2015 Dala Dala _ Der Zug der Zeit
Barbara Anna Husar installiert einen elastischen Bewegungsraum im Kunstzug der ÖBB
Das WIR ändert sich ständig in der Zusammensetzung, nie in seinem Sein.
(Eugen Fulterer)
Lange Nacht der Museen
3. 10. 2015
Bludenz bis Bregenz
https://www.flickr.com/photos/husar_archiv/sets/72157659496950312
Mithilfe von Gymnastikbällen wird eine ungewöhnliche Beförderungssituation geschaffen, welche die Passagiere in neue Zusammenhänge rücken lässt.
Ein Dala Dala ist das übliche Fortbewegungsmittel in Ostafrika. Befüllt wird es mit Passagieren, Waren und Tieren. Stellen sie sich einen Kleinbus vor. Nein. Nicht diesen mit drei Sitzreihen zu je drei Sitzen. Doch ja. Genauso groß. Aber. Stellen sie sich fünf Sitzreihen zu fünf Plätzen vor. Dann sitzen sie in einem Dala Dala. Stellen sie sich vor, der Bus ist voll. Reingefallen! Das Dala Dala ist niemals voll. Wir nehmen Platz und zwar genauso viel wie es gerade gibt. Werden wir mehr, haben wir weniger Platz. Werden wir weniger, so nehmen wir den frei gewordenen Raum gerne in Anspruch. Immer unter Rücksichtnahme aller Bedürfnisse aller Mitgeführten. Wir wollen ja alle das gleiche. Ankommen so gemütlich und friedlich wie es die Umstände zulassen. Die Betonung liegt auf WIR. Das WIR ändert sich ständig in der Zusammensetzung, nie in seinem Sein.
Zusammen reisen wir in die Präsenz der Lokomotion. Die Fahrgäste werden gebeten ihre Mobiltelefone für den Zeitraum der Bewegung nicht anzutasten. Die Bälle transportieren Chat-Botschaften der Jugendlichen für eine neue Zeit des Miteinanders.
http://langenacht.orf.at/museum/bl/vorarlberg/li/kunstzug/