Day 10 - 11: Jasper Nationalpark
Der Ausblick aus meinem airbnb-Kellerfenster ist alles andere als grandios 🙄, eine urige Lodge mit Veranda mitten in der Natur wäre mein Traum gewesen, aber leider unerschwinglich.
Zum Glück bin ich ja zum Wandern hier - und davon hat der Jasper Nationalpark in den Rocky Mountains einiges zu bieten. In den ersten zwei Tagen erkunde ich das kleine Städtchen Jasper (erster Eindruck: sehr touristisch, viele Restaurants) und folge lieber den Trampelpfaden durch die angrenzende Wildnis. Mein Radius beschränkt sich dabei auf etwa 10km, da ich kein Auto habe und es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt. Doch ich bin schon nach wenigen Metern begeistert. Während ich entlang des milchig-farbigen Athabasca River spaziere, entdecke ich einen riesigen Elchbullen (Korrektur: Wapitibullen!, wapiti in der Sprache der Shawnee bedeutet "weißes Hinterteil") auf einer Insel im Fluss.
Ich halte das für einen grandiosen Start ins Abenteuer und mache direkt auch ein vorbeiwanderndes Ehepaar aus England auf meinen Fund aufmerksam - werde aber einige Tage später wissen, dass Elche Wapiti die Gegend genauso bewohnen wie bei uns Rehe, oder vielleicht sogar Hauskatzen! Egal, in diesem Moment rechne ich jederzeit damit, gleich hinter der nächsten Biegung einem Bären zu begegnen.
Es zeigen sich jedoch nur Enten, Greifvögel und Eichhörnchen... Ich wandere an den Seen Edith, Annette und Beauvert entlang und erklimme den Old Fort Point.















