8. Dezember 2015
Wenn einmal alles funktioniert
Im September 2015 beschließe ich, dass ich den Internetanbieter wechseln werde. Bisher war ich bei der Telekom und das war telekomtypisch teuer. Als ich das letzte Mal versucht habe, an einen Internetanschluss zu kommen, war das allerdings mit dem Erdulden von perfide ausgeklügelten und über Monate immer noch perfider werdenden Hinhalte- und Verzögerungstaktiken der verschiedensten Telekommunikationsanbieter verbunden. Ich erwarte also nichts Gutes.
Aber wie es so ist, die Welt zeigt sich einem oft gerade dann in ihrer Freundlichkeit, wenn man ihr mit den unfreundlichsten Erwartungen begegnet. Am vereinbarten Termin (der 8. Dezember 2015) muss ich nur ein paar kleine Schritte vornehmen – und alles funktioniert. Keine tagelangen Ausfälle bei der Verbindung, kein Techniker, der kommen sollte und doch nicht kam, keine Geschwindigkeitsschwankungen, nur die schlichte Reibungslosigkeit. In der Techniktagebuch-Redaktion halte ich meine Verwunderung fest und werde mit Verwunderung empfangen:
Ich: Das ist leider nichts zum Aufschreiben, weil es die schlichte außergewöhnliche Normalität darstellt, aber: Ich hatte heute einen Schalttermin für einen neuen Internetanschluss und ALLES FUNKTIONIERT.
Kerstin: Finde ich aber schon.
Kathrin: davon hab ich auch noch nie gehört.
Nur für Thomas Renger scheint es nicht ungewöhnlich zu sein:
Thomas: Doch, das war bisher meistens so.
Thomas: Aber das ist ja langweilig, und deshalb schreibt das niemand auf.
Thomas: Außer uns vielleicht.
(Felix Lorenz, dokumentiert im Februar 2017)










