Ruftage
Die Tage rufen, die Nächte aber auch. Sie rufen immer anders, immer andere. Kalender, die ihren Namen vom Ruf der Tage haben, sind Zeitmesser und Zeitplaner, sie (zer-)teilen die Zeit und breiten sie dann auf Flächen und Polobjekten aus.
Einen Selbstzweck hat das nicht. Auf diese Weise lassen Kalender zum Beispiel Menschen Menschen treffen (oder umgehen) und geben ihnen so auch die Möglichkeit, sich zu koordinieren und dabei den Menschen dem Menschen ähnlich zu machen, freilich nur graduell und abgestuft. Sie lassen die Menschen Dinge und Wesen unterschiedlichster Herkunft treffen, von den Insekten bis zu den Göttern, von der Kirschblüte bis zum Weihnachtsmann. Damit zapfen Kalender weitere Ähnlichkeiten und Affinitäten an und organisieren Ähnlichkeit und Affinität nicht nur um den Menschen herum.
Ähnlichkeit ist wie Affinität ein Maß im Distanzschaffen. Ähnlichkeit und Affinität drücken sich näher oder ferner, kleiner oder größer, leichtgewichtiger oder schwergewichtiger aus. Ihre Organisation nimmt Maß und mustert, um Dringlichkeiten einzuschätzen und um zählen zu können, in diesem Sinne auch: um (be-)deuten zu können.
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