Weltweit kämpfen die Korallenriffe wegen der Klimaerwärmung ums Überleben. Der Film begleitet zwei Biologinnen auf der Karibikinsel Curaçao,
Hier, etwas seicht - aber (!) viele Bilder und anschauliche Informationen zu den abstrakten Informationen ĂĽber Korallen, am Beispiel Curacao in der Karibik (ich will dahin). Auch wird einem klar wie arbeitsaufwendig, langatmig und kostspielig es ist, den Meeresboden sozusagen wieder aufzuforsten. An einer Stelle wird eine Koralle von 10 Jahren gezeigt - die Forscherinnen sind sehr stolz darauf, dass diese Koralle die sie vor 10 Jahren "gepflanzt" haben mittlerweile einen Durchmesser von circa 1 Meter ausmacht.
Mein Bruder wird Förster und wenn man sich mit ihm unterhält, bekommt man zum Thema Wälder einen sehr ähnlichen Eindruck von der abstrusen zeitlichen Beziehung zwischen Zerstörung und Entstehen. Wenn ein Förster ein runtergeforstes Waldstück plant und bepflanzt, wird ungefähr nach 60-80 Jahren ein Wald mit großen starken Bäumen stehen und auch erst dann wirklich wirtschaftlich nutzbar.
Auf Curacao wurden für den Bau der Häuser damals Korallen genutzt.
Mein persönliches Highlight in der Doku: Korallenpolypen sind schon im frühen Stadium fähig, den akustischen Raum mithilfe von feinsten Häärchen zu analysieren, um so zum Beispiel Objekte und Wesen in ihrer Umgebung wahrzunehmen. Hierzu auch etwas anderes was irgendwie damit zu tun hat, nämlich im Hinblick auf Vibration (-> Klang):
Michelet spricht in 'La Mer' von einem Versuch...die sterblichen Überreste seines zugrunde gegangenen Aquariums inklusive seiner Bewohner verbleiben in ihrem Glaskasten. Michelet beobachtet, dass sich nach einigen Tagen eine Art schleimige Masse auf der Wasseroberfläche bildet. Diese untersucht er unter dem Mikroskop. Er sieht dort eine Bakterie : Vibrion (von "vibrer", deutsch: vibrieren) nennt und ist zutiefst beeindruckt von der Art und Weise wie sie sich fortbewegt.
Dank seiner kurvigen Form kann das Vibrion sich selbst in Schwingung versetzen und so kraftvoll fortbewegen.
"Au second plan fourmillaient des petits serpenteaux ou anguilles microscopiques qui nageait moins qu'ils ne vibraient pour se darder an avant (on les nomme 'vibrions')".
(Michelet (1983): La mer, p. 124)
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