Ich neige dazu, wenn ich emotional entglitten bin, so wie es in dieser Nacht passiert ist, rückwirkend irgendwie wieder alles gut machen zu wollen oder versuche zumindest zu kommunizieren, was passiert ist und das es mir leid tut. Das tue ich zum einen, weil mir klar ist, dass es nicht nur mir damit schlecht gehen muss, sondern den anderen bestimmt auch und zum anderen, weil es mir schwerfällt mir in dem Moment einzugestehen, dass ich Fehler mache und Grenzen habe.
Diese Situation, in der ich so überemotinal reagiert habe, hat bie mir etwas getriggert, was dazu geführt hat, das ich mich so verhalten habe. Ich weiß, dass das natürlich keine normale Reaktion war und man das nicht unbedingt nachvollziehen kann, aber ich muss für mich selbst akzeptieren, dass es nun mal eben, auch aufgrund der Dinge, die ich erlebt habe, so ist, dass ich manche Dinge so empfinde. Dabei will ich jetzt gar nicht außen vorlassen, dass ich mich definitv falsch verhalten habe, weil es ja immer noch einen großen Unterschied macht, wie man etwas empfindet und wie man dann schlussendlich damit umgeht. Ich habe einfach ein bisschen Zeit gebraucht, um zu verstehen, dass du recht hattest mit dem, was du gesagt hast. Ich habe einen Fehler gemacht, nämlich nicht richtig reagiert, was dann im Umkehrschluss dazu geführt hat, dass du dich damit überrumpelt gefühlt hast. Und es tut mir leid, ja wirklich aufrichtig leid, dass ich nicht in der Lage dazu war. Könnte ich es ändern, cih würde nichts lieber tun als dir nicht dieses Gefühl gegeben zu haben.
Ich bin hier, weil ich mir alles anhören möchte, was du gerne loswerden oder sagen möchtest, was das ganze für dich angenehmer macht. Ich selbst muss damit aufhören davor wegzulaufen, dass ich auch Fehler mache. Das ich nicht so perfekt bin, wie ich es gerne wäre. Das ich auch ein Arschloch sein kann. Natürlich nicht mit Absicht, aber weh tut das ja trotzdem.
Ich muss nicht alles annehmen, was du sagst, weil das ja auch nur deiner Wahrnehmung und deinem Empfinden entspricht, dennoch will ich einen Raum schaffen, in dem du die Möglichkeit hast Frieden mit mir zu schließen. Ich möchte keinen blöden Gedanken mehr daran verschwenden, sondern dass wir beide die Chance haben daraus zu lernen, für uns und für den anderen, und gestärkt daraus hervor gehen. Ich habe bei allem nämlich ganz vergessen wofür Freunde da sind. Sich gegenseitig Halt zu geben und sich zu stärken und nicht sich zu belehren.
Dieses dumpfe Gefühl im Bauch, die EInsamkeit und Isolation, die ich rückblickend empfinde tut mir nämlich nicht gut. Und wenn ich das richtig einschätze geht es dir ähnlich. Und das muss nicht so sein. Wir haben nämlich in der Hand, wie wir in Zukunft darauf zurückblicken und damit umgehen wollen.
Ich habe darauf gelernt, definitv. Ich kann viel weniger leisten als ich dachte und meine Kapazitäten sind viel begrenzter, als ich das vielleicht gerne hätte. Aber das ist mir klar geworden und ich habe damit begonnen, das als Teil von mir anzunehmen.
Ich hoffe sehr, dass ich rüberbringen kann, dass ich einfach nicht anders konnte, mir das leid tut und du das sehen kannst.
Ich gehe mit ganz viel Herz an diese Sache heran. Das hat bei unserem letzten Gespräch von meiner Seite aus nämlich definitv gefehlt.
Du bist das nämlich verdammt nochmal wert, Süße.