Huaraz Tag 4
(Ein Gastbeitrag von Babsi)
Dies war ein Tag der großen und kleinen Heldentaten. Die erste große Heldentat war, dass wir den Colectivo um 7:15 Uhr bekamen, der uns zum Ausgangspunkt der heutigen Wanderung bringen sollte. Bei strahlendem Sonnenschein frühstückten wir dann erstmal mitten in bester Werbelandschaft für Milka-Schokolade und Alpaka-Wolle. Sollen die anderen Touris erstmal alle losflitzen, wir gehen es gemütlich an, ist ja schließlich dünne Luft. Und die Laguna Churup, unser Ziel-See des Tages, liegt auf stolzen 4500m. Die Empfindungen zu Strecke, Anstrengung und dem momentanen Spaß-Faktor hatten, sagen wir, eine natürliche Streuung in den nächsten Stunden. Leider hatten sowohl Larsi als auch Didi immer wieder mit Kopfschmerzen und Schwindel zu kämpfen. Die Höhe ist nicht ganz ohne und die Höhenkrankheit kann jeden treffen, egal ob Alm-Öhi oder Flachstreckenläufer. Das letzte Stück vom Weg bis zur Lagune war eine kleine Herausforderung mit leichter Kraxelei an Ketten entlang. Dieser irre fitte junge Australier, der auf diesem Stück im Laufschritt an uns vorbei tanzte, war bestimmt eine Fata Morgana. Doch, Fata Morganas gibt’s auch in den Bergen, keine Widersprüche bitte! Der lange Anstieg hat sich definitiv gelohnt – eine absolut sehenswerte Lagune!! Lange hielten wir uns allerdings nicht auf, denn Zeit und Larsis bleiche Gesichtsfarbe forderten den Abstieg in sauerstoffhaltigere Gefilde. Direkt am Abend beschlossen wir, den folgenden Tag mit etwas weniger Eigenbewegung und dafür mehr Busbewegung zu gestalten und begossen das Ganze mit einem Pisco Sour.










