„Winterlandschaft“
Franz Sedlacek (1925)
Winternacht
Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinem Tritt,
Es dampft mein Hauch, es wallt mein Bart;
Nur mühsam weicht die Kälte mit.
Wie ruhig ist die weite Welt!
Wie stumm der Wald! die Brust wie voll!
Ein Sternenmeer mein Herz erhellt,
Das heute nicht mehr weinen soll.
O stille, herbe Winternacht!
Nur das Geheul der Wölfe schallt
Durchs Dorf, das tief im Schnee erwacht,
Und durch den einsam dunklen Wald.
~Nikolaus Lenau (1802–1850).




















