Ich arbeite selbst gerne mit Photoshop und erstelle Edits fĂĽr meinen Blog. Das ist fĂĽr mich in erster Linie ein kreativer Ausgleich zum Schreiben, weil es mich auf eine andere Art fordert. Besonders, wenn mir gerade Texte schwerfallen, kann ich mich auf diese Art mit meinen Charakteren auseinandersetzen. Das mache ich dabei vor allem fĂĽr mich selbst.
Natürlich schaue ich mir auch gerne andere Blogs an, besonders wenn sie individuell gestaltet sind. Dabei ist es mir nicht wichtig, ob es aufwendige Edits sind oder nicht, sondern ob man sich Gedanken über den Charakter gemacht hat. Am Ende steht das Schreiben im Vordergrund und entscheidend ist, ob die Charaktere und Storys zusammen passen und man eine gemeinsame Geschichte erzählen kann. Unser Hobby ist nun einmal sehr kreativ und kann gewisser Weise auch als Kunstform gesehen werden. Und deshalb lässt sich Kreativität für mich nicht objektiv bewerten oder in gut und schlecht einteilen. Wie auch die einzelnen Schreibstile, die hier erwähnt wurden. Die Stile sind für mich etwas sehr subjektives (ob jetzt bei den Edits oder den Texten) und bis auf ein gewisses handwerkliches Know-how finde ich, dass es keine wirkliche Einordnung von "besser" oder "schlechter" gibt. Wie einzelne Personen die Texte anderer empfinden, liegt meist einfach an der persönlichen Präferenz. Meine Texte werden hier mit Sicherheit auch nicht jedem Gefallen, womit ich vollkommen fine bin. Was die angesprochenen Posts betrifft, die mit "desire" getaggt sind: Ich verstehe, was der Vorredner meint. Ich finde aber auch hier ist das ein Teil der individuellen Charaktergestaltung, die sich in einer anderen Form zeigt - und, wie schon erwähnt, nicht jedem gefallen muss. Hier sollte man für sich selbst einfach entscheiden, ob und wie weit diese Umsetzung mit dem harmoniert, was man selbst für sein Hobby erwartet. Und wenn es den eigenen Ansichten nicht entspricht, besteht jederzeit die Möglichkeit diesen Blogs zu entfolgen. Es ist absolut legitim, sich hier den Raum zu schaffen, in dem man sich wohlfühlt, und anderen gleichzeitig ihren zu lassen. Natürlich könnte man hier auch nochmal anmerken, dass man diese Art der Darstellung, besonders wenn es um explizitere Inhalte geht, bewusst taggt. So könnten andere diese Beiträge filtern, ohne dem Blog direkt entfolgen zu müssen. Um noch einmal zu der ursprünglichen Einreichung zu kommen. Ich finde es interessant zu lesen, wie andere unsere Bloggestaltung empfinden. Es kann guttun, über solche Themen zu diskutieren, selbst wenn man nur dieser einen Person am Ende die Scheu nimmt Blogs anzuschreiben, die aufwendiger gestaltet sind. Jede Person hat eine eigene Wahrnehmung und ich kann mir vorstellen, dass manche sich dadurch in einem gewissen "Zugzwang" sehen und das Gefühl bekommen, bewertet zu werden. Deswegen fand ich es gut, dass es angesprochen wurde. Allgemein denke ich, dass es unserer Community insgesamt sehr guttun würde, wenn wir im Umgang miteinander noch etwas bewusster aufeinander achten. Wir haben mit dem Café-Blog eine gute Möglichkeit, um Diskussionen zu führen und Bedenken offen anzusprechen. Genau so, wie wir berechtigte Kritik dazu gehört. Hilfreich wäre es dabei, wenn sie auf nachvollziehbaren Begründungen basiert und nicht auf Vorwürfen, denn dann kann man als Community besser darauf aufbauen und Lösungen suchen.