PREVIEW Berlin, 2013
Unseren zweiten Tag im Rahmen der Berlin ART WEEK haben wir auf der PREVIEW verbracht. Mit den ehemaligen MalsĂ€len der OpernwerkstĂ€tten in der Zinnowitzer StraĂe bespielt die Messe wieder einen faszinierenden Raum der Stadt. In zentraler Lage wurden hier bis vor Kurzem die Kulissen fĂŒr die groĂen BĂŒhnenhĂ€user Berlins produziert. Unter groĂzĂŒgigen Oberlichtern trifft sich die internationale Kunstszene in weitlĂ€ufigen, stĂŒtzenfreien RĂ€umen an einem idealen Ort fĂŒr die PrĂ€sentation und Rezeption von Kunst.
Wer Feuer und Flamme fĂŒr die Kunst ist, den schrecken auch keine defekten Feuermelder ab ;-)
77 Galerien zeigen ihr Angebot. Aufstrebende KĂŒnstler werden neben etablierteren prĂ€sentiert. Wir zeigen euch eine kleine Auswahl der Objekte, die uns sehr gut gefallen haben.
Ganz oben in unserer Gunst: Yasam Sasmazer. Eine junge tĂŒrkische KĂŒnstlerin, die uns mit ihren Figuren schon lĂ€nger berĂŒhrt. Wir erwarten sehnsĂŒchtig Yasams neuen Katalog. Vertreten wird sie durch die Galerie BERLINARTPROJECTS.Â
Guillaume Lachapelle, vertreten durch die maerzgalerie. Sehr trÀumerische Objekte. Wer Myst (das Spiel) mag, wird auch diese Objekte mögen.
Was hier so schwer(mĂŒtig) und bleiern aussieht, ist eine lebensgroĂe Kinderfigur aus Epoxidharz des Bildhauers JosĂš Cobo. Wie uns die freundliche Galeristin von 3punts erklĂ€rte, wird das Harz nicht in eine Form gegossen, sondern vom KĂŒnstler mit den HĂ€nden modelliert. Wir haben uns selber dabei ertappt, uns recht leise zu bewegen, damit wir das "Kind" in seiner Vertiefung nicht stören!Â
Matchstickmen von Wolfgang Stiller. In diesem Augenblick dachten wir wieder an die nicht funktionsfĂ€higen Feuermelder ;-). Die Galeristen von SCHMALFUSS mussten uns Recht geben: Ein Manstickmen alleine ist zu wenig. Die gehören in eine Gruppe. Wolfgang Stiller installiert diese auch gerne raumfĂŒllend.
Wer uns kennt, kennt auch unsere Vorliebe fĂŒr das Meer. Die "Welle" von Konstantin Bayer zog sofort unser Augenmerk auf sich. Und da war auch der smarte junge Mann, unaufdringlich, auskunftbereit und wir mĂŒssen gestehen, sehr sympathisch. "Ist aus 1500 PET Flaschen hergestellt." Wir haben versucht uns den Stinkeprozess bei der Schmelze vorzustellen, da entfĂŒhrte uns der junge Mann schon zum nĂ€chsten Objekt mit einer nĂ€chsten Geschichte. Wir mochten den Kerl auf Anhieb. "Wer ist der KĂŒnstler?" lautete unsere Frage, da die Beschriftung der Objekte dies nicht verriet. "Konstantin Bayer" sagte der junge Mann. "Sie sprechen mit ihm persönlich" (smartes LĂ€cheln:-). Und dann fragten wir ihn nach dem Boden, der uns sofort direkt nach der "Welle" aufgefallen war. "Das ist auch eins meiner Werke". "Es heiĂt back to ground". Also hat der smarte KĂŒnstler 1,2 Tonnen Kohlebriketts verlegt. Die Wirkung ist beachtlich. Beachtlicher ist aber auch die Tatsache, dass Konstantin sein eigener Galerist ist. Das hat er uns nicht verraten. Das haben wir spĂ€ter herausgefunden. Galerie Eigenheim in Weimar.
Michael Schuster sammelt PlatanenblÀtter, trocknet diese, schneidet Figuren daraus und hat uns sofort begeistert. Auf seiner Website findet ihr eine ganze Reihe sehr schöner Werke. Einiges erinnert an StreetArt. Vieles von ihm gefÀllt uns auch deswegen besonders ;-)
Ein Lob an die Galeristen von mianki: Uns mit einer schlichten, aber gebrandeten schwarzen Papiertasche auszustatten, damit wir die bis dahin sich in unseren HĂ€nden angehĂ€uften Materialien besser transportieren können, ist ein alter Marketingtrick. Da aber nur mianki so aufmerksam war, ist deren TĂŒte auch die einzige, die es bis nach Aachen geschafft hat. Note 1 und danke :-)
Wir schlieĂen unseren Bericht mit einem Werk, welches uns gute Laune bereitet hat. Fotografie ist nicht ganz so unsers, wenn es um Kunst geht, aber das Bild ist sehr reizvoll :-)
Lightin' Minnie von Nicole Furman











