Zur Psycholiberation des Arbeitnehmens
Eine losgelassene Sonne und ein guter Schlaf formen dir Welt des Guten. Wieder einmal ist alles verloren. Shah mat (persisch "der König ist tot")! (Die Nacht ist Nix.)
Liebe fĂ€llt so schwer wenn man "erwachsen ist". Einen Fremden im Bus vollquatschen was man letzte Nacht getrĂ€umt hat. Gott kommt. Also jetzt noch kurz fĂŒr Frieden sorgen. Nein, da wurde ein Mensch angelogen. Der Herr ist nur noch nicht da. Die Freiheit zu einer mĂ€chtigereren Schicht oder genauer gesagt Loslösung, darunter die vorgeheuchelte Ordnung. Vollkommen getrennt von der letzten Generation. Das was die Mutter verwirrt und so wird das Kind böse. GlĂŒcklich mit einer Banane in der Hand. Du lehrst uns Kind, du lehrst uns den geschmacklosen Klumpen des Todes wegzuschieben, weil er nicht schmeckt. Weil man die LĂŒge einfach vergessen darf, diese Leiche von Abel im Dreck. Und seine Hand zum Feigenbaum hochheben muss. Diese vielen reifen Feigen! âPsycholiberationâ, die intellektuelle Perspektive, um den Menschen âin seiner Lageâ zu beschreiben. Der Kontrast zwischen Kindheit und Erwachsenenalter. Vor allem die negative Konditionierung, aber auch die âWahr-nehmungâ als Kind sind unvergessliche Bestandteile der Bewusstwerdung. In uns ist eine Art Intelligenz, eine Wahrheit, die um die Angst oder âmysteriöse Kraftâ weiĂ, welche im Psychischen wirkt. FĂŒr die intelligentere HĂ€lfte unseres Selbst ist die âdouble concienceâ ein denkbares Modell zur Beschreibung der eigenen âBewusstseinsspaltungâ. Die SelbsttĂ€uschung ist allgegenwĂ€rtig, so als ob Aufwachen ein Punkt auf der 2Do-Liste ist. Nimmt man sich beispielsweise in der Arbeit vor, heute einmal frĂŒher ins Bett zu gehen, so wirkt dieses Vorhaben erst dann, wenn die BewusstseinszustĂ€nde auf der Arbeit und Zuhause identisch sind. Dazu mĂŒssen die Mitarbeiter nicht nur Freunde sein, sondern âMitverschwörerâ. Der Verstand mahnt diese Menschen der freien Tagen: âStehe ich deshalb erst am Mittag auf, weil mir die Zeit zu viel Macht verleiht?â Und eine kleine erwachsene Stimme ruft aus diesen eingeschĂŒchterten Kindern: âTrinke ich deshalb so viel Kaffee, damit auch der letzte Fetzen Zeit vor meinen Augen in Ungeduld versiegt?â Jede Ablenkung kostet mich unendlich viel Energie. Der Kaffee ist die Ungeduld, die sich ein solches Individuum nicht leisten kann: Es kollabiert zu Gunsten der Massenpsyche. Geopferte Zwangsstörungen, indem Ideen geopfert werden. Wer nicht frei ist, alle Vorstellungen fĂŒr VerĂ€nderung zu opfern, stirbt in seiner TĂ€tigkeit!
Jeder Mitarbeiter der bloĂ Kollege ist, wirkt auf die Psyche wie ein Stressfaktor, der sie zu einer neuartigen (oder verstellten) Persönlichkeit zwingt (double vie). Das geht soweit, dass man sich als Arbeitnehmer auf der Arbeit zwar vornimmt zu kĂŒndigen, es aber aus psychischen GrĂŒnden nie durchziehen kann. Basis fĂŒr diese SelbsttĂ€uschung ist der wesentliche Unterschied der zwei BewusstseinszustĂ€nde:
1. Auf der Arbeit = Masochist (condition prime)
2. Zuhause = Sadist (Verleugnet den Masochisten, condition seconde)
Der zweite Zustand âZuhauseâ verdrĂ€ngt die RealitĂ€t des Masochisten. Egal was man sich also auf der Arbeit fĂŒrs Leben vornimmt, der Sadist verleugnet es. Der Sadist oder die âcondition secondeâ sorgt dafĂŒr, dass die Pein der Arbeit in Lust umgewandelt wird. Der Masochist (condition prime) allein entscheidet darĂŒber, wann der Masochismus (und der daraus resultierende Sadismus) ein Ende hat. Oft ist er nicht fĂ€hig etwas an seiner Lage zu Ă€ndern, da er die Situation âhingenommenâ hat, sie sozusagen âsexualisiertâ hat. (Deswegen ist hier auch die Rede von âSadistâ und âMasochistâ. Beides ist ein im Kontext zu verstehendes Bild, eines wahrheitsgetreuen Zustandes, der menschlichen Psyche.) Zuhause ist man die âcondition secondeâ, was so viel bedeutet wie: âHier bin ich mĂ€chtig!â. Aus der Macht wird Machtmissbrauch und statt einer konkreten Lebensentscheidung wird der Lohn in einen Lustgewinn kompensiert. Die DemĂŒtigung auf der Arbeit hat demnach dissoziativen Charakter und bewirkt im zweiten Bewusstseinszustand (condition seconde) eine Art masochistischen Lustgewinn, da man ja das Geld dieser Erniedrigung spĂŒrbar (oder sadistisch) gebrauchen will. Der Kontrollverlust darĂŒber, wie man das Geld ausgibt, kennzeichnet die QualitĂ€t der psychischen Belastung. Je energischer jemand Geld dafĂŒr ausgibt, um zum Beispiel eine gröĂere Umweltbelastung darzustellen, desto abhĂ€ngiger ist er von diesem Lustgewinn und desto paradoxer das VerhĂ€ltnis von masochistischem Leidensdruck und sadistischem Konsumieren. Als bestes Beispiel eines sadistischen Einkaufes sei das Huhn aus Massentierhaltung genannt. Nichts ist psychisch unwĂŒrdiger, als der Kauf von industriellem GeflĂŒgel. Durch die Dissoziation glaubt der KĂ€ufer jedoch ein âerfolgreicher JĂ€gerâ zu sein und ist unterbewusst befriedigt in der Gewissheit, ein Huhn missbraucht zu haben (, so wie er missbraucht wurde). Die Dissoziation, welche aus dem Masochismus auf der Arbeit entsteht, hat viele Ăhnlichkeiten mit GeistesschwĂ€chen. Oft handeln Betroffene nicht nach Gesetzen einer wachen Psyche, sondern nach denen einer âhypnoiden Psycheâ. Dieses Aufgeben der eigenen Autonomie ist typisch und macht einen der gefĂ€hrlichsten Psychodynamiken der Arbeitswelt aus (sowohl fĂŒr Arbeitnehmer, als auch fĂŒr Arbeitgeber).