Stamm der Blutbuche im Winter. Dez 2018
Experimente mit Foma Retropan.
Fagus sylvatica heisst das Bäumchen. Fagus hört sich schwer maskulin an, aber, wie man an der Endung -a von sylvatica erkennt: Bäume sind weiblich ( im gramm. Sinne), da kannten die Römer nix. So wie die Flüsse männlich (im gramm. Sinne). Zeitgenössische Sprachdusseln verwechseln gern genus mit sexus. Und erfinden dann gender gaps usw.
Die Männer, Völker, Flüsse, Wind' und Monat' Maskulina sind. Die Frauen, Bäume, Städte, Land' und Inseln weiblich sind benannt.
Sehe meine Photos durch. Untermalt von Henzes “Floß der Medusa”. Wenn ich bedenke, daß ich zu Schulzeiten zum Mittagsschlaf immer Varèse gehört habe. Hilfe ...
Zeitgenössische Musik? Ich glaub, aus dem Alter bin ich wirklich raus. Irgendwie habe ich in Bezug auf die "Neue Musik” das Gefühl, daß: kennst du einen, kennst du alle. Um es mal in Wolf-Haas-Grammatik auszudrücken.
Die geht nämlich so (die Musik): Affektierter Sprechgesang, auf Bleche hauen. Lalala. DongDong. Dann Paukenschlag, Posaunengedonner, während dem Chor für ein paar Sekunden einer abgeht. Fortissimo. Röddeldömm.
Dann gehts wieder von vorne los. Piano. Affektierter Sprechgesang, Querpfeiffen-piep, fittidü, große Septimen, raschel, raschel, Paukenschlag, Posaunengedonner im fortissimo, dem Chor geht für ein paar Sekunden einer ab, dann wieder affektierter Sprechgesang.
Wie sah nochmal das Wiederholungszeichen aus? Doppelpunkt und dann zwei Senkrechte? Ich hab mein gesamtes bildungsbürgerliches Erbe sowas von gründlich versoffen.
Außerdem schreib ich mich hier wirklich um Kopf und Kragen. Wenn den ganzen Kram die Prüfer vom Bundesamt für Verschwörung, Restalinisierung und Niewieder in die Finger kriegen, bin ich für immer erledigt.
Aber vielleicht will ich auch erledigt sein. Vielleicht muss ein Mensch mit Rückgrat und Charakter alles tun, gecancelt zu werden. Ich will nicht in 100 Jahren als Mitläufer vor meinen Nachfahren dastehen müssen.













