Apple Butter mit Vanille und Zimt
Hallo meine lieben Schokoladenmenschen,Â
obwohl aktuell PrĂĽfungsphase ist (oder vielleicht gerade deshalb) musste ich gestern mal was Neues ausprobieren. Immer wenn ich viel lernen muss habe ich einen furchtbaren HeiĂźhunger auf SĂĽĂźes - und weil Kochen so eine schöne Ablenkung ist, habe ich mir meine Nascherei einfach selbst gemacht.Â
Da ich zwei Kilo Äpfel rumstehen hatte und ich Apfelmus liebe, habe ich mich mal an der amerikanischen Version probiert. Die sogenannte “apple butter” - hat eigentlich nichts mit Butter zu tun, wird nur so genannt, weil sie so herrlich cremig ist und sich auch wunderbar aufs Brot schmieren lässt. Sie ist also trotz ihres Namens auch vegan.
Es handelt sich um eine Art karamellisiertes, eingedicktes Apfelmus mit Zimt und Vanille. So herrlich, so cremig! Ein Traum. Und das Schönste - man kann sich fast einbilden, dass sie gesund ist. SchlieĂźlich sind Ă„pfel drin.Â
Gekocht habe ich das ganze in meinem Slowcooker. FĂĽr diejenigen, die nicht wissen, was das ist: Das ist ein Schongarer in dem die Lebensmittel nur sehr, sehr langsam und schonend erhitzt werden.Â
Das hat mehrere Vorteile: Der Geschmack wird durch die schonende Garung intensiver, Fleisch wird unglaublich zart und zerfällt förmlich und vor allem:Â
Man kann morgens schnell den Topf anstellen und wenn man abends heim kommt: Voila! Das Essen ist serviert.Â
Genauso funktioniert es auch, wenn man sich abends etwas leckeres vorbereitet um es dann morgens, nach dem Aufstehen noch warm und duftend zu genieĂźen.Â
Aber nun zu meiner wunderbaren Apple Butter.Â
Das Rezept ist denkbar einfach. Ihr braucht:Â
2kg säuerliche Äpfel (ich habe Tafeläpfel aus dem Lidl genommen, ihr könnt aber jede beliebige eher saure Sorte nehmen und auch ein wenig mischen)
Zunächst kommt die eigentliche Arbeit: Die Äpfel müssen geschält, entkernt und in kleine Würfel geschnitten werden (etwa 2cm dick).
Die gebt ihr dann in den Einsatz eures Slowcookers.Â
Nun kratzt ihr die Vanilleschote aus und gebt das Mark sowie die ausgekratzte Schote, den braunen Zucker, den Zimt und den Zitronensaft zu den Ă„pfeln. Wenn ihr es etwas winterlicher mögt macht sich auch etwas Nelke sehr gut dazu.Â
Alles muss nun gut miteinander vermengt, der Deckel aufgesetzt und auf Stufe LOW etwa 6 Stunden gegart werden. Achtung: Dabei bitte den Deckel geschlossen halten - es muss aufgrund der schonenden Garung und der Tatsache, dass der Topf nur indirekt erhitzt wird nicht umgerührt werden. Wenn ihr aber eure Neugierde wegen des leckeren Geruchs, der durch die Wohnung strömt, doch nicht ganz unter Kontrolle halten könnt und mal reinlinst, dann verlängert die Kochzeit einfach um eine halbe Stunde.
Wenn die Ă„pfel sehr weich sind entnehmt ihr die Vanilleschote und pĂĽriert die Masse mit einem Stabmixer. Solltet ihr besonders saure Ă„pfel erwischt haben könnt ihr an dieser Stelle die Masse noch mit weiterem Zucker abschmecken.Â
Nun wird euer Apfelmus noch etwa drei bis vier Stunden auf der Stufe HIGH mit offenem Deckel zu einer cremigen, würzigen, braunen Apple Butter eingedickt. Dabei werdet ihr feststellen, dass die Masse immer dunkler wird: Das liegt daran, dass der Zucker so herrlich karamellisiert. Während des letzten Schritts ohne Deckel bitte immer mal wieder umrühren, damit nichts anbrennt.
Und voilá: Fertig ist eure leckere Apple Butter die ihr wunderbar so naschen, auf Pfannkuchen drapieren, auf ein Butterbrot oder zu Vanilleeis essen oder mit der ihr Kuchen oder Schichtspeisen pimpen könnt. Auch in Joghurt gerührt soll es wohl ein Gedicht sein - das habe ich allerdings noch nicht probiert, kann ich mir aber sehr gut vorstellen.
Die Apple Butter hält sich etwa zwei Wochen im Kühlschrank - lässt sich aber auch gut einfrieren oder einmachen und dann hübsch verpackt verschenken.
Ihr könnt das ganze ĂĽbrigens auch im Topf auf dem Herd machen: Dabei verfahrt ihr wie beim Slowcooker und kocht die Ă„pfel bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel langsam weich. Auf dem Herd mĂĽsst ihr allerdings mehr danach schauen und regelmäßig umrĂĽhren, da alles anbrennen kann. Genaue Zeitangaben kann ich euch nicht machen, da ich es noch nicht ausprobiert habe. Wenn aber die Ă„pfel nach (ich wĂĽrde mal 1,5 Stunden schätzen) richtig weich sind, könnt ihr sie pĂĽrieren und bei etwas höherer Hitze ebenfalls bei offenem Deckel und unter guter Beobachtung und häufigem RĂĽhren reduzieren.Â
Die Methode geht schneller, erfordert allerdings auch Zeit am Herd, da man es immer im Auge haben muss. Das entfällt bei der Version mit dem Crockpot.Â
Ich selbst habe einen 6,5l Crockpot und deshalb sind meine Rezepte auf diese Größe ausgelegt. Wenn ihr einen 3,5l Slowcooker habt, könnt ihr die Menge einfach halbieren, dann funktioniert es genauso gut.Â
Viel SpaĂź mit dieser herrlich duftenden Nascherei die sowohl kalt als auch warm einfach himmlisch schmeckt!Â