The Mountaineers â Eine kleine aber feine GratĂŒberschreitung
Der November steht vor der TĂŒr und wir haben uns nochmal eine kleine Halbtagestour fĂŒr den heutigen Tag ĂŒberlegt. Mit dem Auto geht es nach Unterjoch, ein Ortsteil des Marktes Bad Hindelang mit ungefĂ€hr 350 Einwohnern. Unterjoch liegt bereits auf einer Höhe von 1.013 m. Wir stellen unser Auto am Dorfparkplatz ab und sind erst einmal schockiert ĂŒber den Preis des Tagesparktickets: 10,00 âŹ. Wichtig also genĂŒgend Kleingeld mitzunehmen oder die entsprechende Parkapp installieren. Nach dem ersten Schock geht es los in Richtung Dorfgarten. An den öffentlichen Toiletten in der NĂ€he der Schlemmerbox spaltet sich nun der Weg.
FĂŒr den Aufstieg wĂ€hlen wir den rechten Weg ĂŒber die Zehrerhöfe zum Zinken (1.613 m) und Sorgschrofen (1.635 m). Eine ganze Weile geht noch ĂŒber die ForststraĂe entlang der KĂŒhweiden und einigen Höfen. Am Ende der ForststraĂe zweigt der Weg links auf einen kleinen Schotterweg ab und verschwindet kurze Zeit spĂ€ter im Walde. Im Wald zieht sich der Weg schon bald in Serpentinen nach oben. Die Wege im Wald sind sehr gut markiert, allerdings befinden sich die roten Markierungen meist in BodennĂ€he. FĂŒr alle Winderwanderfreunde, am besten ein GPS dabei haben, um auf dem Weg zu bleiben. Gegen Ende wird es flacher und wir laufen noch ca. 10 Minuten durch den Wald, bis wir nach ca. 1,5 Stunden am kurzen Klettersteig hinauf zum Zinken stehen. Nun kommt der interessanteste Teil der Tour. Der Weg hinauf zum Zinken ist fast durchgehend mit Drahtseilen abgesichert. Zuerst geht es durch einen tollen Felsspalt hindurch und anschlieĂend ein paar Meter an dem Drahtseil zum 1.613 m hohen Zinken.
Wir verbleiben dort oben nicht lange und machen uns wieder auf den Abstieg. Nun gibt es zwei Möglichkeiten zum Sorgschrofen zu kommen. Der Normalweg und der Gratweg (nur fĂŒr GeĂŒbte), beide Wege dauern ca. 20 Minuten. FĂŒr den Gratweg mĂŒssen wir uns nun durch einen wirklich engen Felsspalt durchzwĂ€ngen. Zum GlĂŒck sind unsere RucksĂ€cke heute nicht so voll gepackt, so dass wir hindurchpassen đ. Danach geht es links am Grat entlang. Immer mal wieder sind kurze Passagen mit Drahtseilen entschĂ€rft. Erst das letzte StĂŒck hinauf zum Sorgschrofen ist wieder durchgehend mit Drahtseilen abgesichert. Oben angekommen, gönnen wir uns unsere Mittagspause und genieĂen das tolle Wetter und die bombastische Aussicht. Der Abstieg vom Sorgschrofen zurĂŒck nach Unterjoch erfordert anfangs nochmals Trittsicherheit, gerade an nassen Tagen ist hier Rutschgefahr. Auch dieser Weg ist wieder mit den Drahtseilen abgesichert. Uns begegnen hier auch einige Familien mit kleineren Kindern. Angekommen am Sorgschrofenlift geht es nun unschwierig ĂŒber einen breiten Forstweg vorbei an der der unbewirtschafteten Ălpele-Alpe zurĂŒck nach Unterjoch. An der Schlemmerbox gönnen wir uns noch eine kĂŒhle Johannesbeerschorle und einen BlĂŒtenkĂ€se fĂŒr Zuhause.















