Böhlitz, Germany 1920s
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Böhlitz, Germany 1920s

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Die Pestlinde von Böhlitz ist ein Naturdenkmal. Gepflanzt irgendwann im DreiĂigjĂ€hrigen Krieg, in der letzten Pandemie, zum Gedenken der Opfer und also um die 350 Jahre alt. Ob die Pesttoten wirklich unter der Linde, mitten im Dorf und nicht auĂerhalb verscharrt sind, ist unsicher, genauso wie das angebliche Pestjahr 1637/38.
Die Sommerlinde hat vier Meter Stammumfang; 20 Meter Höhe und 13 Meter Kronenumfang kĂŒnden von einem riesigen Wurzelwerk, das wohl immer wieder mit den umliegenden GrĂ€bern kollidiert. Eine kleine Recherche ergibt, dass einige Kommunen in Deutschland in den letzten Jahren Corona-Linden gepflanzt haben. Ob der Vergleich hinkt? Naja Hauptsache BĂ€ume pflanzen!
(Funfact: In der angrenzenden Martin-Luther-Kirche war Richard Wagners UrgroĂvater Emanuel kurz nach der Pest 10 Jahre Kantor.)
Kinderlachen hallte heute durch den Park Canitz. Jungen und MĂ€dchen der Vorschulgruppe der KindertagesstĂ€tte âKinderhaus Fledermausâ aus Thallwitz kamen, um das GrĂŒne Klassenzimmer, Bestandteil des geschichtlichen FreigelĂ€ndes im Park Canitz, zu besuchen. Dort trafen sie sich mit einigen Mitgliedern unseres Rotary Club Wurzen und dem Förderverein des Park Canitz.
Als Fluthilfe ĂŒberbrachte unser Rotary Club Wurzen eine Spende in Höhe von 7.250 Euro an den Förderverein Landschaftspflegeverband âmittleres Muldegebietâ e.V. Diese Summe wurde aufgrund unseres Spendenaufrufs von Spendern aus der Region und von Rotariern aus ganz Deutschland ermöglicht. So hat beispielsweise auch der Rotary Club Bingen am Rhein aus Rheinland-Pfalz 2.350 Euro fĂŒr die Fluthilfe an der Mulde ĂŒberwiesen.
Nachdem wÀhrend des Juni-Hochwassers der Mulde der Deich auf einer LÀnge von ca. 150 m am Park Canitz gebrochen war, zerstörte die Mulde das geschichtliche FreigelÀnde, die Projektscheune und die museale Einrichtung.
Zuvor wurden hier jĂ€hrlich fĂŒr zahlreiche Schulklassen und Gruppen verschiedene Projekte angeboten und durchgefĂŒhrt. Zu sehen waren die Darstellungen zur Siedlungsgeschichte der Altsteinzeit, aus der Epoche der Jungsteinzeit, der Nachbau eines Langhauses mit der Feldwirtschaft und aus der Bronzezeit ein Töpferofen und eine kleine BronzegieĂerei. Kleine und groĂe Forscher konnten auf einer GesamtflĂ€che von ca. 4 ha ehemals landwirtschaftlich genutzter GebĂ€ude, die umfassend denkmalgerecht instandgesetzt wurden, ebenfalls die Nachbildung von UnterkĂŒnften der Germanen und Slawen sowie die dazugehörigen Speicher zur Lagerung von FeldfrĂŒchten und Obst besuchen. Nun soll all das wieder aufgebaut und angelegt werden.