Wintergemüse bringt Grün in den Altag
Eigentlich sollte Schnee liegen und dann hätte ich an dieser Stelle zur Einleitung wunderbar schreiben können, dass wir sicherlich nicht an Grün denken wenn wir aus dem Fenster schauen. Zumal denke ich zurzeit an Grün wenn ich in meiner Küche die Delikatessen und das Saisonale Gemüse betrachte, welche ich trotz Hudelwetter auf dem Luzerner Wochenmarkt in meine Altstadtwohnung begleitete bevor es nun in der Pfanne landet. Federkohl, Wirz und die Trevisanos liebe ich besonders.
Bereits in den antiken Hochkulturen wusste man von der Heilkraft der Kohlgemüse. Reich an Magnesium, Calcium, Eisen und den Vitaminen A, B und C, stärken Kohls und Co das Immunsystem und helfen bei der Heilung von Entzündungen. Schon die alten Römer haben eine heilende Salbe hergestellt aus Fett und der Asche verbrannter Kohl, welche sie zur Heilung von Wunden einsetzten.
In meiner Küche setze ich als Kulinariker jedoch das Grüne Wintergemüse nicht zur Heilung ein, wobei es für mich im Winter tatsächlich heilende Wirkung in meinem Gemüt bewirkt. Zusammen mit Käse und getrockneten Früchten oder mit Ei und eingelegten Tomaten liebe ich die Kohls von Herzen und überbrücke so, die wohl am wenigsten mit dem Adjektiv frischeste Saison des Jahres. Obwohl der gesamte Gemüseumsatz in der Schweiz im letzten Jahr leicht zurück gegangen ist, zeigt der Trend bei den Kohlgemüsen klar nach Oben.
Einfache Rezepte und für mich zur Zeit ein muss in der Küche ist ein lauwarmer Salat mit Federkohl, welche ich zusammen mit Bodenruben Würfel in einem Wok blanchiere, bevor ich diese vorwiegend in Deutschland verbreitete Kohl zusammen mit Orangen, Nüssen und getrockneten Cranberry anrichte. Dazu darf der Aceto di Moscato von AMORI natürlich nicht fehlen.
Ebenso einfach und Genial. Kartoffeln mit Copa leise anbraten. Später Trevsano Tartivo und Birnenwürfel dazu geben und mit Blauschimmelkäse warm servieren. Zurzeit geniesse ich dieses Gericht vorallem mit der blauen Ziege von Willi Schmid, der geniale Käser von der Städtlikäse in Lichtensteig.
Bei Wirz denke ich erstmal an Wickel. Zusammen mit Ei und Tomaten geniesse ich diese gängige Kohlsorte am liebsten. So entstanden die Wickel bei welchen ich blanchierte Wirzblätter mit einem Tomaten Rührei fülle und in die Mitte ein Chippo oder Rauchwürstli setze. Zusammen mit Salat eine bekömmliche Abendspeise.











