Wer sind wir? Wer sind wir, wenn wir nicht wir sind? Ist unsere Geschichte wahr, oder ist sie gelogen? Können wir anderen glauben, anderen vertrauen, sich auf andere verlassen? Können wir uns einfach fallen lassen und uns auffangen lassen? Können wir das wirklich tun? Sind wir wirklich in der Lage, so etwas zu tun? JA. Das sind wir sehr wohl. Wir haben gemerkt, was ein Mensch tun kann und was nicht. Man merkt es schnell. Es ist wie eine Impfung. Man entscheidet selbst, ob es wehtut oder nicht. Menschen vertrauen anderen Menschen und werden dann verletzt. Wir schweigen, wenn wir nicht sollten und reden, wenn wir schweigen sollten. Wir unterscheiden uns nicht voneinander. Wir sind alle gleich. Wir sagen, jemand hat uns jenes und dieses angetan, doch was wir als Nächstes in unserem Gedächtnis behalten, diese RachegefĂĽhle, diese Schmerzen,… sie sind Zeichen dafĂĽr, dass wir alle das gleiche Ziel haben. Wir alle wollen doch ein und dasselbe. Es gibt niemanden, der sich vor nichts fĂĽrchtet und niemanden, dem alles einfach leicht fällt. Die Kunst liegt nur darin, unsere Gedanken und GefĂĽhle zu verstecken oder nicht. Können wir ĂĽberlegen, bevor wir die Puzzleteile zusammenfĂĽgen? Ja. Tun wir es denn auch? Nein. Wir probieren sie einfach aus und wenn sie nicht gehen, dann gehen sie eben nicht. Wir kĂĽmmern uns oft mehr um andere als um uns selbst. Aber manchmal ist man auch ein Egoist und man hat das dringende BedĂĽrfnis, sich selbst zu retten. Man behauptet, man wäre in der Lage fĂĽr andere zu sterben, man können auf der Welt nicht den Platz vieler Menschen einnehmen, wenn sie verloren gingen, und dennoch lassen diese ihre Freunde links liegen. Sie lassen gehen und kassieren. Ganz simpel: Sie ĂĽberlegen einfach nicht. Menschen meinen, sie ĂĽberlegen nicht, wenn sie verliebt sind, und trotzdem lassen sie die Nacht einfach so vergehen, während sie ĂĽber alles Mögliche (einschlieĂźlich der Liebe) nachgrĂĽbeln und versuchen, alles herauszufinden. Sind das denn wir? Wollte jemand, dass wir so werden? Wessen Idee war denn das? Wer sollte so etwas Grausames aus normalen Menschen machen? Menschen, die schon seit immer einfach schräge Witze reiĂźen, die nur eine bestimme Anzahl zum Lachen bringt, der Rest fĂĽhlt sich angesprochen, betroffen, verletzt,… doch diesen ist es egal. Menschen, die denken, sie hätten alles und könnten bereits alles, obwohl sie noch so jung sind und noch so viel vor sich haben. Menschen, die auf ewig im Schatten anderer Leute stehen werden. Alle reden sich etwas anderes ein, doch dabei sind wir alle gleich. Menschen sollten mehr nachdenken, mehr lachen, mehr Moral zeigen. Doch im Gegensatz zu dem sind wir traurig und halten uns von uns selbst fern. Unsere eigene Rasse ist uns fremd und wir wollen nicht mehr zu ihnen. Wir halten uns von ihnen fern. Menschen haben Vorurteile. Wir denken nämlich zu viel. Meist kennen wir sie nicht, doch trotzdem reden wir ĂĽber sie. Die GrĂĽppchen, die zusammen stehen in den Pausenhöfen, die einen Amoklauf planen, werden ausgelacht und bloĂźgestellt. Die andere Gruppe, die den Finger auf sie gerichtet hat, stand als Erste auf deren Liste. Oft verstehen wir nicht, oft wissen wir nicht, oft fragen wir aber auch gar nicht nach. Oft interessiert es uns gar nicht. Oft reicht einfach nur der Name und wir Menschen reimen uns Dinge zusammen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Wir sind stark, aber schwach. Kalt, aber warm. Wir haben alle Seiten und Kanten und Tiefen und Ecken. Doch wir sind und bleiben alle gleich. Unsere Träume, unsere WĂĽnsche. Alles, was auf das basiert, sind Vorstellungen von uns selbst, die wir uns nicht entnehmen lassen dĂĽrfen. Und doch vernichten Menschen diese BrĂĽcke und stehen mit leeren Händen da. Weil wir dann böse und verärgert ihnen gegenĂĽber sind, ĂĽben wir Rache aus und tun das Gleiche. Wir sind alle gleich. Und egal, was andere sagen, derjenige, der dieses oder jenes ĂĽber andere sagen, sind Erzählungen seiner Gleichen, weil wir nun mal alle gleich sind. Und wir werden es immer sein. Wir treffen Entscheidungen. Manchmal richtig, manchmal falsch. Doch egal, wofĂĽr wir uns entscheiden, das Schicksal hat bereits alles geplant.Â