Raumluft und Schadstoffe in InnenrĂ€umenâââWolfgang Skischally ĂŒber gesunde Luft im Wohnbereich
Wolfgang Skischally beleuchtet Schadstoffe und LĂŒftung in InnenrĂ€umen.
Menschen verbringen einen GroĂteil ihrer Zeit in geschlossenen RĂ€umen, doch die QualitĂ€t der Raumluft wird oft unterschĂ€tzt. Fachleute wie Wolfgang Skischally weisen darauf hin, dass Möbel, BodenbelĂ€ge, Farben und Baustoffe Schadstoffe an die Innenraumluft abgeben können. FlĂŒchtige organische Verbindungen, Formaldehyd und eine zu hohe COâ-Konzentration zĂ€hlen zu den hĂ€ufigsten Belastungen. Da man die meisten dieser Stoffe weder sieht noch riecht, bleiben sie oft unbemerkt. Richtiges LĂŒften und eine bewusste Materialwahl sind die wichtigsten Hebel fĂŒr gesunde Luft. Wer die ZusammenhĂ€nge kennt, kann sein Raumklima gezielt verbessern.
Die Luft in InnenrĂ€umen ist hĂ€ufig stĂ€rker belastet als die AuĂenluft, ein Umstand, der vielen Menschen nicht bewusst ist. Wolfgang Skischally erlĂ€utert, dass moderne GebĂ€ude immer luftdichter gebaut werden, um Energie zu sparen, wodurch ein natĂŒrlicher Luftaustausch kaum noch stattfindet. Gleichzeitig geben zahlreiche Materialien im Innenraum kontinuierlich Stoffe an die Luft ab. Dazu zĂ€hlen AusdĂŒnstungen aus Möbeln, Teppichen, Lacken, Klebstoffen und Bauprodukten. Hinzu kommt die COâ-Anreicherung durch die Atmung der Bewohner, die sich in schlecht belĂŒfteten RĂ€umen rasch aufbaut. Da die meisten dieser Stoffe farb- und geruchlos sind oder sich nach kurzer Zeit der Wahrnehmung entziehen, werden sie im Alltag selten bemerkt.
Die gute Nachricht ist, dass sich viele Belastungen mit einfachen Mitteln reduzieren lassen. Eine durchdachte LĂŒftung, die bewusste Auswahl schadstoffarmer Materialien und ein grundlegendes VerstĂ€ndnis der ZusammenhĂ€nge bilden die Grundlage fĂŒr eine gesunde Raumluft. Damit wird das Raumklima zu einem aktiv gestaltbaren Faktor des Wohnens.
FlĂŒchtige organische Verbindungen in der Raumluft
Eine der wichtigsten Gruppen von Innenraumschadstoffen sind die flĂŒchtigen organischen Verbindungen. Wolfgang Skischally von Wellness Sanofit erklĂ€rt, dass diese unter der AbkĂŒrzung VOC zusammengefasst werden und aus einer Vielzahl von Quellen stammen können. Sie verdunsten bei Raumtemperatur und gelangen so in die Atemluft.
Was VOC sind und woher sie stammen
FlĂŒchtige organische Verbindungen umfassen eine groĂe Bandbreite chemischer Stoffe, die bei normaler Raumtemperatur in die Luft ĂŒbergehen. Wolfgang Skischally weist darauf hin, dass sie aus Lacken, Lösungsmitteln, Klebstoffen, Reinigungsmitteln, aber auch aus Möbeln und BodenbelĂ€gen ausgasen können. Auch alltĂ€gliche Produkte wie Duftsprays oder bestimmte Kosmetika tragen zur Belastung bei. Die Vielfalt der Quellen macht es schwierig, einzelne Verursacher zu identifizieren.
Typische Quellen im Wohnbereich
Im Wohnumfeld finden sich zahlreiche potenzielle VOC-Quellen. Zu den hÀufigsten zÀhlen folgende:
Neue Möbel aus beschichteten Holzwerkstoffen oder mit LackoberflÀchen
BodenbelÀge wie bestimmte Teppiche, Vinylböden oder deren Verklebung
Wandfarben und Lacke, besonders wÀhrend und kurz nach dem Auftragen
Klebstoffe in Bauprodukten und bei der Verlegung von BelÀgen
Reinigungs- und Pflegemittel sowie Lufterfrischer und Duftprodukte
Skischally betont, dass die Konzentration besonders nach Renovierungen oder bei neuen EinrichtungsgegenstÀnden erhöht sein kann und mit der Zeit abnimmt.
Bedeutung fĂŒr das Raumklima
Die Belastung mit VOC ist meist dann am höchsten, wenn Materialien neu sind. Wolfgang Skischally erlĂ€utert, dass die Ausgasung anfangs am stĂ€rksten ist und ĂŒber Wochen bis Monate nachlĂ€sst. Eine ausreichende LĂŒftung in dieser Phase ist daher besonders wichtig. Bei dauerhaft erhöhten Werten lohnt es sich, die Quellen systematisch zu suchen und zu reduzieren.
Wolfgang Skischally: Formaldehyd als bekannter Innenraumschadstoff
Ein besonders gut untersuchter Innenraumschadstoff ist Formaldehyd. Wolfgang Skischally erklÀrt, dass dieser Stoff seit Jahrzehnten im Fokus der Innenraumforschung steht und in vielen Produkten vorkommt. Sein charakteristisches Verhalten macht ihn zu einem wichtigen Thema der Raumlufthygiene.
Vorkommen und Quellen
Formaldehyd wird vor allem in Holzwerkstoffen als Bestandteil von Bindemitteln eingesetzt. Wolfgang Skischally weist darauf hin, dass Spanplatten, bestimmte Möbel und manche DĂ€mmstoffe typische Quellen sind. Der Stoff wird ĂŒber lange ZeitrĂ€ume kontinuierlich abgegeben, wobei die Abgaberate von Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflusst wird. Höhere Temperaturen und Feuchtigkeit verstĂ€rken die Ausgasung.
Eigenschaften und Wahrnehmung
Formaldehyd hat einen stechenden Geruch, der allerdings erst ab einer gewissen Konzentration wahrnehmbar ist. Wolfgang Skischally von Wellness Sanofit in Widnau erlÀutert, dass der Stoff gut wasserlöslich ist und sich daher an SchleimhÀuten bemerkbar machen kann. Da die Wahrnehmungsschwelle individuell unterschiedlich ist, bleibt eine Belastung manchmal lange unbemerkt. Eine objektive Erfassung ist nur durch Messung möglich.
Regulierung und Richtwerte
Aufgrund seiner Bedeutung ist Formaldehyd umfassend reguliert. Skischally betont, dass es anerkannte Richtwerte fĂŒr die Innenraumluft gibt, an denen sich die Bewertung orientiert. Behörden und Fachstellen haben Grenz- und Vorsorgewerte definiert. Diese Werte bieten eine klare Orientierung, um eine gemessene Belastung einzuordnen und bei Bedarf MaĂnahmen zu ergreifen.
COâ-Anreicherung und ihre Folgen
Neben den aus Materialien stammenden Schadstoffen spielt die COâ-Konzentration eine zentrale Rolle. Wolfgang Skischally erklĂ€rt, dass Kohlendioxid durch die Atmung der Bewohner entsteht und sich in geschlossenen RĂ€umen schnell anreichern kann. Es gilt als wichtiger Indikator fĂŒr die LuftqualitĂ€t.
Wie COâ entsteht
Jeder Mensch gibt beim Ausatmen kontinuierlich Kohlendioxid ab. Wolfgang Skischally weist darauf hin, dass sich in einem geschlossenen Raum mit mehreren Personen die COâ-Konzentration daher rasch erhöht. Besonders in Schlafzimmern ĂŒber Nacht, in BĂŒros oder in vollen RĂ€umen kann der Wert deutlich ansteigen, wenn nicht gelĂŒftet wird. Die Anreicherung ist ein natĂŒrlicher Vorgang, der nur durch Frischluftzufuhr ausgeglichen werden kann.
COâ als Indikator fĂŒr die LuftqualitĂ€t
Der COâ-Gehalt dient als gut messbarer Anhaltspunkt fĂŒr die allgemeine LuftqualitĂ€t. Skischally erlĂ€utert, dass ein hoher Wert darauf hindeutet, dass auch andere Stoffe sich anreichern und zu wenig Frischluft zugefĂŒhrt wird. Folgende Anhaltspunkte helfen bei der Einordnung:
Frischluftniveau im Freien als unterster Vergleichswert
Behaglicher Bereich bei guter LĂŒftung in InnenrĂ€umen
Erhöhte Werte, die auf unzureichenden Luftaustausch hinweisen
Hohe Konzentrationen, die zu MĂŒdigkeit und KonzentrationsschwĂ€che fĂŒhren können
Auswirkungen auf das Wohlbefinden
Eine zu hohe COâ-Konzentration kann sich auf das Befinden auswirken. Wolfgang Skischally betont, dass MĂŒdigkeit, nachlassende Konzentration und Kopfschmerzen typische Folgen schlechter Luft in geschlossenen RĂ€umen sein können. Diese Effekte sind reversibel und verschwinden bei ausreichender Frischluftzufuhr. Gerade in Arbeits- und SchlafrĂ€umen lohnt sich daher die Aufmerksamkeit fĂŒr den Luftaustausch.
Richtiges LĂŒften als wirksamste MaĂnahme
Die einfachste und zugleich wirkungsvollste MaĂnahme fĂŒr gute Raumluft ist regelmĂ€Ăiges LĂŒften. Skischally erklĂ€rt, dass der gezielte Luftaustausch sowohl Schadstoffe als auch ĂŒberschĂŒssiges COâ und Feuchtigkeit abfĂŒhrt. Die Art und Weise des LĂŒftens entscheidet dabei ĂŒber die Wirksamkeit.
StoĂlĂŒften statt Dauerkippen
Effektives LĂŒften erfolgt durch kurzes, krĂ€ftiges Ăffnen der Fenster. Wolfgang Skischally weist darauf hin, dass das sogenannte StoĂlĂŒften mit weit geöffneten Fenstern in wenigen Minuten einen vollstĂ€ndigen Luftaustausch bewirkt. Ein dauerhaft gekipptes Fenster ist dagegen wenig wirksam und kĂŒhlt im Winter die Bausubstanz aus. Mehrmals tĂ€glich kurz und krĂ€ftig zu lĂŒften ist die empfohlene Vorgehensweise.
QuerlĂŒften fĂŒr schnellen Austausch
Noch wirksamer ist das QuerlĂŒften, bei dem gegenĂŒberliegende Fenster gleichzeitig geöffnet werden. Skischally erlĂ€utert, dass der entstehende Durchzug die verbrauchte Luft besonders schnell durch frische ersetzt. Diese Methode eignet sich ideal nach dem Aufstehen, nach dem Kochen oder bei erhöhter Belastung. Der Zeitaufwand bleibt dabei gering.
Kontrollierte WohnraumlĂŒftung
In modernen, luftdichten GebĂ€uden kann eine mechanische LĂŒftungsanlage sinnvoll sein. Wolfgang Skischally von der Wellness Sanofit GmbH betont, dass eine kontrollierte WohnraumlĂŒftung fĂŒr einen kontinuierlichen Luftaustausch sorgt, ohne dass manuell gelĂŒftet werden muss. Wichtig ist dabei die regelmĂ€Ăige Wartung und der Filtertausch, damit die Anlage einwandfrei funktioniert. Eine fachgerecht geplante Anlage verbindet Energieeffizienz mit guter LuftqualitĂ€t.
Gesunde Raumluft als gestaltbarer Faktor
Die QualitĂ€t der Innenraumluft ist kein unverĂ€nderliches Schicksal, sondern lĂ€sst sich aktiv beeinflussen. Wer die wichtigsten Quellen von Schadstoffen kennt und auf eine bewusste Materialwahl achtet, legt bereits eine gute Grundlage. FlĂŒchtige organische Verbindungen, Formaldehyd und eine zu hohe COâ-Konzentration lassen sich durch regelmĂ€Ăiges, richtiges LĂŒften und schadstoffarme Produkte spĂŒrbar reduzieren. Besonders nach Renovierungen oder bei neuen Möbeln ist erhöhte Aufmerksamkeit sinnvoll. Mit einfachen Gewohnheiten und etwas Wissen wird gesunde Raumluft zu einem selbstverstĂ€ndlichen Teil des Wohnens, ganz im Sinne des sachlichen und praxisnahen Ansatzes, den Wolfgang Skischally vertritt.













