Maus triologie .1 : Das Versprechen des Fuchses
Kleine Maus, komm, bleib bei mir, ich halt an dir, du hĂ€ltst an mir. Wir sammeln Vorrat, StĂŒck fĂŒr StĂŒck, und leben dann in unserm GlĂŒck. Kleine Maus, ich will dich nicht verlieren, bei mir sollst du doch niemals frieren. Ich liebe dich so, so sehr, und jeden Tag geb ich dir mehr. Wir sammeln fĂŒr uns, Herbst fĂŒr Herbst, damit du niemals Hunger kennst. Du musst mir nur ein wenig helfen, nur so viel, dass es fĂŒr uns reicht, dann wird der Winter wunderschön und jeder schwere Tag ganz leicht. Komm, kleine Maus, vertrau auf mich, denn was ich sammle, ist fĂŒr dich. Was du mir bringst, gehört auch dir, denn ab jetzt gibt es nur noch âwirâ. Kein kalter Wind soll dich berĂŒhren, kein Winter soll uns je verlieren. Wenn drauĂen Schnee vom Himmel fĂ€llt, zeig ich dir meine ganze Welt. Ich bau uns einen warmen Bau, ich kenn den Weg, vertrau genau. Du bringst ein Korn, ich bring auch eins, deins wird meins und meins wird deins. Und reicht die Nahrung irgendwann fĂŒr unsern langen Winter dann, legst du dich einfach neben mich, ich halte dich und wĂ€rme dich. Kleine Maus, was schaust du so? Du weiĂt doch, bei mir wirst du froh. Du musst dich niemals mehr allein durch diese groĂe Welt befrei'n. Ich werde immer bei dir bleiben. Kein Fuchs wird dich je von mir treiben. Du bist die eine, glaub es mir, von allen MĂ€usen will ich dich hier. Drum sammel, Kleine, StĂŒck fĂŒr StĂŒck, fĂŒr unser wunderschönes GlĂŒck. Und wenn der letzte Herbsttag weicht, zeig ich dir mein Königreich.â Die kleine Maus sah zu ihm auf, ihr kleines Herz schlug viel zu schnell. Sie sah noch keinen kalten Winter. Sie sah nur ihn. Und alles wurde hell. Sie nahm das erste Korn vom Boden, drĂŒckte es glĂŒcklich an sich ran, lief damit zu des Fuchses Pfoten und sah ihn voller Liebe an. âFĂŒr unsâ, sprach sie und gab es her. Der Fuchs nahm es. Und wollte mehr.
















