Auf Wiederschauen auf nordischen Wegen!
21. Mai 2018
wir sind wieder zurĂŒck in wien. wir hatten kein bisschen heimweh. mit anderen worten: der urlaub war zu kurz â und zwar in mehreren aspekten. wie schon an anderer stelle gesagt: wir kommen fix wieder um unsere offenen "rechnungen" zu begleichen.
PĂŒnktlichkeit
âŠstiehlt einem die beste zeit â hat ja schon der wilde oscar gemeint. recht hatte er, denn abgesehen davon, dass unsere reise durch sĂŒdnorwegen nicht lange genug war fĂŒr eine echte auszeit vom alltagsgerangel, haben wir nun doch das gefĂŒhl, dass einige wichtige dinge auf der strecke geblieben sind.Â
soll jetzt nicht heiĂen, wir hĂ€tten unsere reise im nachhinein anders gestalten wollen â #noregrets â sondern eher, dass 10 tage einfach zu kurz sind fĂŒr dieses bemerkenswerte land und seine menschen.Â
apropos menschen: zu wenig hatten wir vor allem an kontakt mit den eingeborenen. am besten geht das ja von statten, wenn man auf reisen etwas raum fĂŒr improvisation hat bzw. sogar haben muss. die erfahrung hat uns nĂ€mlich gelehrt, dass man komischerweise in andere - tendenziell bessere - gesprĂ€che mit den leuten gerĂ€t, wenn man auf hilfe angewiesen ist â zumindest im vergleich damit, wenn man als gut vorbereiteter tourist durch die lande zieht**. mit unserer durchgetakteten agenda war das weder vorgesehen noch wahrscheinlich bis wirklich möglich.
  Bauerfreund
weil die nordische natur gar so ein traum war, hat sich der abschied von ihr etwas schwieriger gestaltet als gedacht. die erwartungen an oslo waren hoch. vor allem kulo wurde - im guten wie im schlechten - am ersten tag so gar net warm mit oslo (sprich: u-zlu oder uĆĄ-lu ââ je nach dialekt). ein klarer fall von themenverfehlung.
die norweger selbst - also alle auĂer den bösen hauptstĂ€dtern (die es eigentlich gar nicht gibt***) - frönen, zumindest latent bis ostentativ, noch immer dem ideal des freien bauern - oder zumindest jenem der naturliebhaberin vom land. die beziehung zu oslo hat sich nach etwas aklimatisierung dann doch ziemlich gewandelt. wie schon beschrieben ist es einfach ein zu feines örtchen um nicht seinen platz darin finden zu können â auch wenn wir das nur bedingt sagen können, weil wir viele teile der stadt nicht mal von weiten gesehen haben.
gemÀà des grundthemas sind wir also auch noch net fertig mit oslo. ergo wird uns wohl nix anderes ĂŒberbleiben als im winter noch einmal her zu kommen und sich, unter anderem, den holmenkollen in voller blĂŒte anzusehen! der gelernte österreicher und ĂŒberhaupt jener, der eine sportreporterin zur schwester hat, kann sich der kathedrale des wintersports wohl gar net entziehen.
The North remembers
apropos "winter is coming" und noch net fertig sein mit dem norden. beim landkartentechnischen blick auf nordnorwegen erinnert sich kulo vage an einen feuchfröhlichen schwur (gemeinsam mit heiko, miĆĄko und simon) dass man gemeinsam spitzbergen sehen mĂŒsse, bevor die jugendliche abenteuerlust verblasse.Â
der kreis schlieĂt sich wunderbar, weil wir im laufe unserer reise die serie Fortitude, die auf Svalbard spielt, gebinchwatched haben. obwohl wir von vorsehung so gar nichts halten, können wir nicht umher das als untrĂŒgerisches zeichen zu sehen, dass wir möglichst bald wieder losziehen und in nordnorwegen einfallen mĂŒssen. die leidtragenden werden wohl die lofoten, das nordkapp und die samen sein. der umkehrschluss ist unter einbezug von eisbĂ€ren natĂŒrlich auch nicht denkunmöglich.
apropos samen. die kultur der bewohner von lappland kennen zu lernen, dĂŒrfte ebenfalls sehr reizvoll sein. vor allem als geborene burgenlandkroaten und noch viel mehr als indoktri⊠-Ă€hm- gelernte autochtone minderheit, kann man ja nicht umher sich mit indigenen völkern und deren kultur zu beschĂ€ftigen. mal abgesehen davon, dass es einen weiteren kreis schlieĂen bzw. einen schönen hauch von zurĂŒck in die zukunft versprĂŒhen wĂŒrde. aproposâŠ
Back to the Future
ein wiederkehrendes motiv auf unseren reisen ist kulos obsession mit walen, sowie das gleichzeitige ausbleiben selbiger. wenn also schon der nordigste norden angesagt ist, dann wird das wohl unweigerlich in einem weiteren whale-watching-versuch enden mĂŒssen. entgegen besseren wissens verbleiben wir also in froher erwartungâŠÂ
farvel og se deg snart~~~danica&kULO;
**) kulo hÀtte ja mal fast soziologie studiert. falls er das nochmal macht, gelobt er, sich dieser frage zu widmen⊠#jogenau
***) wĂ€hrend die maori in neuseeland ihre herkunft ĂŒber ihr landungsschiff, ihr waka, definieren, tun es die nordmenschen, die sich nicht mehr als wikinger sehen, tendenziell ĂŒber den bauernhof von dem ihre familie abstammt. also selbst wenn meine familie seit zwei generationen in oslo lebt, wĂŒrde ich mich z.b. als ove aus fjaerland, vom xyz-hof bezeichnen. Â












