Ausgerechnet auf der Nachtwanderung, auf die Nina sich so gefreut hat, verdirbt ihr ein mĂ€chtiger Druck im Darm das VergnĂŒgen. Trotz des hef
Nachtwanderung â MĂ€chtiger Druck auf der Tour
Von Rebecca Valentin
Die Nacht lag wie ein samtschwarzer Mantel ĂŒber den Bergen. Nur der schmale Pfad, auf dem die Gruppe sich bewegte, wurde vom schwachen Schein der Stirnlampen erhellt, wĂ€hrend hoch oben die Sterne funkelten. Die Luft war kĂŒhl und klar, durchzogen vom Duft nach feuchtem Moos und Stein. In der Ferne hörte man das Rauschen eines Gebirgsbachs, ansonsten nur das Knirschen von Wanderschuhen auf dem steinigen Untergrund und ein gelegentliches, leises Atmen der Teilnehmer der gefĂŒhrten Nachtwanderung.
Nina ging vorn in der kleinen Wandergruppe mit. Ihr Rucksack fĂŒhlte sich mit jedem Schritt schwerer an; das Funktionsshirt und die leichte Trekkinghose klebten feucht an ihrer Haut. Vor zwei Stunden hatten sie in der BerghĂŒtte noch ausgiebig gegessen â herzhafte BratwĂŒrste mit Sauerkraut, frisches Brot und vor allem den wĂŒrzigen Bohneneintopf, den der HĂŒttenwirt voller Stolz serviert hatte. Jetzt bereute sie jede einzelne Kelle davon â ihm gab sie mitsamt dem Kraut die Schuld daran, dass sich in ihrem Unterleib ein unangenehm mĂ€chtiger Druck ausgebreitet hatte. Mit jedem Schritt auf dem unebenen Pfad drĂ€ngte die Menge in ihrem Darm stĂ€rker gegen den SchlieĂmuskel. Nina presste die Lippen aufeinander, versuchte, sich nichts anmerken zu lassen und ihren Gang möglichst gleichmĂ€Ăig zu halten, doch die Anspannung kroch ihr in die Schultern bis hinauf zum Nacken. »Liebes, du bist so still«, sagte Marc ruhig neben ihr. In seiner Stimme schwang Sorge mit. Er warf ihr einen kurzen Seitenblick zu und berĂŒhrte sanft ihren Arm. »Ist dir nicht gut?« Anna, die direkt hinter ihr lief, sprach noch leiser: »Es ist der Bauch, oder? Mir liegt der Eintopf auch schwer im Magen, aber du siehst richtig blass aus um die Nase.« Nina nickte nur knapp. Eine neue Welle des Drangs rollte durch ihren Unterbauch, machte ihr das Sprechen fĂŒr diesen Moment unmöglich. Die kompakte Masse drĂŒckte nach unten und dehnte den SchlieĂmuskel spĂŒrbar. Sie blieb fĂŒr eine Minute stehen, kniff die Oberschenkel eng zusammen und atmete langsam und kontrolliert aus. Dennoch entwich ihr ein leises, unterdrĂŒcktes Stöhnen. »Ich ⊠ich muss ⊠ganz dringend«, flĂŒsterte sie heiser. Ihre Wangen glĂŒhten trotz der kĂŒhlen Nachtluft. »Es wird immer schlimmer. Ich weiĂ nicht, wie lange ich es noch schaffen kann.«
Viktor, der Guide der Tour, wandte sich zu ihnen um. Er war ein ruhiger, erfahrener Mann Mitte fĂŒnfzig, der seine Regeln ernst nahm. »Nicht stehen bleiben bitte. Haltet euch eng zusammen. Es ist dunkel, das GelĂ€nde ist uneben und ihr könntet vom Weg abkommen. Niemand darf den Pfad verlassen, das ist zu unsicher. Ich trage hier die Verantwortung. Kurze Info zwischendurch: Bis zur SchutzhĂŒtte, in der wir Rast machen werden, sind es noch gut anderthalb Stunden.«
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Wir wĂŒnschen groĂe Freude mit dieser ErzĂ€hlung von Liebe, Freundschaft, Tapferkeit und der Entschlossenheit bis zum Ende kĂ€mpfen zu wollen, seien die körperlichen WiderstĂ€nde noch so unĂŒberwindbar.
Auf der Nachtwanderung verdirbt Nina ein mĂ€chtiger Druck im Darm das VergnĂŒgen. Trotz des heftigen DrĂ€ngens geht sie tapfer weiter und versucht, mit aller Kraft bis zum Ende der Tour durchzuhalten, doch es wird schlimmer und schlimmer â bis sie eine Lösung finden muss âŠ














