Nach langer Blockade gibt die EU eingefrorene Mittel fĂŒr Ungarn frei. EU-KommissionsprĂ€sidentin von der Leyen bescheinigte dem Land "groĂe F
Die EU hat angekĂŒndigt, blockierte Gelder von mehr als 16 Milliarden Euro fĂŒr Ungarn freizugeben. Das Geld werde aufgrund der in kurzer Zeit erzielten "groĂen Fortschritte" bei Investitionen, Regionalförderung und KorruptionsbekĂ€mpfung freigegeben, sagte EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen. Sie mahnte jedoch auch weitere Schritte an.
Der neue ungarische MinisterprĂ€sident Peter Magyar sprach bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von einem "historischen Tag fĂŒr Ungarn". Sein Team habe "um jeden Europa-Cent gekĂ€mpft".
Konkret geht es um zehn Milliarden Euro aus dem Corona-Wiederaufbaufonds als ZuschĂŒsse und gĂŒnstige Kredite. Bevor das Geld ausgezahlt werden kann, muss Ungarn noch einen offiziellen Plan mit den Vorhaben einreichen und auch die anderen EU-LĂ€nder mĂŒssen grĂŒnes Licht fĂŒr die Freigabe geben. Die Mittel aus dem Corona-Aufbauprogramm der EU setzen voraus, dass die Reformen und Investitionen bis zum 31. August umgesetzt werden. Andernfalls droht Budapest, die Gelder zu verlieren. Zudem gibt die BrĂŒsseler Behörde 4,2 Milliarden Euro an KohĂ€sionsmitteln, also Gelder zum Abbau regionaler Ungleichheiten, frei. Ungarn sollen weitere 2,2 Milliarden Euro zur VerfĂŒgung gestellt werden, sobald die Regierung weitere Schritte umsetzt. Vor rund drei Wochen war die neue ungarische Regierung vereidigt worden. Magyar signalisierte an die EU, nun werde man in Ungarn anders vorgehen. BrĂŒssel hatte wegen der Politik von VorgĂ€nger Viktor Orban bisher EU-Gelder in Höhe von insgesamt rund 18 Milliarden Euro fĂŒr Ungarn zurĂŒckgehalten. Grund waren der Abbau der Rechtsstaatlichkeit, die EinschrĂ€nkung von Rechten sexueller Minderheiten sowie Korruption. Ein Teil der eingefrorenen Gelder sind bereits verfallen: FĂŒr die Freigabe hĂ€tte das Land Reformauflagen bis zu einer Frist umsetzen mĂŒssen. Weil das unter Ex-Regierungschef Orban nicht passiert war, verlor Budapest den Anspruch.














