂŒhle sind mit Sensoren ausgestattet, die kontinuierlich Daten ĂŒber ihren Zustand senden. Bei diesen neuartigen Möglichkeiten ist es besonders wichtig, auf die verwendeten Ressourcen zu achten, um diese optimal einsetzen zu können. Schon im Produktdesign wird festgelegt, in welcher Form die Materialien wiederverwertet werden können.
Wie hÀngen Automatisierung und Industrie 4.0 zusammen?
Definieren kann man den Begriff der âAutomatisierungâ wie folgt. Dieser setzt sich aus den Begriffen âAutomatâ und âDigitalisierungâ zusammen. Ein Automat ist eine Maschine, die vorbestimmte AblĂ€ufe nach einem festgelegten Plan selbsttĂ€tig, sprich automatisch, ausfĂŒhrt. Durch die Digitalisierung werden alle technischen AblĂ€ufe und Strukturen innerhalb eines Unternehmens beeinflusst. Die Automatisierung wirkt sich auf die Be- und Verarbeitung von Produkten aus, die Arbeitsschritte im Lager betreffen oder sich auf die Prozesse rund um Entwicklung, Produktionsplanung oder -steuerung beziehen. Automatisierung hat zwei, gegensĂ€tzliche Seiten. Zum einen beschleunigt und optimiert diese Produktionsprozesse, baut aber gleichzeitig ArbeitsplĂ€tze langfristig ab. Die Funktionen des Produktionsprozesses, wie die Steuerung und Regelung, werden auf technologisierte Systeme ĂŒbertragen. Im Umfeld von Industrie 4.0 ist der Automatisierungsgrad sehr hoch. Bislang verfolgte Automatisierung meist das Ziel, starre und immer wiederkehrende ProduktionsablĂ€ufe möglichst vollstĂ€ndig an Maschinen zu ĂŒbertragen. Heute geht es darum, Prozesse mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen durch flexible Fertigungssysteme vollziehen zu lassen. Es hat also ein Paradigmenwechsel stattgefunden.
Was bedeutet Vernetzung in der Industrie 4.0?
Eine Vernetzung ist ĂŒberall im Web zu finden, so auch in der Industrie 4.0. Sie findet nicht nur innerhalb von "intelligenten Fabriken" statt, sondern ĂŒber Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg. Zwischen verschiedenen Akteuren der Wirtschaft: Vom mittelstĂ€ndischen Logistikunternehmen, ĂŒber spezialisierte technische Dienstleister bis zu kreativen Start-ups. Um diese neuartige Vernetzung bestmöglich zu nutzen, entstehen Kooperationen von Unternehmen und Produktmarken. FĂŒr den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland bietet diese Entwicklung enorme Potenziale und Vorteile. Rund 15 Millionen ArbeitsplĂ€tze hĂ€ngen von der produzierenden Wirtschaft ab. Mit der VerĂ€nderung der Digitalisierung, werden sich nicht nur Wertschöpfungsprozesse verĂ€ndern, es werden auch neue GeschĂ€ftsmodelle und neue Perspektiven fĂŒr BeschĂ€ftigte entstehen. Dies ist aber an eine Bedingung geknĂŒpft, denn je mehr sich die Industrie digitalisiert und vernetzt, desto mehr Schnittstellen ergeben sich und desto mehr Daten flieĂen. Nur wenn alle relevanten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft frĂŒhzeitig beteiligt werden und partnerschaftlich kooperieren, können wir die vierte industrielle Revolution gemeinsam erfolgreich gestalten.
Herausforderungen in der Unternehmenskommunikation
Die Struktur eines Unternehmens entsteht in vielen Jahren, durch erfolgreiche und strukturierte Zusammenarbeit. Es entstehen Hierarchien und Verantwortlich-keiten, in welche, bei Erfolg des Unternehmens, immer mehr Mitarbeiter eingebunden werden. Die Industrie 4.0 stellt an das Unternehmen die Forderung, gleich mehrere Teilbereiche, grundlegend zu erneuern. Dabei kommt es hĂ€ufig zu Problemen, da neue Strukturen und Teilbereiche nicht ruckartig oder ĂŒberstĂŒrzt geschaffen werden sollten. Neue Systeme und Vernetzungen mĂŒssen geplant und geprĂŒft werden, vor dessen Entstehung und finalen AusfĂŒhrung. Die jedoch gröĂte Herausforderung ist die stetig wachsende KomplexitĂ€t der Produkte.Â
Diese Herausforderungen beeinflussen auch die Unternehmenskommunikation, weil Mitarbeiter teilweise neue Aufgaben ĂŒbernehmen mĂŒssen und sich Fachwissen, durch Schulungen neu aneignen mĂŒssen. Um eine gezielte Kommunikation, innerhalb des Unternehmens und mit anderen Unternehmen zu schaffen, muss eine einheitliche Unternehmenskommunikation entstehen, bei der Aufgaben und Struktur deutlich festgelegt werden.Â
Was sind Smart Cities?
Leise, sauber, grĂŒn - so sehen die zukĂŒnftigen StĂ€dte, sogenannte âSmart Citiesâ aus. Dort fahren zum Beispiel Autos, welche vor Einstellen selbstĂ€ndig das Tempo herabsetzen, in HĂ€usern stimmen Uhren per Sensor die Raumklimatisierung, auf den alltĂ€glichen Rhtymus der Bewohner ab und in den StraĂen lassen sich Menschen per App, das passende Elektro Verkehrsmittel fĂŒr den wahlweise optimalsten oder umweltfreundlichsten Weg zur Arbeit anzeigen. Klingt irgendwie unvorstellbar? Ist es auch. Bisher.Â
In den Worten des Committee of Digital and Knowledge-Based Cities, ist eine Stadt âsmartâ, âwhen its investment in human and social capital and in communications infrastructure actively promote sustainable economic development and a high quality of life, including the wise management of natural resources through participatory governmentâ.Â
Die INFOGRAFIK in hoher Auflösung
Demnach werden neue Technologien, auf Basis von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) entwickelt, aber in erster Linie, bestehende Infrastrukturen noch wirtschaftlicher genutzt.  FĂŒr die Industrienation, wie Deutschland zum Beispiel,  bedeutet dies den schrittweisen Ausbau, fĂŒr Schwellen- und EntwicklungslĂ€nder oft grundsĂ€tzlichen Aufbau ihrer Infrastrukturen. Intelligente StĂ€dte haben das Ziel, knappe Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Energie, Raum, Geld und Zeit werden in Smart Cities dynamisch  und sinnvoll eingesetzt â so wie es die jeweiligen BedĂŒrfnisse im Land und der Stadt erfordern.
Entwicklungsgeschichte
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebten gerade einmal 2% der Weltbevölkerung in StÀdten. Innerhalb von hundert Jahren, stieg diese Zahl auf knapp 13 Prozent. Zur Jahrtausendwende waren es bereits 47 Prozent. Bis 2020 wird die globale Stadtbevölkerung 1,9 Prozent jÀhrlich wachsen.
Aber in z.B. China entstehen sie schon heute- die StÀdte der Zukunft.
WĂ€hrend in Asien ganze PlanstĂ€dte, wie etwa die sĂŒdkoreanische New Songdo City mit ihren mehr als 20.000 Bewohnern entstehen, arbeiten europĂ€ische StĂ€dte eher daran, digitale AblĂ€ufe und Produkte in Verwaltung und öffentliches Leben zu integrieren. Im Grunde geht es vor allem in den Bereichen Verkehr, Energie und Datenmanagement darum, Technologien und Daten zu verbinden.Â
Die ersten deutschen StÀdte
Die Hauptstadt Deutschlands, Berlin, bietet sich als stark wachsende Metropole, mit EntwicklungsvorschlĂ€gen an. Berlin gilt als Schmiede fĂŒr innovative und mannigfaltige MobilitĂ€ts- und Verkehrskonzepte. Wer hier wohnt, kann Elektro-MobilitĂ€ts-Projekte, hĂ€ufig in Verbindung mit flexiblen Carsharing-Modellen ausprobieren, ist als App-Tester zum Optimieren bestimmter Wegstrecken gefragt oder kann neue Logistikmodelle ausprobieren. Bei der UnterstĂŒtzung digitaler Projekte spielen auch in Hamburg, Gewohnheiten, Verkehrsströme und ihre Folgen fĂŒr Logistik und die stĂ€dtische Infrastruktur eine zentrale Rolle.
Die Stadt Hamburg arbeitet an einem âSmart Portâ - einer intelligenten Infrastruktur fĂŒr den Hafen, der dank vernetzter Informationen, Waren- und Verkehrsströme optimiert und Pendler per E-MobilitĂ€t zur Arbeit bringt. Hamburg gilt als Modellstadt bei der Digitalisierung. Hier erhellen sich mittlerweile StraĂenlampen, wenn ein Radfahrer daran vorbei fĂ€hrt, Ampeln wissen, wann sich Busse nĂ€hern, und Lastwagen erhalten lĂ€ngere GrĂŒnphasen. In der Senatskanzlei koordinieren vier Mitarbeiter einer âdigitalen Leitstelleâ ressortĂŒbergreifend digitale Pilotprojekte und arbeiten an einer Strategie fĂŒr die Gesamtstadt.
Wie es also in anderen deutschen und weltweiten StĂ€dten, mit der Entwicklung und dem Ausbau der âSmart Citiesâ voran geht, bleibt abzuwarten.Â
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(oder: Natural Language Programming, NLP â in der deutschen Ăbersetzung: maschinelle Verarbeitung natĂŒrlicher Sprache) ist eine Technologie, die das Ziel verfolgt, dass Menschen und Computer miteinander auf einer Ebene sprechen können.
Hierbei werden Erkenntnisse aus der Sprachwissenschaft mit den Methoden der Computerwissenschaft und dem Feld der KĂŒnstlichen Intelligenz (KI) verbunden. NLP geht hier auf die 50er Jahre zurĂŒck. Damals veröffentlichte Alan Turing ein Paper mit dem Titel âComputing Machinery and Intelligenceâ - in diesem Paper stellte er den sog. Turing Test vor â eine Methode, um kĂŒnstliche Intelligenz zu messen, der bis heute GĂŒltigkeit hat.
Damit NLP ĂŒberhaupt funktioniert, muss zunĂ€chst an der Spracherkennung an sich gearbeitet werden. NLP vereint viele Hoffnungen z. B. im Bereich der Mensch-Maschinen-Kommunikation oder der Human Computer Interaction auf sich. Denkbar wĂ€re zukĂŒnftig die Steuerung von GerĂ€ten oder Anwendungen im Web. Die ersten Ergebnisse aus diesem Bereich sind z. B. Chatbots oder digitale Sprachassistenten, wie Amazon Alexa.
TURING TEST
In der normalen Form des Turing-Tests versucht C zu entscheiden, ob es sich bei A oder B jeweils um einen Computer oder einen Menschen handelt. A und B versuchen C davon zu ĂŒberzeugen, dass sie selbst Menschen sind.
Smartes Trafficmanagement und intelligente Verkehrsplanung im GroĂraum Frankfurt am Main
Gerade in Ballungsgebieten steigt der Verkehr mehr und mehr an. Die Lösung könnten Ăberlegungen fĂŒr eine höhere Verkehrseffizienz sein. Aber wo fĂ€ngt man an? Am besten vor Ort also regional. Besonders im Rhein-Main-Gebiet d.h. im GroĂraum Frankfurt am Main existieren bereits viele interessante Beispiele.
Besonders im GroĂraum Frankfurt am Main sind die logistischen Herausforderungen, um Staus möglichst zu vermeiden, gigantisch. Rund 360.000 Pendler fahren jeden Tag zur Arbeit nach Frankfurt, allein ĂŒber das Westkreuz werden tĂ€glich rund 41.000 Fahrzeuge stadteinwĂ€rts geschleust.Â
Gerade Frankfurt ist als Messestadt ein Magnet fĂŒr âTrafficâ â jĂ€hrlich zĂ€hlt die Messe Frankfurt nicht nur ca. 42.000 Aussteller, sondern auch rund 1,6 Millionen Messebesucher, die nicht nur in die Stadt kommen, sondern sich auch wĂ€hrend der Messetage im Agglomerationsgebiet Frankfurt bewegen.Â
Es scheint, als wenn der Verkehrsinfarkt vorprogrammiert ist. Die Lösung fĂŒr die Mainmetropole besteht darin, diese Herausforderung aktiv anzugehen.
Eine Antwort der Planer war das Autobahnleitsystem âMesse Frankfurtâ auf der A648. Diese Anlage dient dazu auf Basis von in Echtzeit erfassten Daten, den Verkehr dynamisch auf taugliche Verkehrsstrecken zu routen. Zudem wird der Verkehrsstrom mit der UnterstĂŒtzung einer situationsabhĂ€ngigen Anzeige von GeschwindigkeitsbeschrĂ€nkungen oder LKW-Ăberholverboten optimiert. Das System besteht hierbei aus dynamischen LED-Tafeln; angebracht sind diese Wegweiser an fĂŒnf VerkehrszeichenbrĂŒcken und einem Verkehrszeichenausleger.
Auch einer der gröĂten Trafficmagneten, die Messe Frankfurt, wurde im Vorfeld in die Planung eingebunden und optimierte mannigfaltige Prozesse, um das Autobahnleitsystem zu einer smarten Lösung zu machen. Unter anderem kamen Verkehrs- und Steuerungssysteme wie CeTraM (Central Traffic Management) zum Einsatz. Derartige Systeme sorgen fĂŒr einen zĂŒgigen Auf- und Abbau von neuen Routen und Leitsystemelementen z. B. bei GroĂveranstaltungen.
Durch das gezielte und zeitnahe Monitoring von FlĂ€chen und Fahrzeugen auf dem Messe- und RebstockgelĂ€nde können LKWs zielgenauer gemanagt werden. Besonders dieses Areal wĂ€re ansonsten unter der starken Verkehrsbelastung zusammenbrechen, da dort ein neuer Check-in fĂŒr bis zu 500 Fahrzeuge entstanden ist.
Die positiven Folgen des neuen Systems: LKWs verweilen nicht mehr so lange wie frĂŒher auf dem GelĂ€nde, der Fahrer weiĂ durch das smarte Traffic Management System wohin er muss und die LKWs werden auch nur auf das MessegelĂ€nde gelassen, wenn dort ein geeigneter Platz vorhanden ist.Â
Kooperative Services fĂŒr mehr Effizienz und Sicherheit auf den StraĂen
Eine weitere Grundlage fĂŒr eine smarte Stadt im Hinblick auf die Verkehrsplanung und dem Management von Verkehrsströmen ist das Pilotprojekt âC-Roads Germanyâ.Â
Bei diesem Projekt ist das Ziel der hessischen Planer, die verstĂ€rkte EinfĂŒhrung kooperativer smarter Verkehrssysteme (C-ITS) mit der UnterstĂŒtzung von Kommunikationstechnologien wie Mobilfunk, WLAN und DAB (Digital Radio). Die Planer bauen das bestehende hessische DRIVE-Testfeld von 200 auf 280 Kilometer weiter aus, um so mehr Raum fĂŒr automatisierten und vernetzten Verkehr zu schaffen. Durch den Einsatz der C-ITS Services werden folgende Punkte bald zur flĂ€chendeckenden RealitĂ€t:
Baustellenwarnung: Aussendung von aktuellen Informationen ĂŒber die genaue Lage und VerkehrsfĂŒhrung an Baustellen ĂŒber verschiedene KommunikationskanĂ€le, wie z. B. DAB.
Einsatzfahrzeugwarnung: Warnung vor langsam fahrenden, stehenden oder sich annÀhernden Einsatzfahrzeugen.
Stauendewarnung:Â Genauste Stauverlaufsanalyse und Bereitstellung einer Warnung fĂŒr den Verkehrsteilnehmer vor den Stauenden.
Verminderung von Stauausbreitung: Harmonisierung der Geschwindigkeiten zur Vermeidung von stauauslösenden Situationen im Verkehrsfluss.
Ampelassistent:Â Restrot-Anzeige und GrĂŒne-Welle-Assistent zur Verbesserung des Verkehrsflusses und der Emissionsminderung an Lichtsignalanlagen.
Nutzung von Fahrzeugdaten fĂŒr die Verbesserung der Verkehrssteuerung.
Auch bei den alternativen Antrieben ist der GroĂraum Frankfurt / Darmstadt eine Vorzeigeregion. Auf der A5 von Frankfurt nach Darmstadt werden Anfang 2019 ĂŒber 15 Kilometer elektrische Lastwagen ĂŒber Oberleitungen mit Strom versorgt. 5 Prototypen des LKW-Bauers Scania werden dort erprobt. Die Hybrid-Lkw fahren auf dem Autobahnabschnitt ausschlieĂlich ĂŒber Strom und sollen so viel Energie aus den dortigen Oberleitungen ziehen, dass der Akku fĂŒr den restlichen Teil der Fahrt auĂerhalb des sog. eHighway ausreichend geladen ist.Â
Die smarte Zukunft, die von neuen Technologien und besonders durch Data-Management getrieben ist, bleibt spannend.Â
Wollen Sie schon jetzt zukunftsweisende Technologien, wie IoT, Industrie 4.0 und neue Workshoptechniken wie z. B. Design Thinking erleben, dann kommen Sie nach Stuttgart in unser INFOMOTION Digital Innovation Lab â jetzt mehr erfahren unter http://www.infomotion-lab.io.
Julian Kling - #Werksstudent bei #INFOMOTION - erklÀrt sein studentisches Projekt, welches er zum INFOMOTION BI INNOVATION DAY umgesetzt hat und welches sich mit dem Thema "Angewandtes #MachineLearning in der Bildanalyse" beschÀftigt.
Mit Datenmanagement & Predictive Analytics dem perfekten Bier auf der Spur
Die QualitĂ€t des Bieres ist die wichtigste Eigenschaft und das bedeutendste Kriterium fĂŒr hochwertiges Bier. Besonders das Reinheitsgebot ist bedeutend. Seit dem 20. Jahrhundert darf sich ein Bier, ein Erzeugnis des Reinheitsgebotes nennen, wenn dieses nur aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser hergestellt wurde. Im Mutterland dieses Gebotes, Deutschland, wird besonders im Frankenland auf diesen QualitĂ€tsstandard geachtet. Bier ist das in Deutschland und vielen anderen LĂ€ndern meistkonsumierteste, alkoholische GetrĂ€nk.
Da der Brauprozess von Bier sehr aufwendig und komplex ist, wird immer mehr Technik zur genauen Auswertung und QualitĂ€tsanpassung genutzt. Durch die Auswertung von Sensordaten und mit der Hilfe von Algorithmen, kann der Biergenuss deutlich verbessert und angepasst werden. Mit diesen besagten Sensoren, können die VorgĂ€nge der TankbefĂŒllung, der Fermentation und der Zugabe von Hefe, sowie zwischen dem AbkĂŒhlen und dem Reinigungsprozess ĂŒberwacht werden. AuĂerdem zeichnen die Sensoren dabei zahlreiche Werte wie Temperatur, Druck oder PH-Werte auf. Ziel ist es, ein qualitativ hochwertiges Bier herzustellen und den Brauprozess so effizient wie möglich zu machen, um die KapazitĂ€ten der Anlagen voll auszuschöpfen. Um dieses âperfekte Bierâ zu brauen, setzt eine Brauerei aus Portland, Deschutes Brewery, auf Datenmanagement. Ihr Business-Plan sieht vor, pro Jahr verschiedene neue Sorten auf den Markt zu bringen und gleichzeitig die QualitĂ€t auf einem konstant hohen Niveau zu halten. Insbesondere fĂŒr eine kleine Brauerei ist dies ein schwierig zu erreichendes Ziel, welches aber dank Predictive Analytics erreicht werden kann.
Das âBier nach Wunschâ entsteht
Neben dem Fokus auf den Brauprozess mit Datenmanagement, lassen sich Algorithmen auch dazu verwenden, um Bier nach dem Geschmack der Kunden zu generieren. Kunden können via Smartphone, dem Unternehmen ein direktes Feedback geben, ob sie mit dem gekauften Produkt zufrieden sind und Ihre Ănderungen teilen. Ein britischer Bierbrauer macht sich diese Informationen zunutze und passt mithilfe KĂŒnstlicher Intelligenz (AI) den Geschmack seines Biers, den WĂŒnschen der Kunden an. Gleichzeitig versucht er durch das Feedback, die QualitĂ€t seines Bieres permanent zu verbessern.
Wie der Genuss des Bieres beeinflusst werden kann
Um den Genuss des Bieres perfekt zu machen, hĂ€ngen der richtige Zeitpunkt des Ăffnens und die perfekte Trinktemperatur davon ab. Auch hier können Algorithmen helfen: Ab welchem Zeitpunkt verliert ein abgefĂŒlltes Bier, den charakteristischen Geschmack? Dieser Zeitpunkt lĂ€sst sich exakt messen und beispielsweise auf dem Etikett angeben. Auch die perfekte Lager- und Trinktemperatur lassen sich so ermitteln und kommunizieren. Vorreiter ist auch hier die Deschutes Brewery, die nicht nur das Haltbarkeitsdatum ihrer Biere auf dem Etikett angibt, sondern auch exakt den Zeitpunkt bestimmen kann, ab dem bestimmte Geschmackskomponenten nicht mehr genieĂbar sind.
Weiterentwicklung fĂŒr die GetrĂ€nkeindustrie
Solche innovativen Vorteile lassen sich nicht nur bei GetrĂ€nken wie Bier nutzen, sondern auch bei Whiskey. Jede Flasche der Marke Johnnie Walkerist heute ein Teil des Internet of Things. FĂŒr das Unternehmen ergeben sich daraus, eine ganze Reihe von Vorteilen â so kann beispielsweise die gesamte Lieferkette ĂŒberwacht und auf diese Weise der Diebstahl von Waren minimiert werden. Aber auch fĂŒr den Kunden selbst ergeben sich Vorteile:  Dieser erhĂ€lt einen genauen Ăberblick ĂŒber die Historie der Lagerung jeder einzelnen Flasche.
Nicolai und Julian von INFOMOTION waren letztes Wochenende in DĂŒsseldorf auf dem Hackathon âHackXâ und haben sich dort mit der Fragestellung des Hackathons âWie wird der Nachrichtenkonsum im Jahr 2025 aussehen und wie finden Smart Speaker ihren Platz in diesem Szenario?â beschĂ€ftigt.
In ihrem selbstgedrehten Video stellen sie kurz die Fragestellung vor und umreiĂen ihre Lösung.
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âș Â Â Â Privacy by Design
Ăbersetzt heiĂt Privacy by Design âDatenschutz durch Gestaltungâ. Gemeint ist ein ĂŒberlegtes und vorausschauendes Vorgehen, welches schon beim Design eines Datenverarbeitungsvorgangs den Datenschutz mitdenkt. Das Unternehmen ergreift also frĂŒhzeitig MaĂnahmen um den Schutz personenbezogener Daten nach dem DSGVO im Entwicklungsstadium durch das Ergreifen technische und organisatorische MaĂnahmen (TOMs) sicherzustellen.
(vgl. BFDI - https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Publikationen/Infobroschueren/INFO6.pdf?__blob=publicationFile&v=41)
âș Â Â Â Privacy by Default
HeiĂt ĂŒbersetzt âDatenschutz durch Grundeinstellungenâ und meint, dass die Grund- bzw. Werkseinstellungen einer z.B. Applikation datenschutzfreundlich gestaltet wurden. Der Gedanken dahinter ist recht simpel: Es sollen User geschĂŒtzt werden, die nicht so viel Wissen im Bereich Technik haben und deren Wissen nicht dazu ausreicht bzw. die nicht in der Lage sind, die datenschutzrechtlichen Settings ihres eigentlichen Handlungswillens entsprechend einzustellen. Diese Annahmen stehen hinter dem Begriffspaar âPrivacy Paradoxâ â dieses Paradox sagt aus, dass Nutzer den Schutz ihrer PrivatsphĂ€re zwar befĂŒrworten, aber (aus bestimmten GrĂŒnden) entsprechende Einstellungen nicht vornehmen (können).
(vgl. BFDI - https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Publikationen/Infobroschueren/INFO6.pdf?__blob=publicationFile&v=41)
SAP Leonardo- das neue âDigital Innovation Systemâ
SAP Leonardo heiĂt das neue âDigital Innovation Systemâ, welches Anwendungen und Microservices fĂŒr das Internet der Dinge, Machine Learning, Blockchain sowie Analytik und Big-Data-Analysen bereitstellt. Neben den Technologien, Services und Anwendungen stellt die SAP auch Methoden wie Design Thinking, Data Intelligence Tools und Benchmarking zur VerfĂŒgung.Â
Um die EinfĂŒhrung von digitalen Innovationen weiter zu beschleunigen, bietet das Unternehmen SAP, SAP-Leonardo-Accelerator-Pakete, die auf bestimmte Branchen und KernfunktionalitĂ€ten wie beispielsweise IoT zugeschnitten sind.
Unternehmen geht es darum, schnell neue datengetriebene Dienstleistungen und GeschĂ€ftsmodelle zu etablieren, das Kundenerlebnis zu verbessern, sowie GeschĂ€ftsprozessen effizienter zu machen. Doch ist oft nicht klar, welche Projekte sie konkret angehen wollen und welche Werkzeuge und Lösungen von SAP sie dabei unterstĂŒtzen können. Die Accelerator-Pakete, kurz Accelerators, helfen dabei, in einem Design-Thinking-Prozess, aus dem Bereich SAP Digital Business Services gemeinsam neue Use-Cases zu entwickeln, bei denen die geschĂ€ftlichen Ziele mit Hilfe von SAP Leonardo unterstĂŒtzt werden.
Je nachdem wie tiefgreifend das Unternehmen seine Innovationsstrategie aufsetzen will, ist bereits nach acht Wochen, mit ersten Prototypen zu rechnen. Dabei kommen unter Anderem, beispielsweise Methoden und Technologien aus den Bereichen Big Data und Machine Learning zum Einsatz.Â
Services wie SAP Machine Learning Foundation ermöglichen die Entwicklung, Integration und den Betrieb der Machine Learning Services, innerhalb der bestehenden SAP Architektur. Im Rahmen des SAP Business Hub, welcher als eine Art AppStore fĂŒr Machine Learning APIs fungiert,  werden bereits integrierte Services fĂŒr verschiedene Branchen wie z.B. fĂŒr Finance zur Optimierung der internen Prozesse angeboten.
Design Thinking im INFOMOTION Digital Innovation Lab
Agile Prinzipien und Prozesse wie Design Thinking sind dabei unsere Arbeitswelt grundlegend zu erneuern.Â
Sie helfen komplexe Probleme schnell und zielfĂŒhrend zu lösen, gemeinsam im Team nutzerzentrierte Innovationen zu schaffen und ganzheitliche Lösungen zu entwickeln.Â
Letzte Woche haben einige Kollegen von INFOMOTION einen derartigen Design Thinking Workshop unter Anleitung von Markus Enderlein (Leiter unserer Strategieeinheit) im INFOMOTION Digital Innovation Lab im Herzen von Stuttgart aktiv durchlaufen.Â
Ein derartiger Prozess ist dabei durch drei groĂe Auszeichnungen geprĂ€gt - zunĂ€chst einmal ist EinfĂŒhlungsvermögen bzw. Empathie der Skill, der meist zu vermarktbaren Produkten und Services fĂŒhrt. Wer die BedĂŒrfnisse seiner Nutzer verstehen und als Prototypen umsetzen kann, der entwickelt AnsĂ€tze und Lösungen, die der Markt auch annimmt. UserverstĂ€ndnis entwickeln, Werkzeuge und Vorgehensweisen kennenzulernen war daher ein zentrales Ziel des Design Thinking Workshops im Digital Innovation Lab.Â
Markus Enderlein: âFehler machen und daraus lernen. Das ist der goldene Weg zur Erneuerung. Ideen werden bei uns nicht lange diskutiert und damit todgeredet, sondern prototypisch konzipiert und getestet.â Â Â
Dabei entscheidend ist besonders die zweite Auszeichnung - der iterative Prozess und das kreative WohlfĂŒhlumfeld im âDigilabâ unterstĂŒtzen diese geistige Grundhaltung. Last but not least ist besonders das Arbeiten ĂŒber Fachrichtungen hinweg entscheidend beim Design Thinking - dabei haben unsere Kollegen zusammen an vielen neuen mannigfaltigen Ideen gearbeitet.
 Mit diesem Vorgehen kultiviert man eine gemeinsame Sprache und erhÀlt einen 360-Grad-Blick auf die Dinge, die es zu entwickeln gilt. Damit erreicht man ein Setting, welches es ermöglicht, komplexe Problemstellung konstruktiv zu lösen.
Der grunderneuernde Design Thinking Event
WĂ€hrend nur eines Tages erfuhren unsere Kollegen die Prinzipien des Design Thinking. Markus erklĂ€rte dabei die einzelnen methodischen Prozesse von der BedĂŒrfnisanalyse, ĂŒber die Ideenentwicklung bis hin zum Prototyping.Â
Danach ging es ins âHands onâ und es galt das Kennengelernte in kleinen eigenstĂ€ndigen Teams anzuwenden. Ziel des Workshops war es dabei das iteratives Vorgehen anhand eines Beispiels aus dem Alltag zu erproben und so zu schnellen und innovativen Ergebnissen zu gelangen - hierbei war das nutzerzentrierte Denken als Grundlage fĂŒr die Ideenentwicklung anzuwenden.
Der gesamte Prozess wurde durch die interdisziplinĂ€re Teamarbeit und die hierdurch freiwerdende KreativitĂ€t angetrieben.Â
Kerstin Neu, Business Unit Managerin, ĂŒber den Tag im INFOMOTION Digital Innovation Lab: âMein Team und ich fanden den Tag nicht nur toll und kreativ erfrischend, sondern viel wichtiger war fĂŒr mich, dass ich nicht nur mit einem Einblick nach Hause gegangen bin, dass es auch anders gehen kann, sondern mit der tiefen Gewissheit darĂŒber wie genau.âÂ
Weitere Infos zum Digital Innovation Lab finden Sie hier.
Hier einige Fotos aus dem INFOMOTION Digital Innovation Lab:Â
Möglichkeiten von Big Data in der Medizin - Call me Dr. Algorithmus! - TEIL 1
Kurz nach der Entdeckung des Fliegens wurde 1913 auf der Genter Weltausstellung, am Vorabend des 1. Weltkriegs, der Autopilot der Ăffentlichkeit prĂ€sentiert - was damals noch eine Weltsensation war, ist heute Alltag.Â
Inzwischen fliegt ein Pilot bei einem durchschnittlichen Linienflugs. einer modernen Boeing, nur noch rund drei Minuten selbst.Â
âBig Dataâ nimmt auch im Auto immer mehr Raum ein: Abstand, Bremsen, Spurfahrten, StraĂenschilder, Parken - all dies wird von einem aktuellen PKW mit Assistenzsystemen mitgesteuert und ĂŒberwacht.
In einem PKW ist 2018 mehr Computertechnik verbaut, als der Apollo Mission, die 1969 auf dem Mond landete, zur VerfĂŒgung stand. Ebenso hat sich auch die Medizin entwickelt - dennoch sind wir vom medizinischen Autopiloten noch weit entfernt - oder doch nicht?
Wenn wir uns Big Data in der Medizin anschauen wollen, ist ein tiefer Blick notwendig, da es hierbei um die Automatisierung des medizinischen Alltags geht. Und Automatisierung ersetzt menschliche TÀtigkeiten nicht einfach, sondern verÀndert diese. Diese VerÀnderung lÀuft dann meist in einer Art und Weise, die ihre Entwickler weder vorhergesehen, noch beabsichtigt haben. (vgl. Raja Parasuraman)
Automatisierung geht also auch immer mit dem Aspekt der VerselbststĂ€ndigung einher. Vielleicht verĂ€ndern wir durch Automatisierung die Welt der Medizin daher stĂ€rker als wir das wollen bzw. auch wĂŒnschen wĂŒrden.
Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags erklĂ€ren im âAktuellen Begriffâ zu Big Data:
âNach SchĂ€tzungen des McKinsey Global Institute wĂ€ren durch den Einsatz von Big Data allein im US-amerikanischen Gesundheitswesen Effizienz- und QualitĂ€tssteigerungen im Wert von ca. 222 Mrd. Euro und fĂŒr den gesamten öffentlichen Sektor in Europa von jĂ€hrlich 250 Mrd. Euro möglich. Das Besondere bei Big Data-Analysen ist vor allem die neue QualitĂ€t der Ergebnisse aus der Kombination bisher nicht aufeinander bezogener Daten.â (vgl. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags, Big Data, Aktueller Begriff 37/2013)
Die medizinische RealitÀt in deutschen KrankenhÀusern sieht aber noch ganz anders aus und ist meist durch den Einsatz von Papier geprÀgt. Der Grad der Digitalisierung, auch in der Medizin, ist aber nicht mehr aufzuhalten. Die Berge an digitalen Daten wachsen zusehends.
Der Trend zur Digitalisierung ist durch drei wesentliche GrĂŒnde geprĂ€gt:
Die Medizin kommt heute nicht mehr ohne digitale und vernetzte diagnostische Instrumente aus und dies nicht nur in der Genetik, sondern auch bei den bildgebenden Verfahren fallen riesige Datenmengen an.
Patienten âverursachenâ heute immer mehr Daten selbst - z.B. durch den digitalen und vernetzten Blutdruckmesser oder durch Smartphones und Sensoren.
Gerade die Digitalisierung ist ein groĂer Treiber fĂŒr InnovationenÂ
In der gesamten Gesundheitswirtschaft und nicht nur in KrankenhÀusern werden doch schon seit langer Zeit Daten erzeugt, gesammelt und ausgewertet - handelt es sich beim Trend zur Digitalisierung also nur um alten Wein in neuen SchlÀuchen? Also alles nur Scheininnovation - was erklÀrt also den Hype um Big Data?
Die folgenden drei Punkte können evtl. eine ErklÀrung liefern:
Heute gibt es die Technologie, riesige Datenmengen zeitnah verarbeiten zu können. Dies war noch in den 90er Jahren nicht vorstellbar.
Der Wunsch vieler Ărzte und Forscher nach der Hebung des zersplitterten Datenschatzes wurde in den letzten Jahren immer lauter. Daten sind heute noch oft in einzelnen, getrennt voneinander arbeitenden Systemen beheimatet. Man möchte diese Daten nun zusammenfĂŒhren, um ZusammenhĂ€nge besser verstehen zu können.
Neue Technologien gehen immer einher mit neuen Anwendungsmöglichkeiten. Eine solche Anwendung könnten z.B. wissensbasierte Programme sein, die durch das ZusammenfĂŒhren groĂer Informationsmengen einen Behandlungsprozess wirklich âcoachenâ könnten.
Das Big Data-Framework
Um einen Ăberblick zu bekommen, welche Szenarien im Kontext von Big Data denkbar sind, hat bereits 2010 das nejm.org - das New England Journal of Medicine - das Zentralorgan der medizinische Forschung - ein Big Data-Framework veröffentlicht, welches ich Ihnen in folgender Prezi veranschaulichen möchte.
Hier klicken, um die PREZI-PrÀsentation zu starten.
Soweit der erste Teil unserer Serie âMöglichkeiten von Big Data in der Medizinâ - in der nĂ€chsten Folge dieser Serie schauen wir uns die Handlungsfelder von Big Data in der Medizin genauer an und gehen auf den Bereich âPersonalisierte Medizinâ ein.Â
Also bleiben Sie dran. Die nÀchste Folge dieser Serie erscheint bald.
In der Medizin fallen in fast allen Bereichen groĂe Datenmengen an. Und dort, wo groĂe Datenmengen auflaufen und gespeichert werden mĂŒssen, kommt der Begriff Big Data ins Spiel.
Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen, Befunde aus dem CRT oder MRT sowie viele andere Informationen mĂŒssen analysiert und im Zuge einer Diagnose in Bezug zueinander gesetzt werden.
Hier ist Big Data oftmals ein Lösungsansatz. Dabei kann Big Data in allen Bereichen der Medizin Anwendung finden - sei es im Krankenhaus, in der medizinischen Forschung, in der Verwaltung oder bei Krankenkassen. Die Aufgabe von Big Data ist meist gleich: Erkennung von Mustern in Daten, die bisher noch verdeckt und nicht sichtbar waren.
Aber in der Medizin steht der Mensch und nicht die Technik im Mittelpunkt - oder sollte es jedenfalls - und genau diesen oftmals erkennbaren Widerspruch, kann Big Data entschĂ€rfen bzw. ĂŒberbrĂŒcken. Gerade das Dreamteam Medizin und Big Data kann das enorme Potenzial, welches in den Daten schlummert, heben und so bessere Therapien fĂŒr die Patienten ermöglichen.
Einsparung von Kosten durch bessere Diagnosen
Big Data macht die Mustererkennung möglich und kann so bei Diagnosen helfen.
Ărzte und Wissenschaftler werden durch die âInsightsâ aus Big Data befĂ€higt, ZusammenhĂ€nge schneller zu erkennen, die sonst nur schwer auslesbar gewesen wĂ€ren. Oft laufen die in der Medizin ĂŒblichen Leitlinien bei der Behandlung z.B. von alten Menschen ins Leere oder haben einen negativen Effekt - auch hier kann Big Data schnell notwendige Learnings ziehen und so eine richtige Behandlung aufzeigen.
Durch dieses Erkennen von ZusammenhĂ€ngen, also durch die Beantwortung des wissenschaftlichen âWarumsâ, können Patienten schneller behandelt werden, unnötige Behandlungen und Untersuchungen entfallen und die stationĂ€re Aufenthaltsdauer im Klinikum kann zudem gesenkt werden - dadurch lassen sich Kosten sparen und die BehandlungsqualitĂ€t der Patienten wird erhöht.
Auch in der Medizin sind die Daten - wie in der Wirtschaft - heterogen und stammen aus mannigfaltigen Datenquellen, die meist nicht untereinander kompatibel sind. Big Data hilft bei der Vereinheitlichung von Daten und schafft damit die Basis fĂŒr das Erkennen von ZusammenhĂ€ngen.
Big Data kann Daten, die unstrukturiert sind, ordnen und so analysierbar machen. Besonders in der Medizin sind die Messdaten meist heterogen. AbhĂ€ngig von eingesetzten Diagnosetools liegen die gewonnen Daten in unterschiedlichen Formaten oder Formen vor. Abteilungen, Fachbereiche oder ganze KrankenhĂ€user sind schlecht oder ĂŒberhaupt nicht miteinander vernetzt und z.B. die ganzheitliche Softwarelösung fĂŒr die Steuerung von Klinikprozessen wie z.B. Orbis von Agfa HealthCare sind zwar klasse und auch fĂŒr die einzelne Klinik ein notwendiger Schritt in die âdatadrivenâ Zukunft, aber bleiben im Einzeleinsatz Insellösungen und damit stecken.
Die Herausforderungen fĂŒr Big Data im Klinikeinsatz sind also bekannt.
Die homogenen Daten mĂŒssen miteinander vernetzt werden und durch die zeitnahe Bearbeitung von groĂen Datenbergen heterogener Daten lassen sich die oft lebensrettenden ZusammenhĂ€nge ĂŒberhaupt erst erkennen. Hier wird besonders die Mustererkennung, die aus Daten anderer Patienten hervorgeht, erst durch Big Data möglich. Aber nicht nur personenbezogene Daten, die natĂŒrlich dem Datenschutz unterliegen, sind eine Quelle fĂŒr Big Data, sondern es gibt viele andere Datenquellen in der Medizin, die durch Big Data âveredeltâ werden können.
Schaut man sich z.B. den Einkauf an, so können Big Data Lösungen dafĂŒr sorgen, dass die besten Lieferanten, mit dem besten Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis gefunden werden. Im nĂ€chsten Schritt können die Patientendaten dafĂŒr sorgen, dass der Einkauf die besten Medikamente fĂŒr den besten Preis erhĂ€lt und zudem noch genau die Medikamente auswĂ€hlen kann, die z.B. in der Geriatrie benötigt werden.Â
Hierzu Frau Dr. med. Magdalena Manger (OberĂ€rtztin und FachĂ€rztin fĂŒr Innere Medizin und Geriatrie am Klinikum Frankfurt Höchst): âGerade bei Ă€lteren Patienten birgt die Polypharmakotherapie erhöhte Risiken. Medikamente, die oft zusammen vertrĂ€glich sind, können im Alter potenziell inadĂ€quat wirken. Hier bedienen wir uns oft in Deutschland der PRISCUS-Liste, die aber noch stark âanalogâ und wenig agil aufgesetzt ist.â
Big Data im Bereich Verwaltung und Krankenkassen
Auch im Bereich der Verwaltung kann Big Data sinnvoll eingesetzt werden. Durch den Wegfall von falschen Diagnosen und durch eine VerkĂŒrzung der Therapiezeit wird auch die stationĂ€re Aufnahme von Patienten verringert. Die Folge: KrankenhĂ€user können in der gleichen Zeit mehr Patienten behandeln und die Patienten können frĂŒher zu Ihren Familien. Menschen werden also schneller gesund, ohne ĂŒberflĂŒssige Behandlungen durchmachen zu mĂŒssen, Kosten werden gesenkt und KrankenhĂ€user und Ărzte entlastet.
Patientendaten ĂŒberwachen
LĂ€uft die Big Data-Lösung erstmal, ist es sinnvoll möglichst alle Daten, die erfasst werden können, auch zu sammeln und auszuwerten. So ist es z.B. empfehlenswert, die Vitalfunktionen von Patienten ĂŒber Sensoren zu ĂŒberwachen. Getreu dem alten Kardiologengrundsatz âTime is muscleâ, können Sensoren schon frĂŒhzeitig Marker weitergeben, die zusammen mit einer Big-Data-Lösung einen Herzinfarkt prognostizieren können. Derartige Sensoren sind schon heute im Einsatz - so ist es durchaus ĂŒblich die Herzfunktion z.B. ĂŒber einen Loop Recorder aufzuzeichnen und AuffĂ€lligkeiten via Funk an den behandelten Arzt zu senden. Aber auch hier fehlt oftmals die verbindende Big Data-Lösung, die ZusammenhĂ€nge aufzeigen kann.
Von Samuel Hahnemann lernen
Wenn man sich den Mediziner Hahnemann zum Vorbild nimmt und seine Lehre der Homöopathie
genauer anschaut, sieht man, dass die Kraft kleiner Gaben im richtigen VerhĂ€ltnis oft zum Erfolg fĂŒhrt. Deshalb kommt es auch auf die verantwortlichen Personen in der Medizin an, die nun die Aufgabe haben das richtige VerhĂ€ltnis zwischen Personal und Technik zu finden. Denn auch Big Data-Lösungen können keine Ărzte ersetzen, sondern nur unterstĂŒtzend wirksam werden, um so die Ărzte zu entlasten und dabei zu helfen Diagnosen wirksamer zu stellen.
Was macht nun INFOMOTION?
Die INFOMOTION GmbH hat sich zur Aufgabe gemacht, Big Data und Medizin nĂ€her zu verzahnen. Um diese Herausforderung besser stemmen zu können, hat INFOMOTION das Deutsche Zentrum fĂŒr analytische Medizin (GCAM) ins Leben gerufen.
Das Deutsche Zentrum fĂŒr analytische Medizin (GCAM) hat das Ziel, die gemeinschaftliche Nutzung von Daten im medizinischen Bereich zu fördern. Mit strukturierenden und analytischen Methoden werden aus diesen vergemeinschafteten Daten neue Erkenntnisse gewonnen. Auf dieser Grundlage wird die QualitĂ€t von Diagnosen sowie Therapieentscheidungen bzw. âverlĂ€ufen signifikant angehoben.
Weitere Infos ĂŒber GCAM finden Sie auf der Webseite des Zentrums, unter:
http://www.gcam.life/de/
Quellen: Interview mit Frau Dr. Magdalena Manger vom MĂ€rz 2018 und Anregungen aus dem Standardwerk: Praxisnahe Altersmedizin - Kohlhammer 2014
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Die Daten wachsen und wachsen â aber die zentrale Frage nach der schnellen Auswertung dieser Daten bleibt oft unbeantwortet. Eine mögliche Antwort bzw. Lösung stellt Hadoop dar, ein verteiltes, hochverfĂŒgbares Datensystem. Besonders ODBC (Open Database Connectivity - ODBC = fĂŒr etwa Offene Datenbank-VerbindungsfĂ€higkeit) ermöglicht einen einfachen und skalierbaren Zugriff auf das Hadoop Distributed File System und zudem auch auf ein Data Warehouse.
ODBC stellt hierbei eine standardisierte Datenbankschnittstelle, die SQL als Datenbanksprache verwendet. Es bietet also eine Schnittstelle (API), die es einem Programmierer erlaubt, seine Anwendung unabhĂ€ngig vom verwendeten Datenbankmanagementsystem (DBMS) zu entwickeln, wenn dafĂŒr ein ODBC-Treiber existiert.
Kaum ein Thema wird in der IT-Abteilung bzw. den relevanten Fachbereichen so in den Mittelpunt der Betrachtung gestellt, wie Big Data - dies beruht besonders auf einen grundsĂ€tzlichen Wandel im Data Management. Noch vor einigen Jahren haben Unternehmen nur die Daten abgelegt bzw. gespeichert, die auch wirklich fĂŒr die Beantwortung von akuten Fragen benötigt wurden, heute sind die Unternehmen zu Datensammlern geworden â fast alles, was aus internen und externen Datenquellen kommt, wird gespeichert. Getreu nach dem Motto âBesser haben, als brauchenâ speichern die Unternehmen, dank sinkender Preise fĂŒr Hardware und Speichermedien, mehr Daten als frĂŒher. Zur Erfassung und Auswertung dieser groĂen Datenmengen suchen Unternehmen nach File Systemen, die eine Auswertung dieser Daten ĂŒberhaupt ermöglichen â hierbei kommt man an Hadoop meist nicht vorbei.
Hadoop sehen viele Experten als eine Art Daten-Raffinerie. Vereinfacht und sehr kurz ausgedrĂŒckt, ist Hadoop ein Java erstelltes Framework fĂŒr verteilt arbeitende, skalierbare Programme. Das Ziel dieser Programme ist es, komplexe RechenablĂ€ufe mit groĂen Datenmengen auf mehreren Rechenknoten in hoher Geschwindigkeit durchzufĂŒhren. Es ist also zur BewĂ€ltigung der Datenverarbeitung im Big Data-Umfeld geeignet.
Zudem ist das Software Framwork Hadoop ein Ăkosystem, welches auf mannigfaltigen Architekturen und auf unterschiedlicher Hardware zum Laufen gebracht werden kann. Der Ursprung von Hadoop liegt bei der Suchmaschine âLuceneâ und dem Erfinder Doug Cutting, der die Java Software Hadoop nach dem gelben Kuscheltierelefanten seines Sohnes benannte.
Hadoop lÀuft auf einem Computer Cluster
Heute ist es ĂŒblich, dass viele Technologien auf einem Computer Cluster laufen. Dieses Vorgehen zeigt viele Vorteile: Die Cluster können durch ĂŒbliche Standard-Server aufgebaut werden, so dass ein Cluster beliebig erweitert werden kann â und genau diese verteilte Architektur eröffnet die Möglichkeit groĂe Datenberge schnell abzuarbeiten bzw. zu verarbeiten. Durch die Aufsplittung einer groĂen Datenmenge auf viele Server ist Hadoop bereit komplexe Abfragen bearbeiten zu können.
Eines der ersten groĂen Projekte, welches sich das verteilte Rechner nutzbar machte, ist das allgemein bekannte SETI@home Projekt, welches bereits 2004 von der UniversitĂ€t Berkeley ins Leben gerufen wurde. Ziel war es damals groĂe Mengen an Radiosignalen (Daten) nach kĂŒnstlichen Lebenszeichen (d.h. von Aliens) zu durchsuchen.
In der Wirtschaft werden heute Lösungen wie Hadoop als sog. Daten Raffinerien genutzt. ZunĂ€chst werden groĂe Datenmengen eingelesen, d.h. importiert und zu kleinen, leichter fassbaren Paketen umgewandelt, um so die interessierenden, d.h. die relevanten Informationen zu gewinnen. Die eigentliche Datenverarbeitung wird dann mit âMapReduceâ von Jeffrey Dean und Sanjay Ghemawat bewerkstelligt. Mehr Infos zu âMapReduceâ finden Sie hier: https://research.google.com/archive/mapreduce.html
"Die Algorithmen nehmen uns die ArbeitsplÀtze weg!"
Okay, so weit ist es noch nicht gekommen. Doch wenn man den Artikeln im Handelsblatt, Focus und vielen weiteren glauben schenkt, dĂŒrfte es in wenigen Jahren Demonstrationen geben, bei denen dieser Spruch auf Transparenten zu lesen sein wird. In zehn bis zwanzig Jahren, so menetekelten die Oxford-Wissenschaftler, Carl Benedikt Frey und Michael A. Osborne schon 2013, wĂŒrden etwa 47 Prozent der amerikanischen Arbeitnehmer um ihren Job bangen. Bedenkt man das Erscheinungsdatum der Studie, könnte es also schon in fĂŒnf Jahren so weit sein. Die Studie mit dem monumentalen Namen âThe Future of Employmentâ kann man hier nachlesen: https://www.oxfordmartin.ox.ac.uk/downloads/academic/The_Future_of_Employment.pdf
Na und? Dann lernst du halt um!
Die groĂe Problematik liegt nicht darin, dass die Menschen heute falsch ausgebildet wĂ€ren. Der Jobverlust wird viele Branchen betreffen, die sich anpassen mĂŒssen, genau wie die Ausbildung. Das wird ein Prozess, der zwar schnell vonstatten gehen muss, aber nicht von heute auf morgen. Die Banker von 2018 sind die Fintechies von 2025, haben statt BWL eben Wirtschaftsinformatik studiert oder ein Data Science Traineeship bei ihrem Arbeitgeber absolviert ;-). Nur wird es fĂŒr einige schwieriger werden, ihren Platz in einer Arbeitswelt zu finden, die einen hohen Grad an Ausbildung und Intellekt voraussetzt. Die Menschen, die sich heute noch fĂŒr körperliche Arbeit aufgrund mangelnder Eignung fĂŒr Alternativen entscheiden können, werden in dieser neuen Welt verlieren. Man kann die Menschen nicht schlauer machen, als sie sind. Und nicht jeder ist geistig in der Lage, ein MINT-Studium zu packen. Das klingt nicht schön, ist aber RealitĂ€t. Die Intelligenz unterliegt gnadenlos der Gaussverteilung und kann kaum gesteigert werden (Harrison et al., 2013). https://web.ics.purdue.edu/~tredick/2013%20Harrison%20et%20al.pdf
Digital first, Bedenken second?
Wir stehen vor der Herausforderung, dass es viele Menschen geben wird, die nicht in diese hochtechnologische Zukunft passen. Das betrifft laut CBInsights rund 10 Millionen Arbeitnehmer in den USA, die als ReinigungskrĂ€fte, Fahrer oder Lagerarbeiter beschĂ€ftigt sind (https://www.cbinsights.com/research/jobs-automation-artificial-intelligence-risk/). Aber natĂŒrlich betrifft es auch die designierten Blue Collar Worker, fĂŒr die sich keine Stelle finden lassen wird.
Prompt werden Forderungen nach Grundeinkommen, laut und als sozialvertrÀglich verkauft. Sollte dies etwa schon wieder die Antwort auf ein gesellschaftliches Problem sein? Die intellektuelle Elite macht es sich leicht und wirft dem unverschuldet arbeitslosen Plebs ein paar Knochen hin, damit es oben immer weiter und höher hinaus gehen kann, ohne dass einem die Basis im Weg herumsteht. Schon mit Hartz 4 hat man es sich leicht gemacht: Eine nicht arbeitsfÀhige oder -willige Gruppe wird mit Schweigegeld ruhig gestellt. Gerade genug, damit sie nicht rebellieren, aber auch nicht so viel, dass es weh tut. Allerdings ist es auch schwer, eine Alternative zu entwickeln.
âI think we need to be proactive in regulation instead of reactive.â -
Elon Musk ĂŒber Roboter und AI.
Wohin mit den Leuten? Solange es keine menschenfreundliche Lösung gibt, sollte man lieber darĂŒber nachdenken, ob man es so weit kommen lassen will. Nur weil man in der Lage ist, Roboter und kĂŒnstliche Intelligenzen in vielen Bereichen einzusetzen, heiĂt das noch lange nicht, dass man das auch tun sollte. Der Staat reguliert auch an anderer Stelle mit Freuden, bestimmt wie lange ein Arbeitnehmer maximal pro Tag arbeiten darf, dass an Sonntagen die GeschĂ€fte geschlossen bleiben und vieles mehr. Selbst fĂŒr den Krieg gibt es Regeln und unlĂ€ngst wird diskutiert, ob man sogenannte Killerroboter durch Konventionen verbieten sollte. Warum kann es kein Gesetz geben, das die Rationalisierung ganzer Berufszweige limitiert? Weil Roboter exakter, schneller und nahezu fehlerfrei arbeiten? Ja, vielleicht. Glaubt man Elon Musk, dann sind uns Computerprogramme in fast allen Aufgaben haushoch ĂŒberlegen: âWhatâs going to happen is: robts will be able to do everything better than us.â https://www.cnbc.com/2017/07/17/elon-musk-robots-will-be-able-to-do-everything-better-than-us.html. Es bleibt die Frage, inwieweit wir ĂŒberhaupt die Perfektion der KI wollen!
Wo bleib die Spannung?
Unser gesellschaftliches Leben und Arbeiten profitieren letztendlich von der Imperfektion. Sicherlich ist die Torlinientechnik beim FuĂball gerechter und eindeutiger. Aber sie verhindert auch Emotionen, Legendenbildung und aufgeheizte Debatten vor dem Fernseher. Wo bleibt noch der Sinn in einer Diskussion am Stammtisch, wenn wir ĂŒber Google innerhalb weniger Sekunden herausfinden, wer Recht hat? Thema abgehakt, worĂŒber sprechen wir jetzt⊠Wie langweilig wird das Leben, wenn wir uns nicht vollkommen zu Unrecht einmal einen Vorteil verschaffen, bei der Steuern ein wenig flunkern oder Schwarzfahren können? Wenn wir nie die Bahn verpassen, verschlafen oder eine miese Leistung bei der Arbeit abliefern? Andererseits können einige tolle Dinge erst durch kĂŒnstliche Intelligenz realisiert werden, wie die Detektion von winzigen Krebszellen in MRT-Bildern die ein Radiologe ĂŒbersehen kann oder die automatische Abwehr PĂ€dokrimineller in Kinderchats. Es ist eine ethische Grundfrage, an welcher Stelle man KI und Robotik einsetzen möchte und sollte. Marc Uwe Kling beschreibt in seinem Roman âQualitylandâ eine Zukunft, in der alles durch KI gesteuert wird und die Menschen infolgedessen ein bedeutungsloses und langweiliges Dasein fristen. Damit das nicht passiert, ist es in der Verantwortung derjenigen, die die Technologie beherrschen, wofĂŒr sie eingesetzt werden soll.