Shop-Apotheke brilliert mit dem selbst kreierten Neologismus “Shop-Apotheken”
Winterzeit ist Erkältungszeit. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der neue cineastisch anmutende Spot der Love-Brand Shop-Apotheke mit einem jungen Mann und einem um seinen Hals geschlungenen feuerroten Schal eröffnet. Ketzerisch, aber doch mit sanfter Stimme, lehnt er sich gegen die Stimme aus dem Off auf, die ihn zynisch fragend mit dem konfrontiert, was ihn wohl jedes Jahr heimsucht, wenn sich selbiges dem Ende zuneigt: “Erkältung?”. Mit einem souveränen Lächeln, das sich in seinen rötlichen Bartstoppeln verliert, die seinen Mund säumen, erwidert nun der erste von drei Protagonisten gelassen: “Shop-Apotheke ich weg!”
Was dann folgt ist der eigentliche Kniff dieses Spots – abgesehen von dem kongenialen Neologismus. Statt nun prompt in die nächste Szene zu schneiden, verharrt der junge Mann in seiner Position mit entschlossenem Blick gegen die bereits durchbrochene vierte Wand. Eine Kunstpause der Extraklasse. Ja schon fast eine Reminiszenz an das epische Theater, das Brecht in den 1920er-Jahren prägte. Aber sehen Sie selbst:
Auch die weiteren Protagonistinnen bleiben selbstsicher, wie nur jemand sein kann, der spürt, einen starken Begleiter in seinem Rücken zu haben. Gut möglich also, dass dieses Wunderwerk (YouTube: 2,4 Millionen Views / 3 Likes) auch ein Geheimtipp bei der diesjährigen Award-Saison werden könnte, die ja schon bald vor der Tür steht.
Was feststeht: Parshippen war gestern. Das sperrige Verb der Verkupplungs-Plattform findet nach vier Jahren seinen Meister in Shop-Apotheken. Ein Wort, das nicht nur im Schriftbild, sondern gerade in sträflich vernachlässigten Zeitformen wie dem Plusquamperfekt seine Schönheit entfaltet. Wir in der V&W-Redaktion sind uns einig, dass schon bald in ganz Deutschland Plakate hängen könnten mit Aufschriften wie “Husten? Sie hätten weg-Shop-Apotheken können.”














