SpVgg Weil im Schönbuch 4:0 SV Gültlingen
19.02.2017
Testspiel
Kreisliga A Böblingen/Calw 2 (9.Liga) vs. Kreisliga A Böblingen/Calw 1 (9.Liga)
Zuschauer: 30
Weil im Schönbuch, Kunstrasenplatz SpVgg Weil im Schönbuch
48°36'39.9"N 9°04'17.1"E

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SpVgg Weil im Schönbuch 4:0 SV Gültlingen
19.02.2017
Testspiel
Kreisliga A Böblingen/Calw 2 (9.Liga) vs. Kreisliga A Böblingen/Calw 1 (9.Liga)
Zuschauer: 30
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Runder Tisch mit Führungskräften der Feuerwehr
Runder Tisch mit den Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr und des Landratsamtes "Weniger chillen, sondern zur Feuerwehr"
Im Wandel der Zeit verändern sich viele Dinge. Manchmal ist man direkt betroffen, anderes hingegen bekommt man kaum mit. Vieles davon wollen wir aber auch nicht sehen. War früher alles besser? Bringt die Zukunft nur Gutes? Wir haben uns mit Menschen unterhalten, deren Wirken und Handeln das Erscheinungsbild eines Ortes prägt. Doch auch die Freiwilligen Feuerwehren stehen in ihrem Tun und Handeln vor großen Veränderungen. Nicht nur die seit Jahren rückläufige Entwicklung bei den aktiven Mitgliederzahlen stellt die Verantwortlichen vor Probleme. Die drei Kommandanten der Feuerwehren auf der Schönbuchlichtung gaben Auskunft über ein schwieriges Ehrenamt mit einer enormen Belastung. Der Kreisbrandmeister des Landkreises Böblingen betrachtete die Situation hingegen aus Behördensicht.
Wie gestaltet sich bei Ihnen die aktuelle Personalsituation?
Markus Schimpf (Gesamtkommandant Weil im Schönbuch): Derzeit haben wir 83 Aktive im Dienst, zudem eine Jugendfeuerwehr sowie eine Kinderfeuerwehr. Neben der Abteilung Weil im Schönbuch gehören noch die Abteilungen Neuweiler und Breitenstein zur Gesamtwehr.
Albrecht Schmid (Kommandant Holzgerlingen): Wir haben im Moment 73 Aktive, der höchste Personalstand überhaupt. Wir haben allerdings keine Jugendabteilungen, allerdings auch keine Nachwuchssorgen. Wir sind hier auf der “Insel der Glückseligen” was unsere aktiven Kameraden an geht. Dennoch ist die Fluktuation größer geworden. Das liegt sicherlich an den beruflichen und schulischen Situationen.
Thomas Rebmann (Kommandant Schönaich): Wir haben im Moment 53 Aktive bei uns. Der Übertritt von unserer Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst ist sehr hoch. Wir verlieren dennoch einige Leute auf Grund von Beruf und Studium. Eine große Rolle dabei spielen die verschärften Bedingungen im Berufsleben. Der Druck und die Präsenzzeit bei den Arbeitgebern ist größer geworden. Somit wird die Freizeit einfach weniger.
Guido Plischek (Kreisbrandmeister): Die besondere Situation in Holzgerlingen ist schon einzigartig. Dort haben die Arbeitgeber eine hohe Bereitschaft, die Mitarbeiter für die Einsätze bei der Feuerwehr freizustellen. In anderen Orten ist diese Bereitschaft leider nicht vorhanden. Das ist im ganzen Kreis schon thematisiert worden. Eine starke Feuerwehr ist allerdings enorm wichtig. Ein Landkreis kann sehr attraktiv sein, wenn er ein starkes Feuerwehrwesen hat.
Wie sieht die Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehren aus, kocht hier jeder seine eigene Suppe?
Albrecht Schmid: Wir führen jährlich eine gemeinsame Übung durch, das klappt hervorragend. Die Zusammenarbeit ist permanent vorhanden. Auch mit Schönaich kooperieren wir und unter- stützen die Kameraden bei der Tagesverfügbarkeit und rücken zusammen aus.
Thomas Rebmann: Diese Zusammenarbeit besteht seit 18 Jahren. Es war damals schon an der Zeit hier nicht nur um den eigenen Kirchturm zu denken. Die Frage war: Wie können wir uns stärker und effektiver machen zur Schadensabwehr der Bürger. Dazu gehört auch die neue Alarmierungsverordnung, welche demnächst umgesetzt wird.
Guido Plischek): Diese neue Ausrückeverordnung schafft die Grundlage für eine dezidierte Alarmierung der Feuerwehr. Zu einem Fahrzeugbrand rücken dann nur die benötigten Einheiten aus, die wir brauchen. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Schonend mit den Ressourcen umgehen ist dabei entscheidend. Das war ein langer Weg bis zu dieser engen Zusammenarbeit. Darum beneiden uns inzwischen auch andere Landkreise.
Stichwort Nachwuchs. Hier klagen die Feuerwehren schon seit langem über eine zu geringe Bereitschaft der Jugendlichen. Wie sehen Sie das unter dem Hintergrund der vielen Möglichkeiten bei der Freizeitbeschäftigung?
Markus Schimpf: Natürlich hat es die PC- und Computerspiele früher auch gegeben. Ich denke, wichtig ist die Bindung an die Feuerwehr. Oft beginnt diese schon in der Familie. Auch bei uns in Weil im Schönbuch gibt es Familien mit einem sehr hohen Anteil an Freiwilligen Feuerwehrleuten. Schwierig ist nach wie vor die berufliche Beanspruchung der Kameraden, sowie die schulischen Anforderungen der Jugendlichen. Das war früher definitiv anders. Da blieb mehr Zeit für die Feuerwehr.
Thomas Rebmann: Früher war die Feuerwehr in der Priorität ganz weit oben, trotz Schule, Ausbildung, Beruf und sonstigem Freizeitspaß. Heute ist man bei der Feuerwehr, allerdings nicht mehr mit diesem Enthusiasmus.
Guido Plischek: Das hat auch was mit dem gesellschaftlichen Wandel zu tun. Der Leistungsgedanke muss wieder kommen. Wir verhätscheln ein wenig, wie ich finde. Die Freiwilligen Feuer wehren üben behördliche Aufgaben aus, müssen sich mit Leid und Tod auseinandersetzen. Das geht nicht wenn man einer Spaßgesellschaft angehört.
Wie sehen Sie die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr?
Thomas Rebmann: Da ist keine genaue Prognose möglich. Es wird immer Leute geben, die die Feuerwehr am Laufen halten. Wie genau dann die Struktur aussehen wird, kann ich nicht sagen. Eine pauschale Aussage ist daher nicht möglich. Das wird von Region zu Region vielleicht unterschiedlich gehandhabt werden. Momentan ist die Situation sicherlich nicht optimal, dennoch glaube ich, dass es wieder besser wird und wir mehr Mitglieder bekommen. Ich setze auf die Männer und Frauen, die sich die Feuerwehr auf die Fahnen geschrieben haben.
Markus Schimpf: Es wird mittelfristig noch so laufen wie bisher, langfristig jedoch wird sich das Feuerwehrwesen ändern. Die Zeiten werden nicht besser. Die Mitgliederzahlen gehen stetig runter. Irgendwann können wir das nicht mehr abfangen, auch nicht durch die Hilfe der Feuerwehren untereinander. Ich vermute, es wird dann eine Berufsfeuerwehr geben, die durch Freiwillige ergänzt wird.
Albrecht Schmid: Ich sehe die Zukunft nicht so schwarz. Es wird immer weitergehen, auch wenn es Höhen und Tiefen gibt. Bei uns in Holzgerlingen geht das schon 150 Jahre so. Es wird immer junge Leute geben. Diese müssen wir begeistern. Weniger chillen und abhängen, sondern auf zur Feuerwehr. Ich bin optimistisch!
Guido Plischek: Diese Frage zu beantworten ist nicht leicht. Wir müssen uns auf verschiedene Varianten vorbereiten. Sofern die Entwicklung gleich bleibt prognostiziere ich Stützpunktwehren, die tagsüber von mehreren Gemeinden gemeinsam finanziert werden. Abends und am Wochenende werden dann die Freiwilligen wieder ihren Dienst leisten können. Bei der Tagesverfügbarkeit haben wir hier im Landkreis größte Probleme, dennoch müssen wir die Sicherheit der Menschen gewährleisten. Das ist aber Abhängigkeit von der politischen Entwicklung. Wir haben hier in Baden-Württemberg die Feuerschutzsteuer. Diese ist sehr wichtig für den Erhalt der Feuerwehren. Die Frage wird künftig schon sein, ob jede Gemeinde ihre eigene Feuerwehr unterhalten kann. Auch die Entscheidungen auf EU Ebene werden unsere künftige Struktur beeinflussen.
Wie stark greift dieses Ehrenamt in ihren privaten Bereich ein?
Thomas Rebmann (Kommandant seit 18 Jahren): Ich trage immer Verantwortung. Egal was ich tue, auch wenn ich privat im Ort unterwegs bin. Zudem stehe ich 365 Tage im Jahr zur Verfügung. Auch wenn ich einen Musical-Besuch geplant habe, kann immer der Alarm losgehen. Das war es dann mit dem Musical…. Die Häufigkeit der Termine ist schon enorm. Ich bin sehr froh, dass meine Frau das Ganze mitträgt, unsere Frauen sind die wahren Helden.
Albrecht Schmid (Kommandant seit 9 Jahren): Freizeit hat man sehr wenig, da immer der Funk losgehen kann. Man benötigt ein Riesenpaket an Idealismus, sowie eine sehr verständliche Frau und Familie. Ständig fallen Termine an zu denen man erscheinen muss. Die innere körperliche Anspannung ist auch enorm, denn ich habe die Verantwortung für meine Leute. Auch die seelische Belastung ist vorhanden, denn wir erleben bei unseren Einsätzen teilweise schreckliche Dinge, das geht an keinem spurlos vorüber.
Markus Schimpf (Gesamt-Kommandant seit 3 Jahren, davor 5 Jahre Abteilungskommandant): Ohne eine Frau oder Partnerin, die das alles mitträgt braucht man gar nicht erst anfangen. Jede Woche fallen an vier oder fünf Tagen Termine an. Wenn wir etwas planen, hoffen wir einfach, dass nichts passiert und der Alarm still bleibt damit wir das Geplante in Ruhe erleben können.
Das Gespräch führte Markus Schwarz
Der Kommentar von Markus Schwarz:
Klar, fast jeder Junge wollte einmal zur Feuerwehr, auch ich. Mit offenem Mund und fast freudigem Erregen schaute man als Steppke den Autos mit Feuerwehrleuten hinterher, die mit Blaulicht und lautem Tatü-Tata durch die Straßen fuhren, um in Heldenmanier Menschen aus brennenden Gebäuden zu retten. Doch wie sieht der Alltag der Feuerwehrleute - betrachtet mit Erwachsenenaugen - tatsächlich aus?
Wie groß ist der Aufschrei, wenn Frauen bei ihren Einstellungsgesprächen nach ihrem Kinderwunsch gefragt werden? Doch wie viele Feuerwehrleute verheimlichen in Bewerbungsgesprächen ihr Ehrenamt weil sie befürchten müssen bei Kollegen und Vorgesetzten auf Unverständnis zu stoßen? Wenn der Alarm über den Pieper kommt, geht es jedoch meist um Menschenleben, nicht um ein Hobby.
Verfolgt man die Diskussionen über die Notwendigkeit eines neues Fahrzeuges hört man, wenn auch oft nur hinter vorgehaltener Hand, leise Kritik. Lieber sollte man das Geld in den Ausbau von Kindertagesstätten stecken oder den Sportplatz sanieren. Jede Gruppe einer Gemeinde hat sicherlich aus ihrem Blickwinkel betrachtet die richtigen Argumente für ihre Belange. Doch näher betrachtet geben auch EU-Richtlinien die Investition in harmonisierte Feuerwehrtechnik vor. Eine technisch optimal ausgerüstete Feuerwehr geht uns alle an, spätestens im Brandfall.
Feuer kann in Bruchteilen von Sekunden unglaubliches Leid anrichten. Die Gefahr von Unfällen, Notsituationen und andere Katastrophen ist latent vorhanden. Gut wenn man die Feuerwehr nicht braucht, noch besser wenn diese im Einsatzfall optimal ausgerüstet ihre Arbeit tun kann.
Blickt man einmal hinter die Kulissen der Feuerwehrlandschaft tut sich da Überraschendes und Erhellendes auf. Da bekommt ein Kommandant jährlich eine Aufwandsentschädigung, die gerade einmal die Handykosten deckt. Die oftmals erdrückende Verantwortung für die zu rettenden Menschenleben und Kameraden im Einsatz lastet schwer auf ihren Schultern. 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag. Auch wenn die Frauen und Männer ihren Weg in der Feuerwehr freiwillig gehen. Sie gehen diesen auch für uns und für unsere Sicherheit. Daran sollten wir denken. (mac)
Mini-Meisterschaften im Tischtennis
Schönbuchlichtung: mini-Meisterschaften beim Tischtennis Schönbuch e.V.
Tischtennistalente im schnellen Spiel mit dem kleinen Ball In insgesamt drei Orten auf der Schönbuchlichtung veranstaltete der noch junge Verein TT Schönbuch e.V. die mini-Meisterschaften für interessierte Mädchen und Jungen. Dieses Schnupperturnier soll Jugendliche an den Tischtennissport heranführen, zudem erhofft man sich dadurch einen Zuwachs bei den Mitgliedern. Es wurde eifrig geschmettert, angeschnitten und gelacht. Bereits im Jahr 1983 erkannten die damaligen Verantwortlichen beim Deutschen Tischtennis Bund (DTTB) die enorme Bedeutung der Nachwuchsförderung und schufen einen bundesweit durchgeführten Wettbewerb für Nicht-Aktive Jugendspieler bis 12 Jahren. Die Funktionäre bewiesen damals schon ihre Weitsicht, in dem sie rechtzeitig für Begeisterung bei jungen Sportlern warben und dadurch dem Sport einen enormen Zulauf bescherten. Heute sind die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung weitaus höher. Auch der schulische Anspruch an die Kinder ist in den letzten Jahren angestiegen. Zudem stellen die immer noch beachtlichen Zuwachsraten bei Onlinespielen, sowie die hohe Verweildauer der Jugendlichen in sozialen Netzwerken die Vereine und Verbände vor große Herausforderungen. Und das nicht nur beim Spiel mit dem schnellen kleinen Ball.
Momentan sind laut DTTB die Mitgliederzahlen bei den aktiven Spielern noch relativ stabil, im Nachwuchsbereich verzeichnen die Verbandsverantwortlichen jedoch einen leichten Rückgang der aktiven Spielerinnen und Spieler. Die beiden Tischtennisabteilungen der Sportvereine aus Holzgerlingen und Weil im Schönbuch mussten ebenfalls auf Grund der schwindenden Mitgliederzahlen ihre Abteilungen auflösen, für die verbliebenen Mitglieder in beiden Orten damals ein heftiger Schritt. Es entstand Anfang 2012 ein neuer Verein. “Anfangs war es natürlich noch sehr schwer, schließlich waren wir über Jahre hinweg sportliche Gegner”, beschreibt der Vorsitzende Thomas Ost die Situation. “Inzwischen passt aber alles und es macht richtig Spaß.” Die getrennten Lager von einst sind innerhalb kürzester Zeit zusammengewachsen. “Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen”, so Ost.
Daher tat es der Stimmung am Sonntagmorgen in der Weilemer Gemeindehalle auch keinen Abbruch, dass sich lediglich vier Nachwuchssportler angemeldet hatten. “In Holzgerlingen und Altdorf waren es mehr, aber so etwas ist eben nicht planbar”, meint Vereinschef Thomas Ost.
Mit frischen Bretzeln und Getränken gestärkt ging es in die jeweiligen Paarungen. Die Kids hatten sichtlich Freude beim Spiel mit den schnellen und kleinen Ball. “Das macht schon großen Spaß. Ich würde gerne im Verein spielen”, begeisterte sich auch der 12-jährige Calvin Dornier für das Spiel an der Platte. Doch der aktuelle Trainingstermin der Jugendmannschaften kollidiert noch mit dem Fussball- und Tennistraining des Talentes. “Wenn er dabei bleiben würde, wäre das super. Er ist ein Wahnsinnstalent”, beschreibt Thomas Ost den Jungen aus Weil im Schönbuch. Dieses Talent hat Calvin vom Opa geerbt. So oft es geht spielt er mit seinem Enkel im Keller des Wohnhauses. Auch Calvins Vater tritt gerne in den Wettkampf mit seinem Sohn, “auch wenn ich meistens gewinne” so der Schüler der internationalen Schule Sindelfingen. Neben den vielfältigen Aktivitäten neben der Tischtennisplatte stemmt der Verein zusätzlich den Spielbetrieb der laufenden Saison. Erfreulicherweise steht die Männermannschaft kurz vor dem Aufstieg in die nächste Spielklasse. “Das freut uns natürlich und spricht für die Qualität der Spieler”, berichtet Thomas Ost über den sportlichen Erfolg. Sollte dieser sich noch zusätzlich mit einem Zuwachs an Mitgliedern einstellen, hätte er sicher nichts dagegen. (mac)
Infos:
Telefon: 07031-607 222
www.tt-schoenbuch.de
Außergewöhnliche Wald Er"Fahrung"
Der Wald leuchtete in seinen schönen Herbstfarben und zeigte sich beim Waldbegang des Weilemer Gemeindewaldes am vergangenen Freitag von seiner besten Seite. Bürger, Verwaltung und Gemeinderäte erkundeten erstmalig ihren Wald mit dem Fahrrad.
„Eine schöne Idee die unser Revierförster Walter Langer hier hatte“, freute sich auch Weils Bürgermeister Wolfgang Lahl. Bei ihrer ersten Station konnten sich die Mitfahrenden über den Maschineneinsatz im Bereich „Hohe Reute“ informieren, wo in diesem Jahr ca. 800 Festmeter Holz geschlagen wurden. „Trotz des Einsatzes schweren Gerätes hält sich die Belastung für den Waldboden in Grenzen“, berichtete Revierförster Langer von den dortigen Arbeiten.
Danach fuhr die Gruppe über den neuen Radweg entlang der B464 zur Baustelle an der Kälberstelle um sich einen Überblick über den Baufortschritt zu verschaffen. Im Gewann „Aschenöfele“ ist ein weiterer großer Holzeinschlag der Gemeinde von ca. 800 Festmeter geplant. Dort informierte Revierförster Langer über den alten Baumbestand an Eichen, die zum Teil schon 160 Jahre alt sind.
Elternbeirat und Kindergartenleitung des Waldkindergartens berichteten beim Besuch der vielen Gäste vom Alltag der Kinder inmitten der Bäume, Sträucher und Tiere und von der Zusammenarbeit mit Förster Langer. Beim Besuch der Baustelle am Kunstrasenplatz konnte Bürgermeister Lahl den Feststellungstermin im November bestätigen, am 16. November kann dieser plangemäß eingeweiht werden.
Der formelle Teil der Waldbegehung fand als Abschluss des diesjährigen Waldbegangs im Sportlerheim statt. Dort berichtet der stv. Forstamtsleiter Christian Kirch über den Haushalt des Forstbetriebes und konnte für die Jahre 2012 und 2013 über ein positives Ergebnis berichten.
Gemeinderat Werner Brennenstuhl stellte den Antrag die Holzeinschlagsmengen zu reduzieren, da im laufenden Jahr die vereinbarte Menge überschritten wurde und noch genügend Holz im Wald herumliege. Nach Abstimmung herrschte Stimmengleichheit, daher fand dieser Antrag keine Zustimmung im Gremium. Der Haushaltsplan für das nächste Jahr wurde demzufolge unverändert übernommen. Für das Jahr 2015 sicherte die Verwaltung jedoch eine erneute Prüfung der Holzeinschlagsmengen zu
Sommernachtstraum von Shakespeares
Weil im Schönbuch: Theatergruppe Schönbuchbühne mit Shakespeares Sommernachtstraum
Das kommende Wochenende bietet für die Liebhaber und Kenner feiner Schauspielkunst ein wahres Prachtstück. Nicht im Großen Haus und nicht im Kleinen, sondern im Weilemer Turnerheim bittet Regisseurin Daniela Burkhardt ihre Spielerinnen und Spieler auf die Theaterbretter. Nachdem im Kultursommer bei der Aufführung auf dem Marktplatz die Schauspielkunst der Schönbuchbühne bereits über 1000 Zuschauer begeisterte, stehen die Laiendarsteller wieder vor einer großen Herausforderung. Im Sommer bei der Uraufführung des Shakespeare-Klassiker galt es, die besonderen Umstände hinsichtlich Technik und Bühnenumfeld zu meistern, kurz vor der aktuellen Aufführung im Turnerheim verspüren die Mitglieder des Ensembles nun wieder eine angenehme Nervosität. "Natürlich bedeuten die vielen Zuschauer und der tolle Erfolg einen leichten Druck für uns, wir sehen das jedoch als Ansporn", fasst Petra Landenberger ihre aktuelle Gemütslage zusammen. Zudem sind die insgesamt über zwanzig Darsteller optimal auf das Theaterstück vorbereitet worden. "Wir hatten diesmal eine Profi-Regie, das hat man schon gemerkt", so Petra Landenberger weiter. Die verschiedenen Erzählebenen, sowie die außergewöhnliche Sprache meisterten die Regisseurin Daniela Burkhardt und ihre Mitspieler schon im Sommer bravourös. Das Stück, in dem es um Liebe und ihre verworrenen Wege geht fesselte das Publikum und hinsichtlich Ausdrucksstärke und Spielfreude beeindruckten alle Darsteller. Die Vermutung liegt daher nahe, die dadurch selber erspielte Hürde sei auch eine Bürde für die kommenden Aufführungen im Turnerheim. "Wir spielen schon sehr lange im Turnerheim, sind wie gewohnt Textsicher und freuen uns alle sehr auf die Aufführungen", so Jürgen Ehmann, erster Vorsitzender des Vereines. Von Nervosität also keine Spur. Dennoch sieht Ehmann eine Herausforderung in den Planungen dieser Zweitaufführung in relativ kurzer Zeit: "Wir haben vor sehr vielen Leuten im Sommer gespielt, daher wird es sicherlich nicht einfach sein, die insgesamt vier Aufführungen mit Leben zu füllen". Allerdings entwickelte sich der Kartenvorverkauf sehr positiv, daher kann auch wieder mit vollen Stuhlreihen gerechnet werden. Im stilvoll dekorierten Ambiente kann feines für den Gaumen genossen werden, und das alles zu erfreulich günstigen Preise Der Sommertraum im alten Athen von Shakespeare findet zum zweiten Mal im Schönbuch seine grandiose Umsetzung, so viel ist sicher. (mac)

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Weil im Schönbuch: Übung unter nahezu realistischen Bedingungen Brandraumbegehung mit Atemschutz In der Hauptstrasse in Weil im Schönbuch kann der Beobachter seit einiger Zeit eine erhöhte Aktivität von Baumaßnahmen feststellen. Nicht nur viele Bürger freuen sich über die überfälligen Sanierungsarbeiten im Ort. Wenngleich die Belastungen durch viele Umleitungen und erschwerte Zufahrten momentan sehr hoch sind, können sich die Weilemer nach den umfangreichen Bauarbeiten auf einen schönen und gut geplanten Ortskern freuen. Ebenso erfreut waren die Lebensretter der Weilemer Feuerwache über die Möglichkeit in zwei zum Abriss stehenden Häusern in der Poststrasse Atemschutz- und Bergungsübungen durchführen zu können. Obwohl die großen Unglücksfälle und Brandkatastrophen erfreulicherweise selten sind, müssen die Feuerwehrmänner für diese gefährlichen Ereignisse optimal vorbereitet sein. In Situationen in denen auch das eigene Leben auf dem Spiel steht, müssen oft schnelle Entscheidungen getroffen werden. Mit über 80 Kilo Ausrüstung, enormer Hitze, einem eingeschränkten Sichtfeld und der permanenten Gefahr für sich und den Kameraden ist die Belastung für den Körper sehr hoch. In vielen speziellen Lehrgängen werden die Feuerwehrfrauen- und Männer auf diese Einsätze vorbereitet. Die Gelegenheit, die Ausrüstung und die Teamfähigkeit allerdings unter fast realistischen Bedingungen zu testen nahm daher die Weilemer Feuerwehr sehr gerne an. Mit insgesamt drei Ausbildern und 12 Feuerwehrleuten probte die Weilemer Wehr den ganzen Samstagvormittag die Suche nach Brandopfern, das Aufbrechen von Türen, sowie die Bergung der Opfer. Dabei kam auch eine spezielle Wärmebildkamera zum Einsatz, die bereits auf sehr geringe Temperaturunterschiede reagiert. Der Brand im Keller des Hauses wurde durch eine Blitzleuchte dargestellt, das Brandopfer wurde durch eine lebensgroße Puppe simuliert. Eine Nebelmaschine sorgte für den entsprechenden Rauch im Gebäude, für die jeweiligen Teams waren somit schwierige Bedingungen geschaffen. "Es ist schon etwas anderes, wenn man eine richtige Tür aufhebeln oder ein Fenster tatsächlich einschlagen muss um den Brandraum zu betreten. Das alles noch mit wenig Sicht und der kompletten Ausrüstung macht die Übung für uns sehr wertvoll", so ein Feuerwehrmann, dem man die Anstrengungen im Gesicht ansah. Auch wenn etwas Wehmut beim Abriss dieser alten Häuser herrscht, können die Besitzer sich über den Dank der Feuerwehr Weil im Schönbuch freuen. Denn diese optimalen Möglichkeiten gibt es nicht oft. (mac)