Eine Erlebnistour mit der Naturpark-Draisine durch die Mecklenburgische Schweiz Einen Tag unseres Urlaubes wollten wir auch mit viel Bewegung verbringen. Also entschlossen wir uns bei bestem Wetter für eine Fahrt mit einer Draisine. 14 km von Dargun nach Neukahlen und zurück. Berg und Talfahrt mit einigen Straßenkreuzungen. Früh ging es los. Essen und vor allem Trinken war im Rucksack. Und natürlich der Fotoapparat. - Und damit fängt auch gleich eine kleine Leidensgeschichte an. In der Absicht die Draisine auch einmal von oben zu fotografieren kletterte ich auf einen Jagdansitz und machte ein erstes Foto. - Zu mehr kam ich nicht. Ich wurde überfallen. Eine Wespe (oder Hornisse, sie waren alle ganz schön groß) stach mich in den Nacken. Ich kämpfte heldenhaft und versuchte ohne runterzufallen wieder auf den Boden zu kommen. Nach weiteren 2 Stichen im Nacken und einem Stich im Arm war ich unten und konnte der Draisine hinterher rennen, denn die war vorsorglich schnell weiter gefahren. Schnell eine Flasche Wasser über die Stiche und was trinken. Immer beim fahren, um schnell vorwärts zu kommen. Trotzdem verloren wir Zeit und wurden von den nachfolgenden Fahrern eigeholt. In solchen Fällen werden die Draisine getauscht. Die schnelleren nehmen die vordere und die anderen die hintere Draisine. Nach der Vorbeifahren an zwei Radtplätzen, zwei alten Bahnhöfen, Feldern und Viehweiden erreichten wir die Eisenbahnbrücke über den Peenekanal und kurz darauf den Bahnhof Neukahlen. Hier tranken wir erst einmal viel (Radler) und dann gab es zur Stärkung Bratwurst mit Pommes. Noch ein bißchen Ruhe und dann sollte es zurück gehen. Ab 14 Uhr gilt Rückreiserichtung. Das heißt die Draisine ist hoch zu heben, zu drehen und wieder aufs Gleis zu stellen. Alle die in Dargun gestartet sind sollten bis zu der Zeit durch sein. - Waren sie leider nicht. Wir mussten auf unserer Rückfahrt unsere Draisine noch zweimal aus dem Gleis nehmen und den Gegenverkehr durch lassen. Immerhin 75 kg. Auch hatten wir jetzt ein paar “Banausen” vor uns, die uns unbedingt ärgern wollten. Mit Steinen auf den Schienen. Den ersten Stein nahmen wir noch mit viel gewackelt und Getöse - der zweite Stein ließ und dann aber entgleisen. Man war das eine Fahrt. Da konnten auch die leckeren Brombeeren und Mirabellen entlang der Strecke nichts mehr ändern. - Am Bahnhof angekommen griffen wir uns erst einmal die Übeltäter und fuhren danach Baden.