Wie mein Rheuma zu mir kam
Ich war nie der gesündeste Mensch. Schon als Kind fiel ich auf durch häufiges Kranksein. Blass, müde und am liebsten zu Hause, das war ich.
Dann, mit 19, kamen Sympthome dazu, die man nicht mehr auf Faulheit schieben konnte. Ich hatte immer mehr Schwierigkeiten morgens aus dem Bett zu kommen. Meine Gelenke waren steif und besonders an meine Knie kann ích mich erinnern. Das morgentliche Strecken ging plötzlich nicht mehr. Wasserflaschen mussten mir meine Freunde aufdrehen und die Türklinken machte ich plötzlich lieber nur noch mit dem Ellebogen auf.
Eine ganze Weile hab ich das ignoriert. Ich hatte schließlich grade mit dem Studieren angefangen und keine Zeit für Wehwehchen. Doch nach ein paar Monaten konnte ich es nicht mehr verdrengen und ging dann doch mal zum Hausarzt. Der war völlig ratlos und schickte mich erst nach ein paar Monaten endlich zum Rheumatologen. Das hab ich erstmal nicht verstanden. Rheuma, ich? Das haben doch nur alte Leute... hab ich gedacht.
Nach einigen Monaten Wartezeit hatte ich endlich einen Termin. Rheumatologen sind begehrt. Bis zur Diagnose war es dann nur noch ein Katzensprung. Blut abnehmen, ins Labor und Tada: Sharp Syndrom. Der Arzt haut mir das auf den Tisch, kurzes: Könnte schlimmer sein, und dann muss ich wieder gehen. Auf dem Nachhauseweg kamen mir natürlich die Tränen. Aber was es wirklich heißt, mit Rheuma zu leben wusste ich noch nicht.
Heute komme ich gut damit klar. Man braucht einen kompetenten Arzt an seiner Seite, Vertrauen auf sein Bauchgefühl und einen langen Atem. Und dann kann man damit gut leben und sogar ein stolzer, starker MamaSaurus werden.












