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Beech - The original wood of choice since the inception of the Rowac-Schemel over 100 years ago. This surprisingly dense hardwood grows especially well in the fertile Ore Mountains south of Chemnitz. The fine, uniform grain develops beautiful character over years of use. Preorder at rowac.com
Am kommenden Dienstag findet der nĂ€chste Grassi#Talk statt und wir freuen uns gemeinsam mit dem Team von @franziskaklee ĂŒber das Thema âCreating couplesâ auszutauschen. @grassi_friends_ bittet um Voranmeldung. Wir freuen uns auf Euch!Â
đïž 19.09. â° 18:30 Uhr đ Grassimuseum Rehgarten
Feier mit uns die Wiederbelebung des Industrieklassikers nach ĂŒber 70 Jahren. Bei einem gemĂŒtlichen Zusammensein mit Snacks und Drinks werden wir uns persönlich kennenlernen, euch die spannende Geschichte Rowacs erzĂ€hlen und ĂŒber den aktuellen Stand des Relaunch informieren.
wo: Burg & Schild
wann: 08. September, 18 - 22 Uhr
#rowactalks â Der letzte Teil unseres Interviews mit Christof Hornung von der Textilagentur Hornung.
Teil 5/5
Welche Musik spielst du?
Christof: Klassische Musik, am liebsten Bach. Es gibt zwar von Bach kein Kontrabasswerk, aber es gibt ganz viele tolle Cellowerke, die irgendwann von irgendwelchen genialen Kontrabassspielern umgeschrieben und die FingersÀtze geÀndert wurden.
Das macht Lust darauf, dich zu hören!
Christof: Ich bin leider nie in das Stadium gekommen, öffentlich zu spielen. Das ist eine Herausforderung, wenn man nicht schon als Kind anfĂ€ngt ein Instrument zu spielen. In erster Linie spiele ich fĂŒr mich allein.Â
Das kling meditativ.
Christof: So kann man das beschreiben. Bevor ich mit dem Musizieren anfange, stelle ich den Rowac-Schemel in die passende Position. Wenn ich mich dann hinsetze, das Instrument in die Hand nehme und zu spielen anfange, bin ich komplett weg. Das ist einfach sehr, sehr schön.
Ein richtiges Ritual.Â
Christof: Genau, es ist ein Ritual. Und der Schemel gehört fest dazu.Â
â Hast du auch eine Geschichte zu erzĂ€hlen? Melde dich bei uns. â

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Teil 4/5
Chemnitz war seiner Zeit bekannt fĂŒr seine Textilindustrie, sĂ€mtliche Strumpffabriken waren mit Rowac-Produkten ausgestattet. Was macht ein gelernter Schneider, der in der Textilindustrie tĂ€tig ist, mit einem Rowac-Schemel?
Christof: Als ich vor 20 Jahren meinen langen Traum erfĂŒllt habe, Kontrabass zu lernen, habe ich schnell gemerkt, dass ich ein passendes SitzmöbelstĂŒck fĂŒr diesen Zweck benötigte.
Hattest du speziell nach einem höhenverstellbaren Hocker gesucht?
Christof: Absolut, weil man beim Kontrabass spielen auch gerne mal seine Position verĂ€ndert. Manchmal ist man mehr in so einer halbstehenden Position und der Schemel dient in dem Moment zum Anlehnen, manchmal dreht man ihn aber auch zum Sitzen runter. Zudem kann ich bei einem höhenverstellbaren Hocker auf den Zentimeter genau die Höhe einstellen, die fĂŒr mich optimal ist.
Kanntest du Rowac schon vor deinem Fund?
Christof: Ja klar! Das ist so ein Industrie-Klassiker, den man einfach kennt. Gerade in der Bekleidungsindustrie, wo immer sehr viele Hocker verwendet wurden, tauchten die bestimmt extrem viel auf. Ich vermute, dass diese nur aufgrund von Arbeitsschutz-Richtlinien verschwunden sind.
Wusstest du, dass die Form der Beine von Rowac-Schemeln extra so entwickelt wurde, dass Kleidung nicht daran scheuern kann?
Christof: Nein, das ist ja interessant! Der Rowac-Schemel ist einfach ein sehr schönes Objekt. Die QualitĂ€t und die StabilitĂ€t haben mich sehr angesprochen. Und nach wie vor finde ich es unglaublich, dass dieses MöbelstĂŒck, was aus den 1930-er Jahren stammt, noch so perfekt ist.
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Teil 3/5
Was hÀltst du von recycelten Fasern/alternativen Materialen?
Christof: Das verfolge ich sehr, das ist ein groĂes Thema. Ich habe z.B. einen Lieferanten in Italien, der Kaschmir recycelt. Dazu kauft er alte Kaschmir-Pullover und -MĂ€ntel, sortiert diese nach Farben, schreddert diese und kann dann daraus wiederum ein neues Garn zum Stricken und Weben herstellen.
Letztes Jahr hat euer Kunde diesen Stoff auf der groĂen Herrenmesse âPitti Immagine Uomoâ in Florenz vorgestellt. Wie war die Resonanz?
Christof: Extrem gut! Das liegt aber auch daran, dass wir auch die komplette Beschaffungskette von der Rohware darstellen können und Zertifikate vorweisen, die Sicherheiten mit sich bringen.Â
Spannend ist ja auch der Aspekt, dass es frĂŒher ein Unding gewesen wĂ€re zu recyceln, heute aber ein Umdenken da ist und recyceltes Material viel mehr Wert ist.Â
Christof: Ja, das ist wahnsinnig interessant. Im Textilort Prato existieren Unternehmen, die schon immer recycelt haben, es aber frĂŒher nie kommuniziert haben, weil es keiner hören wollte. Das Thema war eher negativ besetzt und hat auch keinen fasziniert. Erst in den letzten zwei Jahren hat es einen gewaltigen Schub gegeben und es wird die Möglichkeit gesehen, vor Ort eine Kreislaufwirtschaft bieten zu können. Dieses Know-How hat sonst niemand in Europa!
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Teil 2/5
Im Januar fand die Munich Fabrik Start statt, die gröĂte Stoffmesse Deutschlands. Was hast du damit zu tun?
Christof: Ich stelle dort als Agentur meine italienischen Lieferanten/Webereien aus.Â
Wovon machst du abhĂ€ngig, wem du welchen Stoff zeigst?Â
Christof: Zum GlĂŒck kenne ich meine Kunden mittlerweile sehr gut, dass ich abwĂ€gen kann, welchem Kunden ich was anbiete. Als Beispiel nenne ich immer gern Hosenstoffe. Diese mĂŒssen aufgrund ihrer hohen Beanspruchung im Vergleich zu anderen KleidungsstĂŒcken, wie Blazer und Blusen, einiges mehr aushalten können.
Das ist ja interessant! Gibt es noch weitere Stoffe, die so spannende Eigenschaften besitzen?
Christof: StrapazierfĂ€hige Stoffe, wie technische Jerseys. Das Spannende bei dem Material ist, dass es sich grundsĂ€tzlich fĂŒr alles verwenden lĂ€sst; also sowohl fĂŒr Mode und Lingerie, als auch fĂŒr Sportbekleidung. Das Spektrum ist also deutlich höher, in welchem Bereich und fĂŒr welche Anwendungen dieser Stoff gut passen kann.Â
Christof: Da sagst du was. Allein die Möglichkeit gehabt zu haben, fĂŒr Bayreuth, groĂe OpernhĂ€user, Ballettgruppen, Zirkusse und Schlagerstars KostĂŒme anzufertigen, war etwas ganz Besonderes. Diese interessanten Persönlichkeiten konnte ich dann bei der Anprobe kennenlernen. Das war schon eine sehr inspirierende Zeit. Trotz alledem hat mich auch immer die Industrie interessiert.Â
Wie bist du dann zur Industrie gekommen?Â
Christof: Nach einem einjĂ€hrigen Auslandsjahr in Paris, wo ich fĂŒr verschiedene Designer gearbeitet habe, habe ich in Hamburg Bekleidungs-Ingenieur studiert. Hier habe ich das Anfertigen von Schnitten, Textilchemie, Fertigungstechniken, Produktionsleitung und Betriebswirtschaft gelernt.