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„Der alte Name PCOS war doppelt falsch“: 5 Fragen an Susanne Reger-Tan
Deutsches-Ärzteblatt-Interview
Berlin – Das bisher als Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS) bekannte Krankheitsbild trägt künftig einen neuen Namen: Polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS). Der international abgestimmte Namenswechsel soll verdeutlichen, dass es sich nicht nur um eine rein gynäkologische Erkrankung handelt, sondern auch um eine komplexe endokrin-metabolische Störung. Denn Menschen mit PMOS haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – und bleiben dennoch häufig lange unerkannt.
Mit dem neuen Begriff rücken Stoffwechsel und kardiometabolische Risiken stärker in den Fokus. Welche Folgen das für Diagnostik und Behandlung hat, welche Rolle moderne Inkretin-basierte Medikamente spielen könnten und warum der Menstruationszyklus auch in der Diabetologie stärker berücksichtigt werden sollte, erläutert Endokrinologin Susanne Reger-Tan im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt.
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Immunität: Antikörper aus kinderärztlichem Blut zeigen breite Wirkung gegen RSV
Deutsches Ärzteblatt
Wer täglich hustende und schniefende Kinder behandelt, entwickelt offenbar nicht nur Gelassenheit, sondern auch besonders wirksame Antikörper. Langjährig tätige Kinderärztinnen und -ärzte könnten eine unerwartete Quelle breit neutralisierender Antikörper gegen das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) bei Säuglingen sein.
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Macht uns das Frühjahr wirklich müde?
Deutsches Ärzteblatt
Allmählich werden die Tage wieder länger – und viele Menschen von einer besonderen Form der Erschöpfung heimgesucht: ein Phänomen, das im deutschsprachigen Raum als Frühjahrsmüdigkeit bekannt ist. Oft wird sie damit erklärt, dass sich der Photoperiodismus verändert, der Körper sich also erst an die zunehmende Tageslänge anpassen müsse. Aber steckt dahinter tatsächlich ein messbarer biologischer Effekt?
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Hausmittel auf dem Prüfstand
Deutsches Ärzteblatt
Millionen Menschen gehen statt in die Apotheke in die Küche – aus Überzeugung, Tradition oder mangels Alternativen. Zwischen Empfinden und Evidenz klafft jedoch bei vielen Hausmitteln eine deutliche Lücke.
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Lässt Eisbaden die Pfunde purzeln?
Deutsches Ärzteblatt
Zähne zusammenbeißen und ab ins eiskalte Wasser: Eisbaden hat sich vom Nischentrend zum Lifestyle-Phänomen entwickelt. In sozialen Medien und Ratgebern wird der Sprung ins kalte Nass nicht nur als Mutprobe, sondern auch als „Fatburner“ beworben. Wer regelmäßig ins Eiswasser steige, so das Versprechen, verliere ganz nebenbei Gewicht.
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Steigert Backpulver die sportliche Leistung?
Deutsches Ärzteblatt
Die Idee klingt verlockend: 1 Löffel Backpulver und schon werden beim Marathon neue Rekordzeiten gelaufen. Denn Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3), vor dem Training soll eine Übersäuerung der Muskeln verzögern und dadurch die sportliche Leistung steigern. Entsprechend wird das weiße Pulver immer wieder als günstiges, einfach verfügbares Supplement gepriesen. Aber was sagt die Wissenschaft?
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Lebensstilinterventionen: Die beste Therapie, die kaum jemand umsetzt
Deutsches Ärzteblatt
Gegen die meisten chronischen Erkrankungen gibt es Medikamente. Wichtig wäre aber auch ein gesunder Lebenswandel. Der fällt vielen Patientinnen und Patienten schwer. Dabei gibt es Strategien, um die Adhärenz zu steigern.
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Inkretinmimetika in der Adipositas-Behandlung: Der große Effekt und seine Grenzen
Deutsches Ärzteblatt
Semaglutid, Tirzepatid und Co. gelten als Meilenstein der Adipositas-Behandlung. In der Versorgung zeigt sich jedoch: Die Effekte sind real, aber fragil – und werfen neue Fragen zu Langzeitstrategie, Zugang und Erwartungen auf.
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Dämpfer für Longevity-Hoffnung: Rapamycin könnte Trainingseffekte im Alter abschwächen
Deutsches-Ärzteblatt-Medizinmeldung
Wellington – Das Immunsuppressivum Sirolimus, auch Rapamycin genannt, gilt in der Longevity-Szene seit Jahren als möglicher Kandidat zur Verlangsamung des Alterns. Eine randomisierte Studie aus Neuseeland deutet nun jedoch darauf hin, dass die Substanz ausgerechnet die positiven Effekte von körperlichem Training abschwächen könnte.
Ältere Erwachsene, die zusätzlich zu einem Trainingsprogramm einmal wöchentlich Sirolimus erhielten, verbesserten ihre körperliche Leistungsfähigkeit teils weniger stark als Studienteilnehmende unter Placebo. Die Forschungsgruppe sieht darin einen möglichen Dämpfungseffekt auf trainingsinduzierte Muskelanpassungen (Journal of Cachexia, Sarcopenia and Muscle 2026; DOI: 10.1002/jcsm.70274).
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Gewicht halten: Wie sich der Jojoeffekt begrenzen lassen könnte
Deutsches-Ärzteblatt-Medizinmeldung
Houston/Maastricht/Modena – Vielen Menschen gelingt es inzwischen, mit modernen Adipositasmedikamenten und Lebensstilprogrammen deutlich abzunehmen. Schwieriger bleibt jedoch häufig, den Gewichtsverlust langfristig zu halten. Mehrere aktuelle Studien zeigen nun unterschiedliche Ansätze, mit denen sich eine erneute Zunahme möglicherweise begrenzen lässt – medikamentös, mikrobiombasiert und durch Bewegung.
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Adipositas: Neuer Score identifiziert Hochrisikopatienten jenseits des BMI
Deutsches-Ärzteblatt-Medizinmeldung
London/Berlin – Ein neues, datengetriebenes Risikomodell könnte künftig helfen, Menschen mit Übergewicht oder Adipositas gezielter für Therapien – etwa mit GLP-1-basierten Medikamenten – auszuwählen. Das berichtet eine internationale Forschungsgruppe in Nature Medicine (2026; DOI: 10.1038/s41591-026-04353-2).
In einem Pressegespräch zur Studie steckte Claudia Langenberg vom Berlin Institute of Health der Charité-Universitätsmedizin Berlin den Rahmen für die Arbeit ab: So seien zwei Drittel der Weltbevölkerung übergewichtig, hinzu kämen dramatisch hohe Adipositas-Raten. Gleichzeitig gebe es nun aber wirksame Maßnahmen dagegen.
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„Vierte Säule der Prävention“: Impfen für den Herzschutz
Deutsches-Ärzteblatt-Medizinmeldung
Mannheim – Impfungen gelten als wirksamer Bestandteil der kardiovaskulären Prävention, werden in der Versorgung jedoch bislang unzureichend umgesetzt. Darauf machte der niedergelassene Kardiologe Stephan H. Schirmer aus Kaiserslautern auf der 92. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) aufmerksam. Neben Lebensstilmodifikation, medikamentöser Therapie und interventionellen Maßnahmen könne die Immunisierung als „vierte Säule“ der Prävention verstanden werden.
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Smartwatches könnten Hypertonie früher sichtbar machen – mit klaren Grenzen
Deutsches-Ärzteblatt-Medizinmeldung
Mannheim – Smartwatches und andere Wearables könnten künftig helfen, Bluthochdruck früher zu erkennen. Darauf hat Christina Magnussen vom Universitären Herz- und Gefäßzentrum Hamburg auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim hingewiesen. Gleichzeitig betonte sie, dass die Geräte eine ärztliche Diagnostik nicht ersetzen können.
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Bewegungsmangel erhöht Verletzungsrisiko bei Kindern
Deutsches-Ärzteblatt-Medizinmeldung
Halle – Bewegungsmangel und Übergewicht bei Kindern können nach Einschätzung von Fachleuten einen Teufelskreis aus geringerer körperlicher Leistungsfähigkeit und erhöhtem Verletzungsrisiko in Gang setzen. Darauf hat Martin Kaiser, Direktor der Klinik für Kindertraumatologie und Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Halle, im Rahmen einer Pressekonferenz im Vorfeld des Deutschen Chirurgie Kongresses 2026 (DCK) hingewiesen.
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Glukosesensoren für Gesunde liegen im Trend – Fachleute warnen vor Fehlinterpretationen
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Baltimore – Kontinuierliche Glukosemessgeräte (CGM), ursprünglich für Menschen mit Diabetes entwickelt, werden zunehmend von Gesunden als Lifestyletool genutzt – befeuert durch soziale Medien, in denen Influencer etwa weniger Heißhunger, mehr sportliche Leistungsfähigkeit und besseren Schlaf durch eine fortlaufende Überwachung des eigenen Blutzuckerspiegels und Vermeidung von Blutzuckerspitzen versprechen.
Der Trend ist mittlerweile so groß, dass das BMJ in einem eigenen Artikel Fachleute zu Wort kommen lässt – die einhellig vor Fehlinterpretationen und fehlender Evidenz für einen gesundheitlichen Nutzen warnen (2026; DOI: 10.1136/bmj.s441).
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Von der Bildanalyse bis zur OP-Assistenz: Künstliche Intelligenz in der Chirurgie
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Schwerin – Wenn während einer Operation dreidimensionale Darstellungen von Gefäßen oder Tumoren ins Sichtfeld projiziert werden oder Software im Hintergrund Risiken berechnet, ist das keine ferne Zukunftsmusik mehr. Künstliche Intelligenz (KI) hält zunehmend Einzug in die Chirurgie – im Operationssaal ebenso wie am Patientenbett. Darauf hat Jörg-Peter Ritz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) für das Jahr 2026, im Vorfeld des Deutschen Chirurgie Kongresses (DCK) hingewiesen.
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