Parov Stelar und Paolo Nutini spielten gestern Abend am 20. Juli 2023 im Rahmen der Jazz Open auf dem Schlossplatz in Stuttgart.
Den Abend eröffnen durfte die Berliner Musikerin THALA. Mit ihrem Dreampop hat THALA die bereits recht zahlreich erschienen Besucher der Jazz Open begeistert. Ihr Stimme hebt sich ganz sanft ĂŒber ihre Songs und Melodien. Kein Wunder feiern sie auch die Briten, bei denen sie mit ihrer DebĂŒtsingle Serenade durchstartete und sogar eine UK Tour machen konnte. Wir sind uns sicher, dass wir THALA nicht zum letzten Mal in Stuttgart gesehen haben.
Um 19:00 Uhr betrat dann Paolo Nutini als erste Main Act die HauptbĂŒhne. Mit dabei hatte der Schotte seine umfassende Band bestehend aus Gavin Fitzjohn an der Lead Gitarre sowie am Saxophon, Donato Di Trapani an den Keys, Jordi Van Fuster an der Gitarre, John Blease an den Drums, Michael McDaid am Bass, Mark Watrous an den Keys und der Gitarre sowie Oli Savill an den Percussions.
Paolo eröffnete das Set mit Afterneath, dem ersten Song auf seinem aktuellen Album Last Night In The Bittersweet und stellte sogleich unter Beweis, ĂŒber welche Stimmgewalt er verfĂŒgt. Und natĂŒrlich hatte er uns als eingefleischte Paolo Nutini Fans direkt um den Finger gewickelt. Paolo Nutini zum ersten Mal live in Stuttgart - Danke Jazz Open.
Trotz dass der Front of Stage Bereich sowie die TribĂŒhne noch genug KapazitĂ€ten aufweisen, sind die hinteren StehplĂ€tze gerammelt voll und das Stuttgarter Publikum feiert den 36-JĂ€hrigen, der uns wĂ€hrend des Sets einmal durch seine gesamte Diskografie fĂŒhrt, wobei hier natĂŒrlich zurecht der Hauptfokus auf den aktuellen Singles liegt.
Zwischen den gefĂŒhlvollen und ruhigeren Songs wie Coming Up Easy, welches es alleine auf der BĂŒhne und in einer Akustik Version vortrĂ€gt, schiebt Paolo Nutini gekonnt immer wieder schnellere Up-Tempo Nummern in sein Set, tanzt ĂŒber die BĂŒhne und steckt die JazzOpen Besucher damit an. SpĂ€testens bei Petrified in Love und dem flieĂenden kaum merkbaren Ăbergang in Pencil Full Of Lead hĂ€lt auch der letzte Stuttgarter nicht mehr Still und schwingt seine HĂŒften.
Um 22:20 Uhr ist das Konzert leider schon zuende, und Paolo verlĂ€sst mit seiner Band die BĂŒhne. Leider auch ohne Zugabe. FĂŒr uns hĂ€tte es gerne noch weitergehen können. Jedoch muss die BĂŒhne fĂŒr den nĂ€chsten Hauptact des Tages - Parov Stelar - umgebaut werden und noch wĂ€hrend des letztens Songs wurden am Rand der BĂŒhne Gitarren weggeschoben.
Die Setliste von Paolo Nutini:
- Afterneath
- Scream (Funk My Life Up)
- Lose it
- Heart Filled Up
- Acid Eyes
- Coming Up Easy
- Through The Echoes
- New Shoes
- Petrified In Love
- Pencil Full Of Lead
- Take Me Take Mine
- Everywhere
- Candy
- Shine A Light
Kurz vor 21:00 Uhr gibt es dann noch ein kurzes Vorab Interview mit dem Veranstalter der JazzOpen, der uns einen kleinen Einblick hinter die Kulissen gewÀhrt. Viele Wunsch Acts hat das Jazz Open schon von seiner Liste streichen können, an einigen sind die immernoch dran. Da sich auch Paolo Nutini zuvor wunderte, was er auf einem Jazz Festival zu suchen hat war der Satz "die QualitÀt ist Wichtiger als das Genre" sehr interessant.
Die Jazz Open feiern bald ihr ihr 30 JĂ€hriges JubilĂ€um, und wir können gespannt sein, was sie hierfĂŒr aus dem Hut Zaubern. Die ersten GesprĂ€che fĂŒr 2024 laufen auf jeden Fall schon und wir können es kaum abwarten wer da wohl kommt.
Bevor um 21 Uhr unter groĂem Applaus der aus Linz stammende Electro Swing DJ Parov Stelar die BĂŒhne betritt, wechselt ein wenig das Publikum. Die zum Teil extra aus Italien oder noch weiter angereisten Fans von Paolo Nutini werden getauscht gegen eher Ă35 Stuttgarter. Mit auf der BĂŒhne hat Parov Stelar am Gesang Elena Karafizi und Lee Anduze als SĂ€nger und seine Band bestehend aus drei BlĂ€sern und Bass, Gitarre sowie Schlagzeug.
Unreinheiten gibt es so gut wie keine. Die Stuttgarter lieben ihn - wahrscheinlich ist es das schwĂ€bisch Akkurate. Seine Songs wie The Mojo Radio Gang werden vom Publikum gefeiert - eigentlich wie jeder Songs des Ăsterreichers und es wird wild abgetanzt als gĂ€be es in Stuttgart sonst keine Möglichkeit sich ausgelassen zu richtig guter Musik zu bewegen.
Auch auf der TribĂŒne ist die Stimmung unfassbar gut und um kurz nach 22 Uhr verlĂ€sst Parov Stelar mit seine Truppe die BĂŒhne. Unter groĂen Zugabe Rufen kehren sie nochmal zurĂŒck und spielen bis kurz nach 22.30 Uhr ein extra Zugabe.
Letztendlich hatten doch alle 6.600 Besucher den Abend auf ihre eigene Art und Weise genossen.
Die Bilder des Abends mit THALA (Fotos noch nicht freigegeben), Paolo Nutini (Fotografie Verbot - aber schaut euch doch die Fotos vom Konzert in Köln an) und Parov Stelar.
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