Wollen wir wirklich vom dynamischen Werden zum statischen Sein?
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Wollen wir wirklich vom dynamischen Werden zum statischen Sein?

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STILLE â DER NEUE LUXUS
4 wichtige Voraussetzungen, um sich STILLE als neuen Luxus leisten zu können
  âEs gibt eine Vollkommenheit, tief inmitten allem UnzulĂ€nglichen. Es gibt eine Stille, tief inmitten aller Rastlosigkeit. Es gibt ein Ziel, tief inmitten aller weltlichen Sorgen. Das bist Du.â Buddha  Die Ă€uĂere Welt ist laut und grell. Sie schlĂ€ft nicht mehr, hat ihren natĂŒrlichen Rhythmus verloren. Die Kabel und Satelliten rund um die Welt arbeiten und liefern Daten und Informationen. UnablĂ€ssig prasseln Bilder, Texte, Töne und Filme in die Gehirne der Menschen. Doch diese haben sich nicht so schnell entwickelt wie die Technik. Daher reagieren viele darauf mit Erschöpfung, sind gestresst, fahrig und unkonzentriert, schlafen schlecht bis gar nicht und nicht selten endet es in Krankheit. Auf der Jagd nach Erfolg, GlĂŒck und ErfĂŒllung hetzen viele Menschen von Termin zu Termin. Sie setzen sich selbst stĂ€ndig unter Druck, mĂŒssen dies und das noch schaffen und verlieren dabei das Wesentliche und vor allem sich selbst aus den Augen.  Verordnet ihnen das Leben dann einmal kleinere Ruhepausen in Form von Wartezeiten, können sie damit schlecht umgehen. Sie Ă€rgern sich, regen sich darĂŒber auf und strapazieren auf diese Weise noch mehr ihr bereits ĂŒberdrehtes System. Wer sich auf der Ăberholspur des Lebens befindet, dem droht in dieser schnelllebigen Zeit ein Kollaps. Dann ist der Akku leer, der Mensch ausgebrannt und das seelische Feuer braucht lange, bis es wieder zurĂŒckkehrt und dem Menschen wieder Antrieb und StĂ€rke verleiht.Â
In der Stille einfach Sein â der Gegenpol zum Werden
Ein einfaches Mittel, um solch einem Ausbrennen vorzubeugen, ist die Stille. Mit dieser Stille meine ich nicht die Abwesenheit von LĂ€rm im AuĂen. Vielmehr meine ich damit den stillen Raum in mir, der immer spĂŒrbar und prĂ€sent ist, auch dann, wenn ich mitten auf einem Bazar stehe, umgeben von vielen Menschen und lautem Getriebe. Dieser stille Raum in mir befindet sich hinter den Gedanken, hinter dem LĂ€rm der 10.000 Affen im Kopf. Sobald ich mein Gewahrsein auf diesen Raum richte, bin ich ganz wach und prĂ€sent. Ich bin im Sein. Das Sein ist der Gegenpol zum Werden. Beide Pole ergĂ€nzen sich. So wie es keinen Tag ohne eine Nacht gibt, so gibt es kein Werden ohne ein Sein. Das Werden gebiert sich aus dem Sein heraus. Das Sein ist somit die Quelle des Werdens. Was heiĂt das jetzt fĂŒr unser alltĂ€gliches Leben? Nun, wenn wir so leben, wie es unser derzeitiges Wirtschaftssystem vorgibt, dann soll es immer nur ein Werden, ein Wachstum geben. Angetrieben von der Technik stehen die Maschinen nicht mehr still. StĂ€ndig wird produziert. Dabei wird versucht die Nacht zum Tag zu machen, wĂ€hrend sich der Mensch immer weiter von den natĂŒrlichen Rhythmen der Schöpfung entfernt. Das stĂ€ndige Werden, das seinen Gegenpol vernachlĂ€ssigt, lĂ€sst eine Gesellschaft, die innerhalb solcher Strukturen lebt, in eine ungesunde Einseitigkeit schlittern. Die Auswirkungen auf Mensch und Natur sind mittlerweile ĂŒberall offensichtlich und spĂŒrbar. Krankheiten wie Burnout und Depressionen sowie die Verschmutzung der Umwelt und die klimatischen VerĂ€nderungen sind enorm und zeugen alle von der schĂ€dlichen Einseitigkeit des weltweiten Wirtschaftssystems und der daraus entstehenden ungesunden Lebensweisen. Â
Was braucht es, um in eine neue Balance zu finden - individuell und auch kollektiv?
Nun, ein Kollektiv besteht aus lauter Individuen und somit liegt die Lösung auf der Hand. Es geht darum, dass jedes Individuum, jeder Einzelne bei sich beginnt und in eine neue Balance findet. Bezogen auf das Gegensatzpaar Sein und Werden braucht es daher mehr von dem Pol, der bislang zu kurz kam â das Sein. Die Gegenbewegung ist auch bereits in vollem Gange. Achtsamkeit, Yoga, Meditation und viele andere Methoden, die dazu dienen den Menschen in eine gröĂere Ruhe und Entspannung zu bringen, helfen wieder vermehrt ins Sein zu gelangen. Das Problem derzeit ist noch, dass die etablierten Systeme patriarchaler Natur sind und somit dem Bestreben in eine neue Balance zu finden, entgegen wirken. Daher gilt es diese neuen AnsĂ€tze auch in Bildung, Wirtschaft und in die Politik zu bringen. Es gilt die weiblichen Werte endlich wieder vermehrt in die Gesellschaft einzubringen, sie zu leben und damit Einfluss zu nehmen, so dass sich die alten Strukturen allmĂ€hlich wandeln. Doch wie können wir diese weiblichen Werte und QualitĂ€ten bewusster leben?Â
Hier nun die 4 wichtigsten Voraussetzungen, um sich den neuen Luxus STILLE leisten zu können 1. Entstressen, runterkommen und entspannen 2. In Verbindung mit sich selbst kommen 3. Urvertrauen zurĂŒck gewinnen â in eine gröĂere Gelassenheit finden 4. Bewusst in Verbindung mit dem gröĂeren Ganzen treten - Verbundenheit fĂŒhlen Was gilt es also zu tun?  1. Innehalten, lauschen, atmen Stille finden wir, wo immer wir uns gerade aufhalten. Es gilt sie wahrzunehmen. Dazu gilt es innehalten und zu lauschen. Lauschen auf die GerĂ€usche der Umgebung im AuĂen. Anfangs ist es förderlich die LĂ€rmmacher wie Radio, Fernsehen und was uns sonst noch âunterhĂ€ltâ einfach abzustellen. Dann gilt es sich der einsetzenden Stille anzuvertrauen. Doch genau das scheuen viele Menschen. Das Nichts der Stille umgibt sie und dafĂŒr werden jetzt die Stimmen im Kopf lauter. Sie drĂ€ngen sich auf, wenn der LĂ€rm im AuĂen verstummt. Diesen inneren LĂ€rm in uns gilt es jetzt die Aufmerksamkeit zu schenken. Ein Mittel, das uns hier unterstĂŒtzt ist der Atem. Je bewusster wir den Fokus auf unseren Atem und somit auf unser Ein- und Ausatmen lenken, desto mehr beruhigt sich das Geplapper in uns. Wir kommen zu uns. Plötzlich spĂŒren wir uns wieder. Wir kommen uns wieder nĂ€her und in diesem sich selbst nĂ€her sein, sind wir auch dem Leben wieder nĂ€her. In der Verbindung mit uns selbst können uns die nĂ€hren KrĂ€fte des Lebens wieder zuflieĂen und unsere Akkus laden. Lebensenergie ist ein kostbares Gut. Ohne sie werden wir nicht âunterhaltenâ und genĂ€hrt. Lebensenergie ist auch Schaffenskraft. Als solche können wir sie nur nutzen, wenn wir die Gesetze des Lebens respektieren und auch entsprechend leben. So gehört zur Kreation die Rekreation, zur AktivitĂ€t auch die PassivitĂ€t. Diese Gegenpole ergĂ€nzen und bedingen sich, wie das Werden und das Sein. Ohne das eine kann es das andere nicht geben. Wer jedoch immer auf Kosten des anderen Pols lebt, erzeugt ein Ungleichgewicht, das im schlimmsten Fall immer in eine Krankheit fĂŒhrt. Wir können daher viel tun, um in einer gesunden Balance zu leben und damit unsere Lebenskraft auf einem hohen Niveau zu halten. Angefangen von gesunder ErnĂ€hrung, ĂŒber ausreichend Bewegung an der frischen Luft, bis hin zu ausreichenden Schlaf- und Ruhezeiten, in denen sich unser System entspannt und wieder kostbare Lebenskraft schöpft. Und auch Zeiten der Stille und der Selbstbegegnung sorgen dafĂŒr, dass unser Körper, unser Geist und unsere Seele wieder in Einklang kommen.  Â
2. In Verbindung mit sich selbst kommen Wie oben schon angesprochen, gelangen wir in der Stille leichter in die Verbindung mit uns selbst, in eine SelbstnĂ€he. Wenn ich hier von einem Selbst spreche, so meine ich damit nicht die Persönlichkeit, sondern ich meine damit das spirituelle Selbst, das immerwĂ€hrend prĂ€sent ist und als stiller, unendlicher Raum hinter dem inneren LĂ€rm wahrgenommen werden kann. Es braucht ein wenig Ăbung, um sich dieses Selbst als Raum gewahr zu werden. Denn anfangs macht sich all das bemerkbar, was wir bislang weggesteckt und unter den Teppich gekehrt haben. In der Stille taucht es dann wieder auf. Denn die Weisheit des Lebens sorgt immer wieder fĂŒr Möglichkeiten das Ausgegrenzte ins Bewusstsein zu bringen, damit es integriert werden kann und damit Heilung und genau genommen Ganzwerdung erwirkt wird. In der Stille gelingt es besser dem Unerhörten zu lauschen, das VerdrĂ€ngte zu erkennen und es im nĂ€chsten Schritt anzunehmen. SchlieĂlich ist es ein Teil von uns, der uns ganzer macht, wenn wir ihn liebevoll annehmen und integrieren. Licht und Schatten gehören zum Menschsein, wie Tag und Nacht zur Erde und daher tun wir gut daran unsere Herzen fĂŒr beide Pole zu öffnen. Unser Herz bietet dafĂŒr auch zwei Kammern an. In unseren Herzen ist Platz fĂŒr beides und die Gunst der Gnade ermöglicht es, dass sich irgendwann die Wand zwischen den Kammern auseinander schiebt und ein groĂer Ballsaal entsteht, indem sich Licht und Schatten die HĂ€nde zum Tanz reichen. Welch ein Fest, welch eine Wonne. Dann werden wir das Feuer neu entdecken.
3. In ein Urvertrauen und somit in eine gröĂere Gelassenheit finden Je öfter wir uns der Stille hingeben, desto mehr Gelassenheit im Alltag entwickeln wir daraus. Es ist, als hĂ€tten wir fĂŒr Stress unsere Andock-Sensoren ausser Kraft gesetzt. Unsere natĂŒrlichen Schutzschilde lassen vieles an uns nicht mehr so nah heran. Manches prallt ab, anderes gleitet sanft an uns ab, ohne uns aus unserer Mitte zu reiĂen. Selbst wenn wir bei einem einschlagenden Lebensereignis diese Mitte kurzzeitig verlieren, gelangen wir doch ĂŒber die Stille sehr schnell wieder zurĂŒck ins eigene Lot, dorthin, wo wir uns geschĂŒtzt und geborgen fĂŒhlen, dort wo es die einzige und wahre Sicherheit gibt. In der Verbindung mit dem Urgrund des Seins finden wir zurĂŒck ins Urvertrauen. Hier fĂŒhlen wir uns getragen, genĂ€hrt und geatmet von einer Kraft, die soviel gröĂer ist als unsere Persönlichkeit.
4. Bewusst in Verbindung mit dem gröĂeren Ganzen treten Stille, welch kostbares Gut in einer im lauter werdenden, lĂ€rmenden Welt. Stille ermöglicht es mir der Melodie meines Herzens, meiner Seele, zu lauschen. Ich wĂ€hle sie tĂ€glich und kehre ein in mein Sein. Hier gelange ich wieder in meine ursprĂŒngliche Ordnung, hier vereint sich das, was der Verstand nicht einen kann. In der Stille gelange ich nĂ€her zu mir selbst. Nichts lenkt mich mehr ab. Ich komme zur Ruhe. Ich spĂŒre mich selbst, kann meine Gedanken und GefĂŒhle beobachten und mir meiner Verbundenheit mit allem ĂŒber meinen Atem bewusst werden. Auch die Natur lehrt mich die Stille. Wenn ich zum Beispiel einen Baum betrachte und sein stilles tief verwurzeltes Sein wahrnehme, oder auch einen groĂen Felsen, fĂŒhle ich deren Stille in mir, werde ich eins mit dem Baum, mit dem Felsen. FĂŒr meine innere Stille ist Ă€uĂere Stille zwar hilfreich, jedoch nicht unbedingt notwenig. Denn selbst im gröĂten LĂ€rm kann ich mir der Stille in mir hinter dem LĂ€rm gewahr werden.Â
Einfach sein
Es gibt sicherlich viele Methoden und Möglichkeiten, in die Stille zu gehen und still zu werden. Doch nicht alles passt fĂŒr jeden. So gilt es herauszufinden was zu mir passt. Ich persönlich bin nach fast zwanzigjĂ€hriger Meditationserfahrung zu einer sehr einfachen und wirkungsvollen Methode gelangt. WĂ€hrend ich die Augen schlieĂe und erstmal ganz in meinem Körper ankomme richte ich meine Aufmerksamkeit auf den Atem. Dabei entspannt sich mein Körper mit jedem Ausatmen. Wenn ich dann tief entspannt in einem fĂŒhlenden Zustand bin, formuliere ich folgende SĂ€tze ganz langsam im Geist und fĂŒhle die Wirkung dieser Worte. Ich bekenne mich zu mir selbst und zu meiner Seele Ich bin einverstanden mit mir selbst, mit meiner Seele Ich glaube und vertraue mir zu hundert Prozent. Ich bin in Ordnung, so wie ich bin. Alles darf so sein wie es ist. Jetzt und in aller Ewig- und Unendlichkeit Ăhnlich einem Schuhlöffel, verhelfe ich mir damit in mein Sein und in die Stille, aus der heraus das entsteht, was im Einklang mit meiner Seele steht.  Â
Ich habe diese Meditation aufgenommen und vertont. Wenn du interessiert bist, dann kannst du sie inklusive einer kleinen Anleitung in Form eines Booklets hier erwerben, gleich downloaden und eintauchen in ein Wonnebad mit deiner Seele. Hier kannst du dir die Meditation gleich holen.   In einer Welt, die sich im AuĂen immer schneller und schneller zu drehen scheint, ist es enorm wichtig, dass jeder Einzelne in seiner individuellen Lebenssituation einen Gegenpol zur hektischen Aussenwelt kreiert und pflegt. Es gilt ausreichend Auszeiten, Ruhe und Entspannung, sowie Nichtstun und einfach Sein als wertvolles Kulturgut wieder in den Alltag zu bringen. So finden wir in eine neue Balance, wo menschliche Werte wieder gelebt werden und wir gemeinsam eine menschliche und lebenswertere Welt bewusst mitgestalten.Â
Wenn du bis hierher gelesen hast, dann danke ich dir fĂŒr deine Aufmerksamkeit. Ich bin mir sicher, dass du ein Mensch mit Tiefgang bist, der sich danach sehnt sein eigenes Wesen mehr und mehr zu erfahren. Stille ist das Tor und so lade ich dich ein dir den neuen Luxus zu erlauben.  Vielleicht auch interessant Die Renaissance der weiblichen Kraft  In herzlicher Verbundenheit mit den besten WĂŒnschen fĂŒr eine entspannte und frohe Vorweihnachtszeit Bianka Maria Seidl  P.S. Schreib mir gerne auch deine Gedanken ins Kommentarfeld. Gerne lese ich sie und antworte dir. Read the full article
'My mother hushed me the instant I arrived back from my lecture that day, first whilst my eyes still struggled to adjust to the lamps of our dusty ballroom, and again whilst I stacked the fat, windswept books in my arms upon the rosewood dresser that stood just inside the heavy door. 'You'll wake the baby,' she insisted, from beneath the black shawl that covered her bowed head, a widow's vestment, whilst glancing quickly behind me to ensure that I'd closed the front door against the frigid Moscow wind.'
Here's a quote from my short story Hush, which was published this week in Sein und Werden, a quarterly journal of surreal, expressionist and existential fiction and art.
Really excited about this one, especially as its a rare foray into more experimental fiction for me, and the only stories/pictures/poems in the journal are of a joyous standard
I'd love to know what you all think...